Himbeeren erfolgreich vermehren

Gartenhimbeeren neigen zum Wuchern und können deshalb mittels Wurzelausläufern recht unkompliziert vermehrt werden. Zwei ebenfalls erprobte Methoden sind das Absenken einzelner Triebe sowie die Stecklingsvermehrung. Wir stellen Ihnen alle Varianten im nachfolgenden Artikel übersichtlich dar.

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Himbeeren vermehren sich selbst über Wurzelausläufer

Ausläufer abstechen

Je nachdem, wie viel Platz Sie den Himbeeren eingeräumt haben, können Sie etwa zwanzig bis fünfzig Zentimeter von der Mutterpflanze entfernt Pflanzenableger finden. Diese können Sie im Frühjahr einfach abstechen und an anderer Stelle wieder einpflanzen.

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Vermehrung durch Absenker

Sofern die Mutterpflanze genügend lange Triebe hat, eignet sich diese Methode sehr gut.

  • Entblättern Sie elastische Jungruten und biegen Sie diese Richtung Boden.
  • Den Abschnitt in der Mitte der Rute mit einem Stück Draht, das Sie mit einem Stein beschweren, befestigen.
  • Mit Erde bedecken.
  • Die Triebspitze muss über den Boden ragen.
  • Sobald der Absenker gut bewurzelt ist, können Sie diesen von der Mutterpflanze trennen und umsetzen.

Stecklingsvermehrung

Bei den Himbeerruten handelt es sich nicht um normale Zweige, sondern um oberirdische Fortsetzungen des Rhizoms. Aus diesem Grund wird der Steckling bei der Himbeere von der Wurzel genommen. Der ideale Zeitpunkt für diese Variante der Vermehrung ist der Herbst:

  • Trennen Sie etwa zehn Zentimeter lange Teilstücke vom Wurzelstock ab.
  • Setzen Sie diese in ein Anzuchtbeet mit humoser, mit Sand versetzter Erde.
  • Mulchen Sie das Beet mit einer Schicht Laub.

Sobald sich aus den Wurzelstecklingen neue Pflanzen entwickelt haben, können Sie diese an den gewünschten Ort verpflanzen.

Tipps

Theoretisch lassen sich Himbeeren auch durch Samen vermehren. Dies dauert jedoch sehr lange und Sie benötigen viel Geduld, bis der Strauch groß genug ist, um leckere Früchte zu tragen. Da die anderen Methoden zuverlässig gelingen und rasche Erfolge bringen, sollten Sie im Hausgarten auf diese zurückgreifen.

Text: Michaela Kaiser

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