Heidelbeeren

Heidelbeeren im Garten: Tipps für die ideale Unterpflanzung

Artikel zitieren

Heidelbeeren bevorzugen spezifische Boden- und Lichtverhältnisse, was die Auswahl geeigneter Beetnachbarn entscheidend macht. Dieser Artikel beleuchtet, welche Pflanzen sich gut als Unterpflanzung für Heidelbeeren eignen und welche Gestaltungsmöglichkeiten es gibt.

heidelbeeren-unterpflanzen
Heidelbeeren brauchen sauren Boden - so auch ihre Pflanzpartner

Ungeeignete Pflanzen in der Nachbarschaft von Heidelbeeren

Heidelbeeren stellen besondere Ansprüche an den pH-Wert und die Beschaffenheit des Bodens. Daher sind einige Pflanzengruppen als Nachbarn ungeeignet. Dazu gehören beispielsweise:

  • Nachtschattengewächse: Tomaten, Paprika und Auberginen gedeihen besser in einem neutralen bis leicht alkalischen Bodenmilieu, während Heidelbeeren saure Böden bevorzugen.
  • Kohlpflanzen: Ähnlich verhält es sich mit Kohlgewächsen wie Brokkoli, Blumenkohl oder Kohlrabi, die ebenfalls einen höheren pH-Wert benötigen.
  • Verschiedene Gemüsesorten: Auch Kartoffeln, Porree, Schnittlauch und Zwiebeln zählen zu den ungeeigneten Beetpartnern, da sie andere Bodenbedingungen bevorzugen.

Lesen Sie auch

Des Weiteren sollten Sie auf Gehölze verzichten, die kalkhaltige Böden bevorzugen. Dazu gehören beispielsweise Haselnuss, Liguster, Rosen oder Spieren.

Gestaltungsmöglichkeiten mit unterschiedlichen Wuchshöhen

Mit einer durchdachten Planung und der Berücksichtigung der Wuchshöhen der verschiedenen Pflanzen, lassen sich Heidelbeerbeete optisch ansprechend und zugleich praktisch gestalten.

  • Bodendecker: Niedrig wachsende Pflanzen, wie beispielsweise Cranberrys, bedecken den Boden unter den Heidelbeersträuchern, unterdrücken Unkraut und setzen mit ihren roten Früchten attraktive Akzente.
  • Mittelhohe Heidelbeersorten: Sorten mit einer Wuchshöhe von 60 bis 80 Zentimetern eignen sich hervorragend als Zwischenpflanzung und garantieren, dank unterschiedlicher Reifezeiten, eine lange Ernteperiode.
  • Hochwachsende Heidelbeersträucher und Ziergehölze: Pflanzen, die eine Höhe von 1,50 Metern oder mehr erreichen, bilden den Hintergrund des Beetes und schaffen einen schönen Rahmen. Sie dienen zugleich als Sichtschutz und bringen Struktur in den Garten.

Beachten Sie bei der Auswahl der Pflanzen neben der Wuchshöhe auch die Blütezeiten und Standortansprüche, um ein harmonisches Miteinander zu gewährleisten.

Berücksichtigung der Standortansprüche

Die Wahl des richtigen Standorts ist entscheidend für eine erfolgreiche Kultivierung von Heidelbeeren. Sie bevorzugen sonnige Lagen, profitieren aber auch von einem gewissen Schutz vor intensiver Mittagssonne und Wind. Ein sonniger bis halbschattiger Standort, der besonders am Morgen und am späten Nachmittag direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist, fördert das Wachstum und die Fruchtentwicklung.

Während Heidelbeeren sonnige Plätze lieben, bevorzugen einige Begleitpflanzen andere Lichtverhältnisse. So gedeihen immergrüne Rhododendren besser im Halbschatten, um sie im Winter vor zu starker Sonneneinstrahlung zu schützen. Laubabwerfende Azaleen hingegen sind anpassungsfähig und entwickeln sich sowohl in sonnigen als auch halbschattigen Lagen gut.

Achten Sie bei der Gestaltung des Beetes auf ausreichend Abstand zwischen den Pflanzen, um Konkurrenz um Nährstoffe und Wasser zu vermeiden. Der ideale Boden für Heidelbeeren ist sauer, gut durchlässig und reich an organischem Material.

Preiselbeeren als Unterpflanzung

Preiselbeeren sind, trotz ihrer Assoziation mit Heidelbeeren und ähnlicher Ansprüche an den Boden, weniger geeignet für die Unterpflanzung im Garten. Der Grund liegt in ihren natürlichen Standortanforderungen. Preiselbeeren sind an trockene Waldstandorte angepasst und reagieren empfindlich auf die Feuchtigkeit und Nährstoffversorgung eines typischen Gartenbodens. Infolgedessen können sie sich im Gartenmilieu oft nicht dauerhaft etablieren.

Cranberrys als Bodendecker

Cranberrys sind optimale Unterpflanzen für Heidelbeersträucher. Die immergrünen Zwergsträucher bilden einen dichten Bodenteppich, unterdrücken Unkraut und setzen mit ihren roten Beeren attraktive Akzente. Wie Heidelbeeren bevorzugen sie saure Böden und fügen sich somit perfekt in das Anbauschema ein.

Für eine schnelle Abdeckung und wirksame Unkrautunterdrückung empfehlen wir einen Pflanzabstand von 20 bis 30 cm. Cranberrys breiten sich schnell aus und sind äußerst pflegeleicht.

Pflanzanleitung

  1. Bodenvorbereitung: Lockern Sie die Pflanzfläche auf und arbeiten Sie bei Bedarf saures Substrat ein.
  2. Pflanzlöcher ausheben: Heben Sie für jede Pflanze ein Loch mit einem Abstand von 20 bis 30 cm und einer Tiefe von 15 bis 20 cm aus.
  3. Pflanzung: Setzen Sie die Cranberrys vorsichtig in die Pflanzlöcher und füllen Sie diese mit Erde auf. Gießen Sie die Pflanzen gut an.
  4. Bodenabdeckung: Bedecken Sie die Erde um die Pflanzen herum mit einer Schicht Mulch oder Rindenhumus, um die Feuchtigkeit zu halten und den sauren Zustand des Bodens zu fördern.

Gießen Sie die Cranberrys regelmäßig, besonders in Trockenperioden.

Begleitstauden für Heidelbeeren

Ergänzen Sie Ihr Heidelbeerbeet mit Stauden, die saure Böden bevorzugen. Hier sind einige Arten, die sich besonders gut eignen:

  • Frühlings-Gedenkemein (Omphalodes verna): Diese bodendeckende Staude begeistert im Frühjahr mit ihren blauen Blüten und bildet dichte Teppiche.
  • Kugel-Primel (Primula denticulata): Die Kugel-Primel bereichert das Beet früh im Jahr mit ihren kugeligen Blüten in verschiedenen Farben.
  • Schaumblüte (Tiarella cordifolia): Mit ihren zarten, weißen Blütenkerzen und dem dekorativen Laub ist die Schaumblüte eine prächtige Ergänzung für schattige Bereiche im Heidelbeerbeet.

Diese Begleitpflanzen bieten nicht nur optische Reize, sondern tragen auch zu einem gesunden Pflanzensystem bei, indem sie Lebensraum und Nahrung für bestäubende Insekten schaffen und das Mikroklima rund um die Heidelbeeren verbessern.

Heidelbeeren als Hecke

Heidelbeeren als Hecke

Eine Heidelbeerhecke bietet leckere Früchte und natürlichen Sichtschutz in einem

Eine Hecke aus Heidelbeeren bietet nicht nur einen dekorativen Sichtschutz, sondern auch eine reiche Ernte.

Pflanzung und Gestaltung

Pflanzung und Gestaltung

Die richtige Vorbereitung des Bodens ist entscheidend für gesunde Heidelbeersträucher

  1. Standortwahl: Wählen Sie einen sonnigen bis halbschattigen und windgeschützten Standort.
  2. Bodenvorbereitung: Graben Sie einen 80 cm tiefen Graben aus, verkleiden Sie die Seiten mit Teichfolie und füllen Sie das Beet mit saurer Rhododendronerde und Nadelholz-Rindenkompost.
  3. Pflanzenabstand: Setzen Sie die Heidelbeerpflanzen in einem Abstand von 1,2 bis 1,5 Metern.
  4. Wasser und Pflege: Halten Sie die Heckenpflanzen gut bewässert und mulchen Sie den Boden.
  5. Schnitt und Ernte: Schneiden Sie die Heidelbeerpflanzen regelmäßig, um eine dichte Heckenform zu erreichen.

Vorteile einer Heidelbeerhecke

  • Optischer Mehrwert: Die Heidelbeerhecke bietet zu jeder Jahreszeit einen attraktiven Anblick.
  • Nahrung für Mensch und Tier: Genießen Sie die süßen Früchte und bieten Sie Vögeln und Insekten eine Nahrungsquelle.
  • Natürlicher Sichtschutz: Die Heidelbeerhecke dient als blickdichte Abgrenzung.

Schutz vor Vogelfrass

Schützen Sie Ihre reifen Heidelbeeren vor Vögeln, um Ihren Ernteertrag zu sichern.

  1. Vogelschutznetze: Spannen Sie Vogelschutznetze mit einer Maschenweite von maximal 25 mm über die Sträucher.
  2. Rahmengerüst: Errichten Sie ein Gerüst aus Bambusstäben oder ähnlichem Material und spannen Sie das Netz darüber.
  3. Alternatives Futterangebot: Pflanzen Sie eine Fruchtschmuckhecke mit Vogelnährgehölzen abseits des Heidelbeerbeets.
Bilder: Daniel Meunier / stock.adobe.com