So gestalten Sie ein Hochbeet für Wärme liebende Tomaten

Tomaten lieben Sonne und Wärme - daher ist ein klassisch geschichtetes Hochbeet an einem sonnigen Standort genau der richtige Pflanzplatz. Während Sie die Jungpflanzen aufgrund der kalten Böden nicht vor Mitte bis Ende Mai in Bodenbeete setzen können, ist die Pflanzung auf einem Hochbeet schon zwei bis drei Wochen früher möglich.

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Tomaten fühlen sich im Hochbeet pudelwohl

Hochbeet für die Tomatenkultur vorbereiten

Wenn Sie das Hochbeet ausschließlich mit Tomatenpflanzen oder aber mit Tomaten und anderen Starkzehrern besetzen möchten, können Sie dieses mit einer nährstoffliefernden und wärmenden Mistpackung versehen. Dazu füllen Sie im Frühjahr (spätestens im April oder Mai!) auf die untersten Schichten ca. 40 Zentimeter frischen Pferdemist ein, den Sie locker und gleichmäßig verteilen und dann vorsichtig festtreten. Darüber geben Sie eine etwa zehn Zentimeter dicke Schicht Kompost- oder Tomatenerde. Gießen Sie das Ganze an und bedecken Sie es mit einem Frühbeetaufsatz oder einer Folie – dann beginnt der Verrottungsprozess, so dass Sie nach weiteren drei bis fünf Tagen das Beet bepflanzen können.

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Wie hoch sollte ein Tomatenhochbeet maximal sein?

Bevor Sie sich jedoch ans Bepflanzen bzw. überhaupt an den Bau des Hochbeets wagen, sollten Sie sich zunächst Gedanken über geeignete Tomatensorten machen. Hochwachsende Stab- und Fleischtomaten sollten lieber in einem niedrigen Hochbeet von maximal 50 Zentimetern Höhe angebaut werden, da Sie sonst später für die Pflege und Ernte eine Leiter benötigen. Kompakt wachsende Buschtomaten und andere kleinwüchsige Sorten gedeihen dagegen auch in Hochbeeten mit einer herkömmlichen Höhe sehr gut.

Tomaten auch auf dem Hochbeet vor Nässe schützen

Vor allem im Sommer ist es sinnvoll, wenn die Tomatenpflanzen unter einer lichtdurchlässigen Abdeckung stehen – diese dient der Vorbeugung der gefürchteten Kraut- und Braunfäule. Die einfachste Möglichkeit besteht in so genannten Tomatenhauben, die Sie über die einzelnen Pflanzen stülpen. Dauerhafter ist dagegen ein Dach oder eine komplette Abdeckung, beispielsweise durch einen Gewächshausaufsatz. Sie können das Beet auch von Anfang an mit verlängerten Eckpfosten bauen, an denen Sie eine Überdachung (beispielsweise eine Folie) fixieren.

Welche Gemüse lassen sich mit Tomaten vergesellschaften?

Nicht alle Gemüsepflanzen vertragen sich gut miteinander – bestimmte Arten und Sorten behindern sich gegenseitig im Wachstum. Allerdings gilt dies auch umgekehrt, manche Arten passen perfekt zusammen. So harmonieren beispielsweise Tomaten wunderbar mit

  • Kräutern wie Basilikum und Petersilie
  • Blumen wie Ringelblume und Tagetes
  • Knollengemüsen wie Kohlrabi, Rote Bete, Sellerie und Radieschen
  • Knoblauch und Lauch (Porree)
  • Bohnen (v. a. Buschbohnen) und Möhren
  • sowie Spinat und Salat.

Auf keinen Fall sollten Sie dagegen Tomaten zusammen mit Gurken, Erbsen, Brokkoli und Blumenkohl im Hochbeet anbauen.

Tipps

Auch Artischocken, Kürbis, Zucchini, Gurken und Auberginen gedeihen am besten unter den beschriebenen Bedingungen. Die zusätzliche Wärme eines Hochbeetes lässt die sonnenliebenden Gemüse ausgesprochen gut gedeihen.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: fotoknips/Shutterstock

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