Kaki

Kaki vermehren: Anleitung für eine erfolgreiche Aussaat

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Die Vermehrung von Kakibäumen aus Samen ist ein Geduldsspiel, das mit exotischen Früchten belohnt werden kann. In diesem Artikel wird Schritt für Schritt erklärt, wie Sie aus Kernen, die Sie aus gekauften Früchten gewonnen oder im Handel erworben haben, kräftige Kakibäume heranziehen.

Kaki vermehren

Samenbeschaffung

Die Beschaffung von Kaki-Samen erfolgt entweder direkt aus den Früchten oder durch Kauf im Gartenfachhandel. Kakifrüchte aus dem Supermarkt enthalten meist keine Samen, da diese für den Verzehr gezüchtet wurden. Sollten Sie dennoch Samen finden, müssen diese vorsichtig vom Fruchtfleisch gereinigt und getrocknet werden. Im Fachhandel gekaufte Samen sind eine zeitsparende Alternative. Dabei sollten Sie auf Sorten achten, die sich für den heimischen Anbau eignen.

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Stratifikation der Samen

Um die Keimfähigkeit der Kaki-Samen zu erhöhen, ist eine Kältebehandlung, die sogenannte Stratifikation, notwendig. Hierbei werden die Samen in feuchtem Sand in Frischhaltefolie eingeschlagen und für mindestens zwei Monate bei etwa 4 bis 6 °C im Kühlschrank gelagert. Kontrollieren Sie regelmäßig die Feuchtigkeit und befeuchten Sie bei Bedarf nach.

Aussaat der Samen

Nach der Stratifikation werden die Samen in Anzuchttöpfe mit nährstoffarmem Substrat wie Torf, einem Torf-Sand-Gemisch, Kokoserde oder magerer Gartenerde ausgesät. Das fördert die Wurzelbildung.

  1. Setzen Sie jeden Samen etwa 1 cm tief in das Substrat.
  2. Befeuchten Sie die Erde mit einer Sprühflasche.
  3. Decken Sie den Topf mit Klarsichtfolie ab, um ein feuchtwarmes Klima zu schaffen.
  4. Stellen Sie den Anzuchttopf an einen warmen, hellen Ort, jedoch ohne direkte Sonneneinstrahlung.

Die Keimung kann bis zu einem Monat dauern.

Keimung und Pflege der Keimlinge

Während der Keimzeit muss die Klarsichtfolie täglich für etwa eine halbe Stunde entfernt werden, um die Luftfeuchtigkeit zu regulieren und Schimmelbildung zu verhindern. Halten Sie das Substrat gleichmäßig feucht, aber nicht nass. Sobald die Keimlinge sichtbar sind, wird die Folie vollständig entfernt. Die Pflanzen benötigen viel Licht, sollten aber vor direkter Mittagssonne geschützt werden. Bei unzureichendem natürlichem Licht ist eine künstliche Beleuchtung sinnvoll. Schützen Sie die Keimlinge regelmäßig vor Schädlingen wie Thripse, Spinnmilben oder Grauschimmel. Haben die Keimlinge erste Blattpaare entwickelt, pikieren Sie sie in eigene Töpfe, um ihnen ausreichend Platz für weiteres Wachstum zu geben.

Umtopfen der Jungpflanzen

Wenn die Jungpflanzen gut durchwurzelt sind, topfen Sie sie in größere Töpfe mit einem nährstoffreicheren Substrat um. Eine Mischung aus Gartenerde, Sand und Kübelpflanzenerde ist ideal. Achten Sie darauf, den neuen Kübel ausreichend groß und stabil zu wählen, mit mehreren Abflusslöchern und einer Drainageschicht unten, um Staunässe zu vermeiden. Setzen Sie die Pflanze vorsichtig in den neuen Topf und füllen Sie mit Substrat auf. Drücken Sie die Erde gut an und wässern Sie großzügig.

Auspflanzen im Garten

In Regionen mit milden Wintern können Sie Ihren Kakibaum ab dem vierten Jahr im Garten auspflanzen. Wählen Sie einen sonnigen, windgeschützten Standort mit lehmigem, durchlässigem, humusreichem und leicht saurem Boden. Gewöhnen Sie die Pflanzen langsam an die Außenbedingungen, indem Sie sie zunächst stundenweise ins Freie stellen und die Zeit allmählich verlängern.

Beim Auspflanzen im Garten beachten Sie folgende Schritte:

  1. Heben Sie ein Pflanzloch aus, das doppelt so breit ist wie der Wurzelballen.
  2. Mischen Sie den Aushub mit Humus und Sand.
  3. Setzen Sie den Kaki in das Loch auf die gleiche Tiefe wie zuvor im Topf.
  4. Füllen Sie das Loch auf und treten Sie die Erde gut fest.
  5. Wässern Sie die Pflanze gründlich.

Ein Stützstab gibt dem jungen Baum Halt und unterstützt das gerade Wachstum.

Bilder: scalatore1959 / iStockphoto