Knöterich – Große Pflanzenfamilie mit zahlreichen Arten

Die Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae) ist eine immens große: Die schätzungsweise 48 Gattungen und über 1200 verschiedenen Sorten sind auf der ganzen Welt weit verbreitet. Heimische, bekannte Arten sind etwa der Rhabarber sowie Buchweizen, ein Pseudogetreide. Allen Knöterichen gemein ist ihre immense Wuchsfreude, die einerseits einen Vorteil, andererseits aber auch einen gravierenden Nachteil darstellt. An dieser Stelle stellen wir Ihnen die für den heimischen Garten wichtigsten Knöterich-Arten einmal genauer vor.

Knöterich Gattungen
Es gibt über 1200 Knöterich-Arten
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Knöterich als Kletterpflanze

Eine bekannte und ebenso beliebte wie auch gefürchtete Kletterpflanze ist der Schlingknöterich (Fallopia baldschuanica) , der zur Familie der Flügelknöteriche gehört. Diese Schlingpflanze gehört zu den wuchsstärksten Kletterpflanzen und kann innerhalb nur eines Jahres bis zu acht Meter hoch – und ebenso breit – werden. Schlingknöterich eignet sich perfekt zur Begrünung von großen Flächen, braucht aber viel Platz und weist zudem eine große Zerstörungskraft auf.

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Knöterich als Bodendecker

Sind Sie dagegen auf der Suche nach einem flächendeckenden, dichte Teppiche bildenden Bodendecker, so ist der Scheckenknöterich (Bistorta affinis) vielleicht die richtige Wahl für Sie. Diese Knöterich-Art ist allerdings nicht nur sehr blühwillig – zwischen Juli und September sind die rosafarbenen Blütenrispen zu bewundern, sondern, wie alle Knöteriche, auch sehr wuchsfreudig. Auch hier gilt es, Wuchskraft und Ausbreitung genau im Auge zu behalten und gegebenenfalls rechtzeitig einzudämmen.

Knöterich als Staude

Auf feuchten Böden – beispielsweise in der Nähe eines Teichs oder Wasserlaufs sowie auf Feuchtwiesen – lässt sich der Wiesenknöterich kultivieren. Diese auch als Schlangenknöterich bezeichnete Art wird maximal 80 Zentimeter hoch und wird von dichtem Laub und hübschen, rosafarbenen oder weißen Blütenrispen geschmückt. Sowohl die Blätter als auch die jungen Triebe des Wiesenknöterichs können als Gemüse zubereitet werden, die Wurzeln dagegen dienen seit alters her zur Herstellung eines natürlichen Durchfallmittels.

Gefürchtetes Unkraut: Japanischer Staudenknöterich

Sowohl in der Schweiz als auch in Großbritannien ist das Anpflanzen des Japanischen Staudenknöterichs (Fallopia japonica), oft auch kurz nur als Japanknöterich bezeichnet, selbst in privaten Gärten verboten – zu sehr gefährdet das schwer zu bekämpfende Gewächs die heimische Vegetation, die es einfach verdrängt. Der Neophyt vermehrt sich sehr schnell über so genannte Kriechsprosse und lässt sich nur entfernen, wenn sämtliche Wurzeln und selbst kleinste Wurzelbestandteile rückstandslos entfernt werden.

Tipps & Tricks

Wie der Wiesenknöterich sind auch die jungen Triebe des Japanischen Staudenknöterichs als Gemüse essbar.

Text: Ines Jachomowski

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