Heiligenkraut – Tipps zur Verwendung in Haushalt und Küche

Heiligenkraut, auch Zypressenkraut genannt, wird im Garten wegen der hübschen gelben Blüten gezogen. Doch das Kraut mit dem würzigen Aroma kann noch mehr. Die Blätter verfeinern Salate und die Blüten werden als wirkungsvolles Hausmittel eingesetzt.

Santolina
Aus Heiligenkraut kann z.B. Tee hergestellt werden

Alle Pflanzenteile sind essbar

  • Blätter
  • Blüten
  • Samen

Frische Blätter des Heiligenkrauts geben Salaten eine pikante Note. Aus allen Pflanzenteilen lässt sich frisch oder getrocknet ein aromatischer Tee aufgießen, der anregend wirkt.

Bewährtes Hausmittel gegen Mücken und Motten

Die stark duftenden Blüten des Heiligenkrauts sind ein bewährtes Hausmittel gegen Schädlinge aller Art, die in Küche und Haushalt auftreten.

Frische Blüten stellen Sie mit Stiel in eine Vase oder legen nur die Blüten in eine Wasserschale. Stellen Sie sie auf den Gartentisch oder die Fensterbank, um Mücken fernzuhalten. In der Küche selbst vertreiben Heiligenkraut-Blüten Obstfliegen und Mehlmotten.

Getrocknete Blüten füllen Sie in Kräutersäckchen und verteilen Sie zwischen Ihrer Wäsche. Bettzeug, Wollpullover und andere Kleidungsstücke duften danach nicht nur angenehm, sondern werden auch vor Motten geschützt.

Beruhigende Badezusätze

Aus Heiligenkraut lassen sich außerdem Badezusätze herstellen, die angenehm würzig riechen und einen wohltuenden Einfluss auf die Haut haben.

Tipps zum Sammeln und Trocknen

Während der Blütezeit ist Heiligenkraut besonders würzig und etwas bitter. Wenn Sie die Blätter als Würzkraut in der Küche verwenden möchten, sollten Sie sie lieber vor der Blütezeit sammeln.

Bei den Blüten hingegen wird gerade das starke Aroma genutzt, um gegen Schädlinge aller Art vorzugehen.

Schneiden Sie die Blüten ab Juni und stellen Sie sie entweder in eine Vase oder hängen Sie sie zum Trocknen auf.

Getrocknet das ganze Jahr verwendbar

Heiligenkraut-Blüten und -Blätter sind getrocknet das ganze Jahr über haltbar.

Sammeln Sie die Pflanzenteile an einem möglichst trocknen Vormittag. Die Blüten werden zu Sträußen gebündelt und kopfüber an einem luftigen, aber nicht direkt sonnigen Platz zum Trocknen aufgehängt.

Die Blätter lassen sich im Ofen bei sehr niedrigen Temperaturen oder ebenfalls an einem luftigen Ort trocknen. Sie werden anschließend in einem dunklen Glas aufbewahrt.

Tipps

In Frankreich wird das Heiligenkraut „Garde-robe“ genannt, übersetzt „Kleidung bewachen“. Dort findet sich das Kraut in fast allen Kleiderschränken als biologischer Mottenschutz.

Text: Sigrid Hestermann

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