Japanischer Ahorn hat klebrige Blätter

Wenn der farbenprächtige Japanische Ahorn im Garten klebrige Blätter hat, seht das nicht nur unschön aus, sondern ist auch ein Anzeichen für einen Befall mit Blattläusen. Wir zeigen, was man dagegen tun kann und wie man das Problem verhindern kann.

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Blattläuse hinterlassen eine klebrige Substanz auf den Blättern

Warum sind die Blätter vom Japanischen Ahorn klebrig?

Klebrige Blätter beim Japanischen Ahorn sind ein deutliches Anzeichen dafür, dass der Baum – egal, ob er im Garten oder im Kübel wächst beziehungsweise als Bonsai kultiviert wird, von Blattläusen befallen ist. Diese Schädlinge am Ahorn besiedeln die Blätter, können sich aber auch auf die Triebe ausbreiten. Dann scheiden sie klebrigen Honigtau ab, mit dem die Pflanzenteile überzogen werden.

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Was kann man tun, wenn der Japanische Ahorn klebrige Blätter hat?

Bei klebrigen Blättern am Japanischen Ahorn kann meist schnell Abhilfe geschaffen werden. Bewährt hat sich Seifenwasser, welches selbst ganz einfach aus flüssiger oder fester Schmierseife (4,00€ bei Amazon*) oder wahlweise aus Kernseife hergestellt und dann auf die klebrigen Blätter gesprüht werden kann:

  • 50 g Seife in 1 l heißem Wasser auflösen
  • die Seifenlösung abkühlen lassen und in eine Sprühflasche füllen
  • die mit Blattläusen befallenen Stellen mehrmals sehr großzügig mit dem Seifenwasser einsprühen

Wer nicht selbst mischen möchte, greift auf ein Fertigprodukt zurück.

Sollte man klebrige Blätter beim Japanischen Ahorn entfernen?

Die Blätter als solche müssen, anders als zum Beispiel abgestorbene Äste nicht entfernt werden. Lediglich den verursachenden Schädlingen am Ahornbaum muss der Kampf angesagt werden.

Ist es normal, dass der Japanische Ahorn klebrige Blätter hat?

Klebrige Blätter am Japanischen Ahorn sind nicht normal, sondern ein Zeichen dafür, dass der Baum von Blattläusen befallen ist. Oft sind diese mit bloßem Auge sehr gut sichtbar, bevor die klebrigen Blätter bemerkt werden, da sie gehäuft auftreten.

Wie kann man verhindern, dass klebrige Blätter entstehen?

Um klebrigen Blättern vorzubeugen, müssen Blattläuse davon abgehalten werden, Pflanzen im Garten zu besiedeln. Wer dazu nicht auf Biozidprodukte zurückgreifen möchte, hat folgende Möglichkeiten:

  • auf Mischkulturen setzen (Blattläuse besiedeln bevorzugt mehrere Pflanzen der gleichen Art)
  • Marienkäfer als natürliche Feinde der Blattlaus in den Garten locken

Können klebrige Blätter auf andere Pflanzen übertragen werden?

Zwar können klebrige Blätter nicht von einer Pflanze auf die andere überspringen, die Blattlaus als Verursacher kann Krankheiten übertragen. Solch eine Schädlingsplage rasch und wirkungsvoll zu bekämpfen, ist demnach sehr wichtig, um Schäden an anderen Pflanzen vorzubeugen.

Tipp

Teebaumöl: wirksam gegen Blattläuse und Ameisen

Sowohl Blattläuse als auch Ameisen, die ganz wild auf den klebrigen Honigtau sind und sich mit Begeisterung davon ernähren, suchen das Weite, wenn sie Teebaumöl riechen. Mit Wasser verdünnt (10 Tropfen auf 500 ml) und mit einer Sprühflasche aufgesprüht, ist Teebaumöl ein wirksames und gleichzeitig umweltfreundliches Mittel gegen die unliebsamen Schädlinge.

Text: Nina Koch
Artikelbild: schankz/Shutterstock

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