Gewächshaus reinigen – zwei Mal gründlich im Jahr

Selbst bei sorgfältigstem Arbeiten machen sich Staub, Schmutz und andere Fremdkörper innen und außen breit, sodass wenigstens zwei Mal jährlich ein gründliches Gewächshaus reinigen eingeplant werden muss. Danach geht es nicht nur den Pflanzen viel besser, auch das Haus hält ein paar Jahre länger.

Gewächshaus sauber machen
Kranke oder abgestorbene Pflanzen sollten möglichst zeitnah entfernt werden, um Infektionen zu vermeiden

Wenn es regelmäßig sauber gehalten wird, muss auch das halbjährliche Großreinemachen im Treibhaus nicht zu einem zweitaufwendigen Kraftakt werden. Zumindest während der letzten Spätsommertage und zum Beginn der neuen Vegetation Anfang März steht bei den meisten Gartenfreunden das Gewächshaus reinigen auf dem Plan. Zuviel Schmutz auf den Scheiben stört die Pflanzen beim Wachstum und fördert die Fäulnisbildung, wenn es sich um ein Holzgerüst handelt. An Hilfsmitteln sollte Folgendes zur Verfügung stehen:

  • stabile Trittleiter
  • Wassereimer
  • Gartenschlauch
  • Autowaschbürste und Malerquast
  • Spachtel, Schwämme, Wischlappen, Fensterleder
  • ggf. Pinsel, Rostschutzfarbe, Holzschutzmittel, Lack
  • Haushaltsreiniger und Fensterputzmittel
  • jede Menge kaltes und handwarmes Wasser
  • Desinfektionslösung und Sprühgerät

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Die Außenreinigung der Fensterflächen

Optimal, wenn es am Tag des Großreinemachens einigermaßen windstill ist und die Sonne nicht allzu intensiv auf die Gewächshausfenster strahlt. Sicher ist sicher, von daher trennt man zunächst alle elektrischen Verbraucher im Haus vom Stromnetz. Als Erstes sollte nun die gesamte Außenhülle des Hauses per Schlauch oder einer Gartenbrause und mit nicht zu wenig Wasser eingeweicht werden, damit sich der gröbste Schmutz lösen kann. Anschließend kann der Innenraum bei dieser Gelegenheit gleich auf eventuelle Undichtheiten überprüft werden. Lüftungsschlitze, Fensteröffnungen und Türen aber auch Durchbrüche von Versorgungsleitungen sind besonders kritische Stellen, die im Winter oft für unnötige Wärmeverluste sorgen. Danach geht es mit der Feinarbeit weiter:

  • Außenseiten mit lauwarmem Wasser und einem kräftigen Schuss Haushaltsreiniger Stück für Stück und von oben nach unten mit einer Malerwandbürste reinigen; Sauberkeit der Dachentwässerung ebenfalls kontrollieren;
  • Glasflächen mit Fensterreiniger und Ledertuch polieren (wirkt auch Regenwasser abweisend!);
  • Wandpaneele und Rahmenelemente besonders zum Erdboden hin auf Beschädigungen überprüfen und ggf. mit Schutzanstrich und Farbe ausbessern;

Gewächshaus reinigen im Innenbereich

Am einfachsten geht es weiter, wenn alle beweglichen Zubehöreinrichtungen aus dem Innenraum entfernt werden. Dem Boden wollen wir uns jetzt nicht widmen, über seinen optimalen Zustand haben wir bereits in einem anderen Artikel berichtet.

  • Kübelpflanzen, Topfstauden und Pflanzenampeln am Besten ins Freie bringen oder bei Bedarf abdecken;
  • Pflanzenreste, Abfall und Müll aus dem Innenraum entsorgen;
  • alle Innenflächen und Rahmenteile mit dem Malerquast gründlich vom anhaftenden Schmutz befreien, die Glasflächen hinterher mit Fensterreiniger säubern und mit einem Lederlappen polieren;
  • Regale, Schränke, Pflanztische, Heizungs- und Belüftungspaneele sowie die Beleuchtungs- und Bewässerungseinrichtungen feucht reinigen;

Auch hier gilt wie beim Gewächshaus reinigen außen, alle tragenden Elemente sowie die Fenster auf Beschädigungen und eventuelle Undichtheiten zu überprüfen und ggf. instand zusetzen.

Tipps

Absolute Keimfreiheit gibt es im Gewächshaus nur selten, aber schon das abschließende Aussprühen des gesamten Innenraums mit einem Desinfektionsmittel kann den Pflanzenbestand vor einem Befall schützen. Drucksprüh- oder Kärcher-Geräte erleichtern diese wichtige Arbeit wesentlich.

Text: Fred Lübke

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