Fuchsienstamm richtig pflegen und erziehen

Fuchsien mit ihren exotischen, farbintensiven Blüten sind beliebte Zierpflanzen für Balkon und Terrasse. Die mehrjährigen (aber nicht winterharten!), meist buschig wachsenden Pflanzen verholzen mit zunehmendem Alter und lassen sich daher prima zum Hochstämmchen erziehen.

Fuchsie Hochstamm
Mit etwas Geduld lässt sich eine Fuchsie zum Stämmchen erziehen

Der passende Standort für Ihr Fuchsienstämmchen

Wie so viele Fuchsien mögen auch Fuchsienstämme am liebsten einen hellen Standort, an dem sie jedoch nicht der direkten Sonne ausgesetzt sein wollen. Zwar gibt es einige sonnenverträgliche Sorten, doch als typische Regenwaldpflanzen brauchen Fuchsien eher den lichten Schatten. Als Substrat eignet sich eine mäßig nährstoffreiche, lockere und humose Erde. Achten Sie vor allem auf eine gute Topfdrainage, denn Fuchsien vertragen keine Staunässe.

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So erziehen Sie einen Steckling zum Fuchsienhochstamm

Um einen jungen Fuchsiensteckling erfolgreich zum Fuchsienstämmchen zu erziehen, brauchen Sie viel Geduld – und die richtige Sorte. Wählen Sie eine starkwüchsige, möglichst aufrecht wachsende (auch manche halb hängenden eignen sich) Fuchsie und schneiden Sie im Juli etwa 10 bis 15 Zentimeter lange Stecklinge von dieser.

  • Entfernen Sie alle Blätter bis auf die obersten vier.
  • Pflanzen Sie die Stecklinge in ein Sand-Torf-Gemisch
  • oder alternativ in handelsübliche Anzuchterde.
  • Stellen Sie die Anzuchttöpfe (8,99€ bei Amazon*) an einen geschützten Ort.
  • Die Stecklinge sind bewurzelt, sobald sich neue Blätter bilden.
  • Pflanzen Sie die bewurzelten Stecklinge in ein Gemisch aus Sand und Universal- oder Blumenerde.
  • Entfernen Sie sämtliche neuen Blätter und Triebe.
  • Stützen Sie die junge Fuchsie bei Bedarf mit einem Pflanzstab ab.

Weitere Blätter und Triebe werden so lange vom Hauptstamm entfernt, bis dieser die gewünschte Höhe erreicht hat. Nun können Sie sie wachsen lassen und die Krone des Bäumchens durch gezielte Rückschnitte formen.

Fuchsienhochstamm richtig schneiden

Regelmäßig vor dem Einräumen ins Winterquartier sollten Sie das Fuchsienstämmchen etwa um ein Drittel bis zur Hälfte zurückschneiden, wobei vor allem die Blütentriebe sowie vergilbte und vertrocknete Triebe entfernt werden sollten. Der eigentliche Formschnitt erfolgt schließlich im Februar, kurz vor dem Ende der Winterpause. Dabei nehmen Sie die vorjährigen Jahrestriebe bis auf maximal zwei Blattpaare zurück und schneiden zudem vertrocknete sowie vergeilte Triebe weg. Der regelmäßige Rückschnitt ist bei Fuchsien sehr wichtig, da die Pflanzen sonst von innen vergreisen und immer weniger Blüten ausbilden.

Tipps

Achten Sie darauf, möglichst wenig ins alte Holz zu schneiden – je nach Art und Sorte wird Ihr Fuchsienhochstamm daraus nur sehr schwer wieder austreiben.

Text: Ines Jachomowski

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