Hibiskus überwintern

So kommt der Hibiskus gut durch den Winter

In unseren einheimischen Gärten hat sich der Garten-Eibisch fest etabliert, währen der Chinesische Hibiskus vor allem als Kübel- oder Topfpflanze auf Terrassen und Balkonen anzutreffen ist. Beide Arten haben unterschiedliche Ansprüche an ihre Überwinterung.

Der Garten-Eibisch

Zu den winterharten Hibiskusarten gehört der Garteneibisch, bot. Hibiscus syriacus (auch Roseneibisch), der immer wieder mit seinen vielfältigen Blütenpracht überzeugt. Der Garten-Eibisch hat sich gut an unsere Klimabedingungen angepasst. Auch Frostperioden mit Temperaturen bis ca. -20°C verträgt er relativ gut.

Ein spezieller WInterschutz ist nur für junge Pflanzen notwendig. Dazu bedeckst Du den Boden rund um den Strauch mit Rindenmulch, getrocknetem Laub oder Tannenzweigen.

Als Sommerblüher treibt der Hibiskus recht spät aus, so dass Nachtfröste kaum Schäden an den frischen Trieben anrichten. Dennoch kann es passieren, dass einzelne Triebe im Winter oder bei späten Nachtfrösten erfrieren. Die kannst Du beim regelmäßigen Rückschnitt einfach mit entfernen, der Strauch wird an diesen Stellen neu austreiben.

Hibiskus moscheutus

Eine ebenfalls winterharte Art ist der Sumpf-Eibisch, bot. Hibiscus moscheutus. Anders als der Garten-Eibisch ist er eine krautige Pflanze, deren oberirdischen Teile im Winter absterben bzw. vor dem Winter stark zurück geschnitten werden. Als Schutz vor dem Winter bieten sich auch hier Rindenmulch, Reisig oder trockenes Laub an, mit denen Du die Pflanzenbasis bedecken kannst. Im Frühling treibt dann die Pflanze von unten her wieder aus.

Winterschutz für den Chinesischen Hibiskus im Kübel

Als Kübel- bzw. Topfpflanze für die Terrasse wird meist der Chinesische Hibiskus oder auch Rosen-Eibisch, bot. Hibiscis rosa sinensis, verwendet, der von Juni bis September
an einem sonnigen Standort blüht. Der Rosen-Eibisch ist sehr empfindlich und muss deshalb unbedingt ins Haus geholt werden bevor sich die ersten Nachtfröste ankündigen.

Bereits vor dem Hereinholen kann der Hibiskus leicht beschnitten werden, das fördert den Neuaustrieb im Frühjahr. Drinnen benötigt der Hibiskus einen hellen Standort. Ideal ist ein Raum oder das Treppenhaus mit gleichmäßigen Temperaturen zwischen 12 und 15°C oder ein gut temperierter Wintergarten. Fällt die Temperatur unter 10°C kann das ein Eingehen der Pflanze bedeuten.

Damit der Hibiskus seine Winterruhe halten und auch im nächsten Jahr wieder kräftig blühen kann, solltest Du Folgendes beachten:

  • vor dem Hereinholen auf Schädlingsbefall, z.Bsp. Blattläuse,
    überprüfen und wenn notwendig bekämpfen
  • verblühte und abgestorbene Pflanzenteile entfernen
  • nur mäßig gießen, die Erde darf nicht zu feucht sein
  • in der Winterruhe benötigt der Hibiskus keinen Dünger
  • regelmäßiges Lüften beugt einem möglichen Befall mit Spinnmilben vor

Fängt der Hibiskus im Frühjahr an auszutreiben, solltest Du ihn wieder regelmäßig gießen. Mit einem Flüssigdünger kann der Hibiskus jetzt ca. alle zwei Wochen gedüngt werden. Nun ist auch der richtige Zeitpunkt, die Pflanze in ein größeres Gefäß umzutopfen. Ab Mai kann der Hibiskus dann nach draußen an einen sonnigen und geschützten Platz gebracht werden.

Gut gemeint und dennoch falsch

Auch wenn es gut gemeint ist, viele „Überwinterungs-Maßnahmen“ sind übertrieben und schaden der Pflanze nur. So muss der Boden um den Garten-Eibisch nicht mit einer zusätzlichen Folie abgedeckt werden, das führt zu Fäulnis und schadet damit der Pflanze. Auch ist es nicht notwendig, im Gartencenter extra ein Vlies zu kaufen, Mulch und Reisig reichen völlig aus.

Der Hibiskus blüht noch und darf deshalb im warmen Wohnzimmer überwintern? Gönne Deinem Hibiskus besser eine Ruheperiode in kühleren Räumen, damit er Kraft für den nächsten Austrieb sammeln kann.

Tipps & Tricks

Der Hibiskus benötigt zum Überwintern einen hellen Raum. Steht er zu dunkel, könnte er all seine Blätter verlieren. Eine Überwinterung im Keller solltest Du deshalb nur in Erwägung ziehen, wenn der Keller über ausreichend Tageslicht verfügt.

Beiträge aus dem Forum

  1. Wer kennt diese Pflanze

    Ich habe mir letzten November von der Insel La Palma eine kleine Pflanzenspitze mitgebracht, eingetopft und am Fenster aufgestellt. Nun hat sie wunderhübsche kleine glockenähnliche Blüten.

  2. Ableger vom rotlaubigen Holunder

    Wie macht man von Holunder Ableger? Genau wie von Johannisbeeren durch Steckholz und auch im Frühwinter ? Ich habe einen wunderschönen rotlaubigen Holunder denn ich gerne vermehren würde. Dankeschön...

  3. Blauregen auf Stamm ziehen

    Hallo liebe Grünfinger, ich träume schon seit langem von einem Blauregen-'Bäumchen' und würde gern dieses Jahr damit beginnen mir diesen Traum zu erfüllen. Ich habe nicht viel Erfahrung, aber an Liebe, Pflege und Geduld soll es nicht mangeln. Auf dem angehängten Foto zu sehen ist der aktuelle Stand des veredelten Zöglings, wie gekauft (Höhe knapp 50cm) . Für die ersten Jahre wird er im Kübel auf dem Balkon stehen. Auf diesem Forum habe ich folgende Anleitungen zur Zucht als Hochstamm gefunden: https://www.gartenjournal.net/blauregen-auf-stamm https://www.gartenjournal.net/blauregen-auf-stamm-schneiden Dort steht, dass ich im ersten Jahr mit dem Schnitt beginnen soll - nämlich alles bis auf []

  4. Bananenstaude-Blätter knicken ab

    Hallo an alle , mit einem grünen Daumen, ich habe 2 Bananenstauden(die sollten eigentlich winterhart sein, ich hab sie aber in großen Kübeln über den Winter ins Wohnzimmer geholt), nun knicken so nach und nach immer wieder die großen Blätter ab. Was fehlt ihr?Für Hilfe wäre ich dankbar.

  5. Arbeitseinsätze

    Wie werden bei euch Arbeitseinsätze vergütet ? Der Gartenfreund , der bei uns nach Ableistung seiner fünf Pflichtstunden an Arbeitseinsätzen teilnimmt , bekommt 5 € die Stunde . Fachleute wie zB . Elektriker bekommen 10 € . Egal ob Pflichtstunden oder freiwillige Teilnahme , es gibt immer Freibier . Wie ist das bei Euch ?

  6. Rasen nach dem Vertikutieren

    Guten Morgen in die Runde, nach dem Vertikutieren des Rasens sind doch einige Kahlstellen entstanden. Es muß also zwischengesät und gedüngt werden. Meine Frage hierzu: Kann ich beides zur gleichen Zeit oder wenn nacheinander, was zuerst? Erst säen oder erst düngen. Ihr seht, ich bin Anfänger, also erhellt mich.:oops::D