filtergraben
Ein Filtergraben kommt vor allem bei großen Teichen zum Einsatz

Teich mit Filtergraben

Um einen Gartenteich sauber zu halten, gibt es verschiedene etablierte Möglichkeiten. Welche davon jeweils geeignet ist, orientiert sich an der Teichgröße, der Teichfunktion und dem ökologischen Anspruch des Besitzers. Hier nehmen wir einmal den Filtergraben unter die Lupe.

Der Filtergraben als natürliche Filterkammer

Eines vorweg: Die Teichfilteroption des Filtergrabens eignet sich nur für große Grundstücke. Denn je nach Teichfunktion muss der Graben einen gehörigen Volumenanteil des Teichs selbst einnehmen. Besonders groß muss der Graben bei Teichen sein, die durch viel Wasserbewegung und Fremdkörpereinschwemmung besonders belastet sind. Dazu gehören vor allem:

  • Teiche mit Fischbestand
  • Schwimmteiche

Bei diesen Teicharten sollte der Filtergraben mindestens 20% der Teichgröße einnehmen. Bei Fischteichen mit hoher Bestandsdichte ist es sogar ratsam, den Filtergraben genauso groß wie den Teich selbst zu gestalten.

Funktionsweise des Filtergrabens

Ein Filtergraben wird in der Nähe des Teichs angelegt und über einen unterirdischen Schlauch mit ihm verbunden. Seine Aufgabe ist es, das Teichwasser im Sinne einer Filterpumpanlage stetig durchzuspülen und gereinigt wieder an den Teich abzugeben. Das bedeutet: Eine Umwälzpumpe am Ende des Grabenverlaufs ist meist trotzdem nötig. Sie fördert das Wasser vom Grabeneinlauf zum Ausgang und wieder in den Teich hinein. Der Unterschied zur kompletten Filterpumpanlage: Die Wasserreinigung übernehmen anstatt der Filtereinsätze Pflanzen.

Die reinigende Kraft der Pflanzen

Ein Filtergraben muss darum mit Pflanzenarten bestückt werden, die einen besonders hohen Nährstoffumsatz haben. Sie sollen neben Schwebstoffen auch Aminosäuren abbauen, Nitrat zu Stickstoff umwandeln und Sauerstoff abgeben. Pflanzen, die das gut können, sind zum Beispiel:

  • Kalmus
  • Rohrkolben
  • Froschbiss
  • Krebsschere
  • Wasserstern

Wenn Sie solche Klärungspflanzen im Filtergraben einsetzen, können Sie Ihren Teich rein nach zierenden Aspekten bepflanzen.
Um den Klärungsverlauf optimal von grob zu fein zu gestalten, sollten Sie an den Anfang des Grabens Röhrichte und Schwimmblattpflanzen ansetzen und weiter hinten feiner verzweigte Unterwasserpflanzen.

Form und Aufbau des Grabens

Damit der Wasserdurchfluss möglichst ungestört vonstatten gehen kann, sollte der Graben bestenfalls gerade verlaufen. Das ist ganz nebenbei auch fürs Bauen und Auslegen mit Folie einfacher. Im Anfangsbereich sollten Sie den Graben mit möglichst kalkfreien Kieselsteinen ausschütten. Damit der Graben möglichst wenig stört und nicht so viel Nutzfläche im Garten wegnimmt, ist es sinnvoll, ihn an einer langen Randseite anzulegen.

Text: Caroline Strauss Artikelbild: josefkubes/Shutterstock

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