Gurken nach eigenem Geschmack einmachen

Gurken sind zur Erntezeit günstig im Handel zu haben. Aber sie lassen sich auch problemlos im Gewächshaus oder im Kübel auf dem Balkon mit guten Erträgen kultivieren. Bei einer lohnenden Ernte besteht die Möglichkeit, Gurken selber für den Winter einzumachen.

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Eingelegte Gurken lassen sich nach Lust und Laune würzen

Welche Gurken eignen sich zum Einkochen?

Schlangengurken sind die bekanntesten Salatgurken. Jeder kennt die langen Früchte, die, in Scheiben geschnitten und gut gewürzt, eine leckere Beilage ergeben. Genau dieser Gurkensalat kann auch eingemacht werden.

Einlegegurken verraten bereits durch ihren Namen, wie sie verarbeitet werden. Es handelt sich um kleine bis mittelgroße Gurken, die auf verschiedenste Weise in Gläsern eingemacht werden können.

Welche Varianten gibt es bei eingemachten Gurken?

Am bekanntesten sind die sauren oder Essig-Gurken. Diese liegen mit weiteren Zutaten in einer Essigmarinade.

Bei den Gewürzgurken wird das Einkochen etwas aufwändiger, da vielfältige Gewürze mit in den Einweck-Sud gegeben werden. Hier sind der persönlichen Kreativität keine Grenzen gesetzt. Geeignete Gewürze sind zum Beispiel:

  • Dill
  • Zwiebeln
  • Senfkörner
  • Lorbeerblätter
  • Wacholderbeeren
  • Piment
  • Knoblauch
  • Chili
  • Senf

Probieren Sie auch zusammen mit den Gurken ein paar Möhrenscheiben, etwas Paprika oder kleine Zwiebeln einzulegen.

Eine dritte Variante sind die Salzgurken, eingelegt in einer Salzlake. Die stattfindende Milchsäuregärung konserviert das Gemüse. Bei dieser Art von Gärung bildet sich Vitamin C. Das macht die Salzgurken zum gesunden Vitaminspender in der kalten Jahreszeit.

Eingeweckte Gurken sind mehrere Monate haltbar. Ein geöffnetes Glas sollte im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb weniger Tage verspeist werden.

Wichtige Arbeitsschritte beim Einlegen von Gurken

Zunächst einmal benötigen Sie einen großen Topf für den Sud und genügend Einweckgläser. Hier stehen

  • Gläser mit Schraubverschluss
  • Gläser mit Bügelverschluss
  • und Gläser mit separatem Deckel und Gummiring

zur Verfügung. Verwenden Sie die Gläser, die Ihnen zusagen. Bevor Sie Gurken darin einwecken, müssen Gläser und Gummis bzw. Deckel sterilisiert werden. Geben Sie alles für 10 Minuten in kochendes Wasser oder stellen die Behältnisse für die gleiche Zeit bei 100 Grad in den Backofen.

  1. Schrubben Sie die Gurken nun unter fließendem Wasser mit einer Gemüsebürste ordentlich sauber.
  2. Für Salat müssen die Schlangengurken schält werden, sofern es sich um gespritzte Ware handelt. Schlangengurken schneiden Sie in dünne Scheiben.
  3. Schneiden Sie von den Einlegegurken den Stiel- und den Blütenansatz ab. Hier könnten sich Bitterstoffe eingelagert haben.
  4. Die Gurken bleiben im Glas knackig, wenn sie vor dem Einkochen über Nacht eingesalzen werden.
  5. Gießen Sie am anderen Tag das Gurkenwasser ab, spülen die Gurken unter fließendem Wasser und bereiten einen Essigsud vor.

Natürlich können Sie einen fertigen Gurkenaufguss aus dem Handel zum Einlegen benutzen. Bedenken Sie aber, dass dieser industriell gefertigte Aufguss Konservierungsmittel enthält. Vernünftiger ist es, selber einen Sud herzustellen. Dafür benötigen Sie Wasser und einen guten Essig, beide Zutaten mischen Sie im Verhältnis 1 : 1. Geben Salz und Zucker hinzu, schmecken Sie den Sud nach Ihrem Geschmack ab.

Dem Aufguss können Sie nun Gewürze Ihrer Wahl zugeben. Es empfehlen sich Dill, Senfkörner, Wacholderbeeren, Zwiebeln,
Knoblauchzehen, aber auch eine Handvoll anderer Gemüsestückchen. Hier sind Ihrer Phantasie keine Grenzen gesetzt.

  1. Kochen Sie den Sud mit allen Spezialzutaten auf.
  2. Füllen Sie währenddessen die Gurken in die vorbereiteten Gläser.
  3. Gießen Sie den heißen Sud über das Gemüse. Füllen Sie das Glas bis etwa 1 cm unter den Rand, das Gemüse sollte komplett bedeckt sein.
  4. Verschließen Sie die Gläser.

Das Einwecken der Gurken

Sobald die Gläser gefüllt und verschlossen sind, können Sie diese einkochen. Benutzen Sie dafür einen Einkochautomaten, einen großen Kochtopf oder den Backofen.

Im Einkochautomaten

Stellen Sie die Gläser nicht zu dicht in den Behälter. Sie sollten sich nicht berühren, da sie bei der entstehenden Hitze platzen könnten. Füllen Sie Wasser ein, bis die Gläser etwa zur Hälfte im Wasser stehen. Verschließen Sie den Weckkessel und kochen die Gläser für 25 Minuten bei 90 Grad ein. Lassen Sie die Gläser im Kessel etwas abkühlen. Nehmen Sie sie dann vorsichtig heraus und decken diese mit einem Geschirrtuch ab, bis sie vollständig ausgekühlt sind.

Im Backofen

Heizen Sie den Backofen vor und stellen die Gläser in die Fettpfanne. Gießen Sie Wasser an, bis die Gläser für 2 cm im Wasser stehen. Wecken Sie die Gurken etwa bei 190 Grad für eine halbe Stunde ein. Lassen Sie auch hier die Gläser zunächst im Ofen etwas abkühlen. Nehmen Sie sie dann heraus und bedecken sie zum vollständigen Erkalten mit einem Geschirrtuch.

Im Topf auf der Herdplatte

Legen Sie ein Brettchen oder ein hitzebeständiges Tuch in den Topf und stellen die Gläser darauf. Füllen Sie Wasser auf, bis die Gläser zur Hälfte im Wasser stehen. Schließen Sie den Topf und erhitzen das Ganze. Sobald das Wasser kocht, regeln Sie die Hitze etwas herunter und kochen die Gläser für 30 Minuten ein. Lassen Sie auch hier die Einmachgläser im Topf abkühlen, bevor Sie sie mit einem Tuch bedeckt vollständig auskühlen lassen.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: minadezhda/Shutterstock
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