Japanischer Knöterich: Wirksame Bekämpfung des „grünen Monsters“

Der Japanische Staudenknöterich ist ein wahres Monster: Einmal angepflanzt, verdrängt er rücksichtslos jegliche weitere Bepflanzung und breitet sich ungehemmt aus. Zudem lässt sich das "grüne Monster" nur sehr schwer wieder vernichten.

Japanischer Knöterich vernichten
Japanischer Knöterich verdrängt gern andere Pflanzen

Warum Staudenknöterich bekämpfen?

Zwar ist der Japanknöterich für den Menschen nicht giftig, weist aber dennoch zahlreiche Gründe für eine Vernichtung auf:

  • verdrängt heimische Pflanzen
  • und damit auch Futterpflanzen für Insekten
  • sowie Futterpflanzen für Wildtiere
  • sprengt Asphalt auf
  • und dringt in Fundamente ein.

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Vermehrung über Rhizome

Die Wurzeln des japanischen Knöterichs können bis zu drei Meter – und noch tiefer – in die Erde wachsen. Sie weisen zudem Verdickungen, so genannte Rhizome, auf, aus denen die Pflanze immer wieder aufs Neue erwächst. Außerdem ist der Japanknöterich auch in der Lage, sich über kleinste Sprossteile zu vermehren – diese bewurzeln sich ganz von selbst und bringen neue Pflanzen hervor.

Worauf Sie beim Ausrotten des Japanischen Knöterichs achten müssen

Aus diesem Grund gilt es, folgende Vorsichtsmaßnahmen unbedingt zu beachten:

  • Sämtliche Pflanzenteile, selbst die kleinsten, sofort entsorgen.
  • Sie gehören jedoch nicht auf den Kompost oder in den Biomüll!
  • Am besten in der schwarzen Tonne entsorgen
  • oder verbrennen.

Auch Gartenerde mit Pflanzen- bzw. Wurzelbestandteilen sollte nicht weiter verwendet, sondern entsorgt werden.

Bekämpfung des Japanknöterichs

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den hartnäckigen Japanischen Knöterich loszuwerden. Dabei kommt allerdings eine chemische Bekämpfung durch ein Breitbandherbizid – meist wird Roundup verwendet – in vielen Fällen nicht in Frage. Diese Mittel dürfen in privaten Gärten in der Regel ohne Genehmigung nicht verwendet werden. Zudem gelten besonders strenge Regeln, wenn Sie etwa in einem Wasserschutz- oder Naturschutzgebiet wohnen. Folgende Methoden haben sich zwar als sehr langwierig, letztendlich aber erfolgreich herausgestellt:

Methode Durchführung Vorteile Nachteile
Ausreißen stetiges Ausreißen junger Triebe mit Wurzeln Entfernen von wenigen, jungen Pflanzen nicht möglich bei älteren Pflanzen
      wenig nachhaltig / langwierig
Ausgraben / Umgraben Pflanzen mitsamt Wurzeln vollständig ausgraben vollständiges Entfernen von wenigen, jungen Pflanzen muss mehrmals wiederholt werden
      verbleibende Wurzelreste treiben immer wieder aus
Mähen junge Triebe alle zwei Wochen mit dem Rasenmäher abmähen starke Eindämmung des Wachstums keine vollständige Beseitigung
      Wurzelreste verbleiben am Rasenmäher
Beweidung bewachsene Fläche ganzjährig durch Schafe und Ziegen beweiden starke Eindämmung des Wachstums keine vollständige Beseitigung
    schwierige Entsorgung entfällt Tiere müssen erst gewöhnt werden
Abdecken mit Folie Pflanze mit dicker, schwarzer Folie abdecken Pflanze stirbt ab sehr langwierig
      Pflanze muss trotzdem ausgegraben werden

Tipps

Wenn Sie nicht wissen, wohin mit all den jungen Trieben: Diese sind ähnlich wie unser Rhabarber als Gemüse essbar.

Text: Ines Jachomowski

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