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Der Wolfsmilch-Kaktus ist sehr genügsam

Euphorbia ingens – über die Pflege der Kaktus-Wolfsmilch

Rein optisch betrachtet wirkt der Wolfsmilch Kaktus (Euphorbia ingens) wie eine größere Variante der Dreikantigen Wolfsmilch (Euphorbia trigona). Obwohl es sich bei diesem sukkulenten Baum aus botanischer Sicht nicht wirklich um einen Kaktus handelt, so sind die Ansprüche bei der Pflege doch durchaus ähnlich.

Wie oft sollte Euphorbia ingens gegossen werden?

Die aus dem südlichen Afrika stammende Euphorbia ingens kommt mit „Durststrecken“ durchaus gut zurecht. Sie sollten den Wolfsmilch Kaktus daher nur alle ein bis zwei Wochen kräftig wässern, anschließend überschüssiges Wasser aus dem Untersetzer entfernen und die Erde bis zur nächsten Wassergabe antrocknen lassen. Während der Winterruhe sollte diese Pflanzenart überhaupt nur einmal monatlich gegossen werden.

Was ist beim Umtopfen der Kaktus-Wolfsmilch zu beachten?

Verwenden Sie als Substrat beim Umtopfen keinesfalls gewöhnliche Blumenerde, da diese oftmals hohe Torfanteile und zu viele Nährstoffe enthält. Mit spezieller Kakteenerde schaffen Sie dagegen die Grundlage für ein gesundes Wachstum in begrenztem Ausmaß.

Wann und wie kann eine Kaktus-Wolfsmilch geschnitten werden?

Ganz generell sind die meisten Wolfsmilcharten nicht unbedingt sehr schnittverträglich. Bei einer Euphorbia ingens kann der Schnitt aber mit der Zeit zwingend notwendig werden, da ältere Exemplare unter günstigen Bedingungen bis zu 1 m Zuwachs pro Jahr aufweisen können. Tragen Sie dann unbedingt Schutzhandschuhe, um beim Schnitt nicht mit dem giftigen Milchsaft in Berührung zu kommen. Großflächige Schnittstellen erfordern außerdem eine großzügige Raumbelüftung.

Welche Schädlinge können bei der Pflege von Euphorbia ingens zum Problem werden?

Die folgenden Schädlinge finden sich manchmal auf einem Wolfsmilch Kaktus und können die Pflanze schwächen:

  • Larven der Weißen Fliege
  • Spinnmilben
  • Larven der Trauermücken
  • Dickmaulrüssler

Oft helfen Veränderungen der Standortbedingungen wie eine höhere Luftfeuchtigkeit als Vorbeugung gegen einen Schädlingsbefall. Sollten chemische Hilfsmittel aus dem Fachhandel vermieden werden, können viele Schädlinge auch mit einer Schmierseifenlösung abgebürstet werden.

Welche Krankheitsbilder treten bei der Kaktus-Wolfsmilch häufig auf?

Nicht selten führen Staunässe und Überdüngung zur Fäulnisbildung aufgrund von Pilzerkrankungen. In einem solchen Fall kann so mancher Wolfmilch Kaktus noch gerettet werden, wenn er rechtzeitig abgeschnitten und wie ein Ableger neu bewurzelt wird.

Wie wird der Wolfsmilch Kaktus optimal gedüngt?

Damit Ihnen diese Wolfsmilchart nicht über den Kopf wächst, sollte wenig bis überhaupt nicht gedüngt werden. Schwach dosierte Düngergaben sollten wenn überhaupt während der Sommerlichen Freiluftsaison und nicht während der kühleren Winterruhe erfolgen.

Wie bringt man die Kaktus-Wolfsmilch gut durch den Winter?

Da Euphorbia ingens wie etliche andere Wolfsmilcharten auch nicht winterhart ist, sollte sie nach einem Sommer im Freien rechtzeitig in einen mindestens 15 Grad Celsius warmen Raum mit viel Tageslicht gebracht und dort relativ trocken gehalten werden.

Tipps

Aufgrund des mitunter enormen Wachstums macht die Pflege von Euphorbia ingens auf einer Fensterbank nicht wirklich Sinn. Damit die Pflanze allgemein nicht zu schnell zu groß wird, sollte von Anfang an auf eine mäßige Nährstoffzufuhr geachtet werden.

Text: Alexander Hallsteiner Artikelbild: THPStock/Shutterstock

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