Sieben Möglichkeiten, das Gewächshaus zu beheizen

In den Wintermonaten ist frisches Gemüse aus dem eigenen Garten rar. Aromatische Tomaten, saftige Paprika und knackige Salate, die Sie in der Supermarkttheke finden, haben hingegen meist einen langen Transportweg hinter sich. Wenn Sie Ihr Gewächshaus beheizen, können Sie selbst ganzjährig Nutzpflanzen anbauen und ernten.

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Welches System sich am besten fürs Beheizen eignen, hängt vor allem von der Größe des Gewächshauses ab

Folgende Möglichkeiten und ihre Vor- und Nachteile möchten wir im nachfolgenden Artikel näher erläutern:

  • Kerzen
  • Anschluss an die Heizanlage eines Wohnhauses
  • Öleinzelofen
  • Gaseinzelofen
  • Elektroofen
  • Holzofen
  • Solarstrom

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Gewächshaus mit Kerzen beheizen

Diese Variante ist sehr einfach umzusetzen und gleichzeitig die preiswerteste. Allerdings lässt sich die Temperatur auf diese Weise nur um einige Grad steigern. Bewährt hat sich ein kleiner Teelichtofen, den Sie selbst bauen oder kaufen können. Dieser wandelt die Konvektionswärme der Kerze in Strahlungswärme um. Stellen Sie mehrere dieser Heizquellen auf, lässt sich das Glashaus um ein bis vier Grad erwärmen. Das genügt in der Regel, um das Gewächshaus frostfrei zu halten.

Gewächshaus an die Heizungsanlage des Hauses anschließen

Dies dürfte, bezüglich der laufenden Kosten, die günstigste und gleichzeitig effektivste Möglichkeit sein. Das im Wohnhaus erzeugte Warmwasser wird direkt über ein Rohrleitungssystem zum Heizkörper im Glashaus geleitet. Allerdings ist der Aufwand der Installation recht hoch und lässt sich meist nur durch einen Heizungsexperten realisieren.

Öleinzelofen

Mit einem kleinen Ofen, befeuert mit fossilem Heizöl, können Sie das Gewächshaus eigenständig heizen. Er verfügt über eine Brennkammer und einen integrierten Öltank, der regelmäßig befüllt werden muss. Wegen der bei der Verbrennung entstehenden, schädlichen Gase benötigt er eine von einem Fachmann installierte Ableitung. Allerdings ist der Öleinzelofen hinsichtlich des Umweltaspektes nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit.

Gaseinzelofen

Insbesondere wenn Sie regeneratives Bio-Gas nutzen sind Gasheizungen ökologisch sinnvoller als ein Öleinzelofen. Zudem ist der Wirkungsgrad eines Gasofens höher als jener des Ölofens und bei der Verbrennung entstehen deutlich weniger Abgase. Durch die Gasheizung steigt der Gehalt an CO2 im Inneren des Glashauses, was sich durchaus positiv auf das Pflanzenwachstum auswirkt. Sie können den Ofen mit einzelnen Gasflaschen oder über einen außerhalb des Gewächshauses platzierten Gastank befeuern.

Elektroofen

Es ist naheliegend, das Treibhaus mit Strom zu beheizen. Allerdings ist dies, gerechnet auf die gesamte Wintersaison, eine sehr teure Alternative. Das lohnt sich allenfalls dann, wenn Sie im Spätherbst und Frühling die Temperatur um einige Grad steigern wollen.

Holzofen

Diese Möglichkeit ist wenig empfehlenswert, da sich die abgestrahlte Wärme durch holzbefeuerte Öfen nicht gut regeln lässt. Zudem müssen Sie mehrmals täglich Brennstoff nachlegen. Eine passende Rauchabführung durch die Seitenwand oder das Dach ist ebenfalls unerlässlich.

Solar-Gewächshausheizung

Diese Variante ist ökologisch sehr verträglich und sorgt für eine gleichmäßige Temperatur im Glashaus, allerdings ist die Installation nicht ganz preiswert. Reicht die Sonnenenergie nicht, müssen Sie unter Umständen mit Strom zuheizen.

Tipps

Um Frost abzuhalten sollte das Gewächshaus über eine gute Isolation verfügen. Günstig und wirkungsvoll ist lichtdurchlässige Noppenfolie, die Sie in mehreren Lagen anbringen. Die Folie lässt sich im Frühjahr problemlos wieder entfernen und kann im nächsten Winter wiederverwendet werden.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: yoshi0511/Shutterstock

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