Fettkraut über Blattstecklinge oder Samen vermehren

Fettkraut ist eine fleischfressende Pflanze, die sich recht einfach selbst vermehren lässt. Die Vermehrung erfolgt über Blattstecklinge oder die Aussaat von Samen. Was Sie beachten müssen, wenn Sie die pflegeleichte Pinguicula selbst vermehren möchten.

Fettkraut Stecklinge
Fettkraut lässt sich bestens über Stecklinge vermehren

Fettkraut aus Stecklingen vermehren

Am einfachsten lässt sich Fettkraut über Stecklinge vermehren. Die beste Zeit für die Vermehrung ist der Spätsommer.

  • Blätter mit Stiel schneiden
  • Töpfe mit Weißtorf oder Karnivoren-Erde füllen
  • Blätter in feuchtes Substrat stecken
  • Substrat gut feucht halten
  • gegebenenfalls mit Plastikhaube abdecken

Nutzen Sie zum Schneiden der Stecklinge ein scharfes, sauberes Messer, damit ein glatter Schnitt entsteht. Am Blatt muss unbedingt ein Stückchen Stiel verbleiben.

Der Stiel des Blattstecklings wird so tief in die Anzuchterde gesteckt, dass nur noch das Blatt herausschaut. Halten Sie die Erde gut feucht, vermeiden Sie aber Staunässe. Stellen Sie den Steckling warm und hell auf.

Fettkraut aus Samen vermehren

Samen für Fettkraut bekommen Sie im gutsortierten Fachhandel. Sie können aber auch versuchen, Samen selbst zu gewinnen. Ziehen Sie Pinguicula im Haus, müssen Sie die Befruchtung mittels eines Pinsels selbst übernehmen.

Aus den verblühten Blüten bilden sich die typischen Samenbeutel. Der schwarze Samen fällt heraus, sobald er reif ist. Um ihn aufzufangen, können Sie die Blüte mit einer Tüte umhüllen.

Lassen Sie den Samen gut trocknen, damit Sie ihn im folgenden Jahr aussäen können.

So säen Sie Fettkraut aus

Die beste Zeit für die Aussaat von Fettkraut ist der Frühling. Bereiten Sie zunächst Anzuchtgefäße mit Karnivorenerde oder einem Gemisch aus Weißtorf, Quarz, Sand und etwas Lehm vor.

Streuen Sie den Samen nicht zu dicht auf die Oberfläche und drücken Sie ihn leicht an. Pinguicula gehört zu den Lichtkeimern und darf nicht mit Substrat bedeckt werden.

Stellen Sie die Töpfe an einen halbschattigen, aber hellen Ort. Halten Sie die Oberfläche feucht, vermeiden Sie dabei Staunässe. Nach dem Auflaufen pikieren Sie die Jungpflanzen.

Tipps

Es gibt einige heimische Fettkraut-Arten in Deutschland. Sie alle sind aufgrund veränderter Umweltbedingungen vom Aussterben bedroht und stehen unter Naturschutz. Entnehmen Sie deshalb niemals Samen oder Pflanzen von Pinguicula aus der freien Natur.

Text: Sigrid Hestermann
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