Treibhaus frostfrei
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Gewächshaus im Winter frostfrei zu halten

Das frostfreie Gewächshaus für sicheres Pflanzenwachstum

Wer die Aufzucht von Gemüse, exotischen Früchten, Orchideen oder Tropenpflanzen professionell angehen will, wird nicht umhin kommen, sein Gewächshaus frostfrei über den Winter zu bekommen. Welche Heizung am zweckmäßigsten ist, kommt auf die Aufzuchtziele, wie auch auf das finanzielle Budget an.

Mit dem richtigen Equipment, an das bereits bei der Bauplanung gedacht werden sollte, ist es selbst bei klirrendem Frost kein Problem, sein Gewächshaus frostfrei zu halten. Der Aufwand, der dafür betrieben werden muss, ist allerdings auch beim Frostschutz sehr stark vom Verwendungszweck und der geplanten Bepflanzung abhängig. Sollen nur Topfpflanzen überwintern, kann unter Umständen ein preiswertes Kalthaus genügen, das bei Extremtemperaturen mit Stroh- oder Schilfmatten abgedeckt wird. Orchideen- und Jungpflanzenzüchter sei jedoch empfohlen, ihr Gewächshaus mit einer separaten Wärmequelle auszustatten oder gleich mit der im Wohnhaus installierten Heizungsanlage zu verbinden.

Gewächshaus frostfrei halten mit Öl, Gas, Elektro oder Solar?

Welche Art der Beheizung grundsätzlich gewählt wird, ist in erster Linie abhängig von den örtlichen Gegebenheiten, was die zentrale Energieversorgung anbelangt, sodass meistens nur wenige Optionen für die Entscheidung infrage kommen. Wichtig sind ebenso die eigenen Ansprüche und nicht zu vergessen, ist Frostschutz für die Pflanzen auch eine finanzielle Frage. Während dem Einen das Aufstellen von Petroleumlampen oder Omas Küchenherd mit Holzfeuerung zur Überwinterung seiner Kübelpflanzen genügt, legen Gemüseanbauer vielleicht Wert auf eine 5 kW propangasbetriebene Gewächshausheizung. Zu den geläufigsten professionellen Heizungsarten zählen:

  • Anschluss an die Warmwasserheizung des Hauses;
  • Ölheizung (als Erweiterung der Hausheizung);
  • Gasheizung (Propan-Gasflaschen oder separater Erdtank);
  • Elektrogebläseheizung (kleine Bauart und praktisch, wenn bereits eine Fotovoltaikanlage am Wohngebäude installiert ist);
  • Solarheizung (exklusive Paneele nur für den Frostschutz im Gewächshaus);
  • Petroleumheizung (transportable Anlage, um Gewächshaus frostfrei zu halten, wenn nur eine kurzfristige Beheizung erforderlich ist);

Gute Isolierung erhöht den Frostschutz

Um ein Gewächshaus frostfrei zu bekommen, sollte zunächst die vorhandene Isolierung auf den Prüfstand, die nicht selten mit sehr einfachen Mitteln und nur geringem finanziellen Aufwand wesentlich zu einer Erhöhung der Innentemperaturen im Pflanzenhaus beiträgt. Sollen lediglich Kübelpflanzen unter Frostschutz überwintern, ist es von Vorteil, wenn Sie über die Wohlfühltemperaturen von Bleiwurz, Hibiskus & Co. Bescheid wissen. Eventuell hilft es bereits, eine wärmeisolierende Noppenfolie am Außenbereich anzubringen.

Ein bequemer und (fast) wartungsfreier Frostschutz

Geräuschlos und ohne Abgase kann ein Gewächshaus frostfrei werden, indem Wärmekabel bzw. elektrische Heizschleifen in einer Erdschicht unter den Pflanzen verlegt werden. Das Funktionsprinzip dabei ist ähnlich der Fußbodenheizung in Wohnbauten, die über einen Temperaturregler exakt gesteuert werden können, um möglichst optimale Wärmewerte bei minimalem Energieeinsatz zu gewährleisten.

Tipps

Bedenken Sie bei der Auswahl der verschiedenen Heizungsarten, dass hierfür mitunter der Einsatz eines Fachbetriebs in Erwägung gezogen werden muss. Teilweise wird seitens des Gesetzgebers auch die Einhaltung bestimmter Wartungsfristen gefordert. Und: Es kann eine Baugenehmigung fällig werden, wenn Sie Ihr Gewächshaus frostfrei machen wollen, zumindest bei stationären Heizungsanlagen.

Text: Fred Lübke

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