So können Sie Ginkgo-Blätter selbst trocknen

Der Ginkgo-Baum (Ginkgo biloba) wird in der traditionellen chinesischen Medizin für verschiedene Zwecke eingesetzt, etwa zur Steigerung der Konzentration und zur Verbesserung der Gedächtnisleistung. Lesen Sie, wie Sie die Blätter für Ginkgo-Tee trocknen und worauf Sie beim Teetrinken achten müssen.

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Aus getrockneten Ginkgo-Blättern kann Tee hergestellt werden

Wie erntet man Ginkgo-Blätter zum Trocknen?

Um die Blätter des Ginkgo zum Trocknen zu ernten, gehen Sie am besten wie folgt vor:

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Pflücken Sie die Blätter mitsamt Stiel vom Baum und sammeln Sie sie in einem Korb oder einem ähnlichen Gefäß – das Laub sollte möglichst luftig aufbewahrt werden.

Die beste Zeit für die Ernte von Ginkgoblättern ist das Frühjahr, wenn das Laub noch jung und zart ist. Achten Sie jedoch darauf, keine Blätter von an stark befahrenen Straßen stehenden Bäumen zu ernten – diese sind häufig mit Schadstoffen belastet.

Wie kann man Ginkgo-Blätter schonend trocknen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Ginkgo-Blätter zu trocknen. Diese hängen davon ab, was genau Sie mit den getrockneten Blättern vorhaben.

  • Pressen: Sie können Ginkgoblätter in einer Presse oder zwischen zwei dicken Büchern trocknen. Legen Sie die Blätter dazu zwischen zwei Lagen Löschpapier und belasten Sie diese mit einem Gewicht. Nach ein bis zwei Wochen sind die Blätter getrocknet und können als Ganzes verwendet werden.
  • Trocknen: Wenn Sie die Ginkgo-Blätter nur trocknen wollen, Ihnen aber die Bewahrung von Form und Farbe nicht so wichtig ist, können Sie sie bei 75 °C im Backofen, in einem Dörrautomaten oder an der Luft an einem dunklen und warmen Platz trocknen.

Wie lange halten sich getrocknete Ginkgo-Blätter?

Sofern Sie sie richtig aufbewahren, halten Ginkgo-Blätter nach dem Trocknen etwa neun bis zwölf Monate. Hierzu sollten Sie sie wie folgt aufheben:

  • in ein gut verschließbares Gefäß füllen, z. B. ein Schraubglas
  • Gefäße aus Glas sollten dunkel sein, da Licht die Inhaltsstoffe zerstört
  • trocken, kühl und dunkel stellen

Zudem sollten Sie die Blätter nicht mit bloßen Händen entnehmen, sondern einen sauberen Löffel oder ähnliches verwenden. So gelangen weder Schmutz noch Fäulnisbakterien oder Keime hinein und infizieren die Restblätter. Vor jeder Entnahme sollten Sie außerdem eine Geruchsprobe nehmen: Riechen die Ginkgo-Blätter muffig, sind sie zu entsorgen.

Was kann man mit getrockneten Ginkgo-Blättern machen?

Traditionell wird getrockneter Ginkgo in seinem Herkunftsland China als Teeblatt verwendet. Ginkgo-Tee werden viele gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben. Und so bereiten Sie ihn zu:

  • getrocknete Ginkgo-Blätter zerstampfen
  • pro Tasse ein Teelöffel zerstampfte Ginkgo-Blätter verwenden
  • mit kochendem Wasser aufgießen
  • ca. fünf bis sechs Minuten ziehen lassen

Durch seine charakteristische Form wird das Ginkgoblatt aber auch gern zum Basteln und Gestalten genommen. Hierzu müssen Sie das Blatt, wie in der obigen Frage beschrieben, beim Trocknen pressen.

Kann ich Ginkgo-Blätter auch einfrieren anstatt sie zu trocknen?

Wenn Sie aus den gesammelten Ginkgo-Blättern einen Tee brühen wollten, sollten Sie diese zuvor trocknen. Grundsätzlich können Sie aber auch aus den frischen oder eingefrorenen Blättern des Ginkgo einen Tee bereiten. Nachteil beim Frosten ist allerdings, dass dies über einen längeren Zeitraum einen hohen Energieaufwand erfordert – die Blätter zu trocknen und so aufzubewahren kostet hingegen keine Energie und ist somit auch besser für Klima und Umwelt.

Tipp

Ginkgo-Tee nur in Maßen genießen

Viele Mediziner und andere Experten raten allerdings davon ab, Ginkgo-Tee regelmäßig oder in größeren Mengen zu trinken. Der Tee enthält Ginkgolsäure, die Allergien auslösen sowie Unwohlsein bis hin zu Durchfall und Erbrechen verursachen kann. Schwangeren, Stillenden sowie Menschen, die blutverdünnende Medikamente nehmen, wird der Konsum sogar gänzlich untersagt.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: NadyaTk/Shutterstock