Der Hahnenfuß oder Butterblume – Ein Steckbrief

Im Frühjahr bestimmt eine Pflanze fast jede Frühlingswiese: die gelben Blüten von Hahnenfuß, der in manchen Regionen auch Butterblume genannt wird. Am häufigsten ist der Scharfe Hahnenfuß vertreten, wenn es auch unzählige Sorten dieser Art gibt. Für Gärtner ist der Hahnenfuß ein Unkraut, da er sich nicht nur im Rasen gern ausbreitet.

Butterblume Steckbrief
Der leuchtend gelbe Hahnenfuß ist besser unter dem Namen Butterblume bekannt
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Hahnenfuß – Ein Steckbrief

  • botanischer Name: Ranunculus
  • volkstümliche Namen: Butterblume
  • Arten: über 600 Arten
  • Familie: Hahnenfußgewächse
  • Herkunft: heimische Pflanze
  • Vorkommen: weltweit außer Antarktis
  • Standort: feuchte Wiesen, verdichtete Flächen
  • Einjährig/mehrjährig: mehrjährig
  • Vermehrung: Samen, Wurzelausläufer
  • Höhe: 30 bis 60 Zentimeter
  • Blütenfarbe: gelb, glänzend
  • Blütenaufbau: strahlig, 15 – 25 mm breit, 5 blättrig, vielblütig
  • Blütezeit: Juni bis September
  • Blätter: grün, je nach Sorte glatt, gekerbt, gezähnt oder gesägt
  • Früchte: Balgfrüchte oder Nüsschen
  • Giftigkeit: ja, in allen Pflanzenteilen

Woher hat der Hahnenfuß seinen Namen?

Der Name Hahnenfuß bezieht sich die Blätter, die dem Fuß von Vögeln ähnlich sehen. Butterblume wird er wegen der gelben Blütenblätter genannt, die die Farbe von frischer Butter haben.

Der botanische Name Ranunculus kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Fröschchen. Vermutlich ist er auf den bevorzugten Standort der meisten Hahnenfuß-Arten zurückzuführen, nämlich feuchte Standorte – eben dort, wo auch Frösche leben.

Häufig in Deutschland vorkommende Arten

  • Scharfer Hahnenfuß
  • Brennender Hahnenfuß
  • Knollen-Hahnenfuß
  • Gift-Hahnenfuß

Besonders häufig vertreten ist der Scharfe Hahnenfuß. Er zeichnet sich durch kleine Blüten aus. Zu finden ist er auf Feuchtwiesen und an Teichrändern.

Bei Gärtnern zählte Hahnenfuß zu den Unkräutern, da die Pflanze sich über Samen und Ausläufer stark ausbreitet. Sie ist aus dem Garten und vor allem aus Rasenflächen kaum zu vertreiben. Nur an Gartenteichen wird Hahnenfuß aufgrund seiner hübschen gelben Blüten geschätzt.

Im Gartenbeet wird Hahnenklee nur als Kulturpflanze gezogen. Diese Züchtungen zeichnen sich durch große Blüten und eine nicht ganz so starke Wuchsfreudigkeit aus.

Tipps

Hahnenfuß zählte ursprünglich zu den Heilpflanzen. Aufgrund des enthaltenen giftigen Protoanemonins ist die Pflanze unbekömmlich und kommt deshalb nur noch in der Homöopathie zum Einsatz. Der Pflanzensaft wirkt schon bei Kontakt giftig und kann eine Hahnenfußdermatitis auslösen.

Text: Sigrid Hestermann
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