Die Feuerdorn-Hecke: Dichter Schutz für Ihr Grundstück

Mit seinen großen und starken Dornen bildet der immergrüne Feuerdorn nahezu undurchdringliche Hecken, die sich gut als naturnahe Grundstücksbegrenzung eignen. Im Frühjahr schmückt sich das Gehölz mit zart duftenden Blütendolden. Im Inneren der Hecke finden Vögel einen geschützten Ort zur Aufzucht Ihrer Jungen. Gleichzeitig dienen die leuchtend orange-roten Früchte des Feuerdorns unseren gefiederten Freunden als wertvolle Nahrung während der Wintermonate.

Feuerdorn Hecke

Die Pflanzung

Der Feuerdorn gedeiht gut in wasserdurchlässigem Mutterboden und bevorzugt einen vollsonnigen Standort. Bringen Sie in die Pflanzlöcher eine Dränageschicht aus Kies ein, da das Gehölz auf ein Zuviel an Wasser mit Wurzelfäule reagiert. Der optimale Pflanzabstand beträgt dreißig Zentimeter bei Schnitthecken. Planen Sie eine Hecke mit natürlichem Wuchs darf der Abstand einen Meter und mehr betragen.

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Gießen und Düngen

Die Feuerdornhecke benötigt wenig Pflege. Da der Feuerdorn ein Tiefwurzler ist, muss er nur während längerer Trockenperioden gelegentlich gewässert werden. Schwemmen Sie in diesem Fall die Pflanze durchdringend. Ein Düngergabe mit stickstoffhaltigen Düngemitteln im Frühjahr belohnt der Feuerdorn mit reichem Blüten- und Fruchtansatz. Gut geeignet ist vollreifer Kompost oder organischer Dünger.

Den Feuerdorn schneiden

Der Feuerdorn ist gut schnittverträglich. Ohne Rückschnitt wächst das Gehölz meist etwas sparrig und erreicht Höhen von bis zu sechs Metern. Ohne regelmäßigen Schnitt neigt der Feuerdorn dazu, kopflastig zu wachsen und nach und nach unschön in sich zusammenzusinken.

So gelingt der Heckenschnitt

Kürzen Sie deshalb die langen Triebe ohne Verzweigungen mit einer scharfen Rosen- oder Astschere ein. Da sie dadurch zum Neuaustrieb angeregt werden, wachsen die Jungpflanzen so rascher zu einer dichten und gleichmäßigen Hecke heran. Geben Sie der Feuerdorn-Hecke eine leicht runde Kontur, damit mehr Licht ins Innere dringen kann. Etwas größer gewachsene Hecken können Sie alternativ mit der elektrischen Heckenschere (22,00€ bei Amazon*) in Form bringen.

Schnittzeitpunkt

Im zeitigen Frühjahr Anfang März ist der richtige Zeitpunkt für starke Rückschnitte. Im Juni oder Juli, wenn die hübschen Blütendolden verblüht sind und der Strauch gerade Früchte ansetzt, können Sie kleinere Korrekturschnitte vornehmen. Schneiden Sie nicht alle Blüten ab damit genügend Nahrungsreserven für Vögel erhalten bleiben.

Schneiden Sie die Hecke stets an bewölkten Tagen oder in den Abendstunden. In der prallen Mittagssonne geschnittene Hecken erleiden einen Sonnenbrand an den jungen Blättern, der die Gehölze schwächt. Ab September sollten Sie keine Rückschnitte mehr vornehmen, damit das Holz bis zu den ersten Frösten gut ausreifen kann.

Sortenwahl

Leider sind einige Feuerdornsorten anfällig für Feuerbrand und Schorf. Zudem sind nicht alle Feuerdorn-Arten vollständig winterhart. Achten Sie bei der Auswahl auf resistente Sorten, denen auch längere Frostphasen nichts anhaben können.

Tipps & Tricks

Der Feuerdorn mit seinen dichten Stacheln wird von vielen seltenen Vogelarten als geschützter Rückzugsort vor Feinden wie Katzen oder Mardern genutzt. Nehmen Sie beim Schnitt Rücksicht auf brütende Vögel und stören Sie die Tiere nach Möglichkeit nicht.

Text: Sabine Kerschbaumer

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