Hirschholunder – Gehölz mit Nehmerqualitäten – ein Portrait

Er ist umwerfend schön mit weißem Blütenflor und tiefroten Früchten. Der Hirschholunder ist zugleich hart im Nehmen. Lernen Sie hier das Wildgehölz näher kennen. Unser Pflanzenportrait zeigt auf, was der Verwandte des Schwarzen Holunders kann.

Hirschholunder

Eine atemberaubende Silhouette

Das Zier- und Obstgehölz trägt opulente Fülle in jeden Garten. Eng verwandt mit dem majestätischen Schwarzen Holunder, erreicht der Hirschholunder durchaus ähnliche Ausmaße. Einer bezaubernden cremeweißen Blüte im April und Mai, folgen im August leuchtend rote Beeren. Für Menschen nur im gekochten Zustand essbar, freuen sich in erster Linie die Vögel des Gartens an dem gehaltvollen Obst-Snack. Die Einzelheiten:

  • Wuchshöhe: 300 bis 400 Zentimeter
  • Wuchsbreite: 200 bis 300 Zentimeter
  • robuster Flachwurzler in Europa und Westasien
  • bronzefarbener bis rötlicher Blattaustrieb, der langsam vergrünt
  • gegenständig angeordnete Fiederblättchen mit gesägtem Rand
  • hellrote Steinfrüchte mit giftigen Samen
  • dekorative, goldgelbe Herbstfärbung
  • wertvolles Vogelnährgehölz

Lesen Sie auch

Die Bedeutung des Hirschholunders als Obstgehölz ist eher von nachrangiger Bedeutung. Der traubenförmige Fruchtbehang ist insbesondere aufgrund seiner dekorativen Wirkung so beliebt. Seine optischen Vorzüge bringt der Zierstrauch dabei als Solitär ebenso eindrucksvoll zur Geltung, wie als Heckenpflanze.

Standortpräferenzen eher Nebensache

Seine stabile Konstitution beweist der Hirschholunder anhand genügsamer Ansprüche an die Standortbedingungen. Er erreicht sein Optimum in mäßig trockenen, sonnigen Lagen. Sein zweiter Vorname ‘Bergholunder’ deutet die Höhenverträglichkeit bis 2300 Meter an. Weisen Sie ihm einen Platz im Halbschatten oder Schatten zu, arrangiert sich der genügsame Holunder damit bestens. Einzig Staunässe bereitet dem vielseitigen Strauch Probleme.

Wissenswerte Pflege-Tipps

Hinsichtlich seiner Pflege, verlangt der Hirschholunder seinem Gärtner nur wenig ab. Die folgenden Tipps spiegeln die zentralen Aspekte wider:

  • die Beeterde aufbessern mit Kompost und Hornspänen
  • den Flachwurzler bei Trockenheit durchdringend gießen
  • alle 1-2 Jahre im Herbst zurückschneiden
  • während des Wachstums alle 3-4 Wochen organisch düngen
  • keine Auftau-Salze in seiner Nähe verwenden

Tipps & Tricks

Der Hirschholunder wirft seinen hübschen Fruchtbehang zeitgleich mit dem Laub im Herbst ab. Damit die nahrhaften Beeren für die Vögel nicht verloren gehen, ernten Sie die Dolden rechtzeitig. Getrocknet verwandeln sie sich in ein begehrtes Vogelfutter für die karge Winterzeit.

Text: Paula Jansen

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.