Brotzeit-Klassiker selbst gemacht: Essiggurken einlegen

Bei Gurken aus dem eigenen Garten können Sie sich darauf verlassen, dass sie frei von Pestiziden gewachsen sind. Ihre eigene Ernte können Sie für ein ganzes Jahr haltbar machen, wenn Sie Essiggurken herstellen.

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Das Einlegen von Gurken wird in Deutschland schon seit Jahrhunderten praktiziert

Kann ich nur bestimmte Gurken einlegen?

In jedem Gartencenter werden Sie Saatgut für zwei verschiedene Gurkensorten finden: Salatgurken oder Schlangengurken und Einlegegurken. Die Gewächse gehören der gleichen Art an, weisen aber unterschiedliche Eigenschaften auf. Einlegegurken haben eine weniger ebenmäßige Oberfläche, bleiben kleiner und sind robuster. Wenn die Ernte der Salatgurken jedoch höher ausfällt als erwartet, können Sie bedenkenlos die jungen Früchte ernten und zum Einlegen verwenden. Eventuell weicht der Geschmack etwas von dem Ihnen bekannten Essiggurkengeschmack ab, da Salatgurken ein intensiveres Gurkenaroma besitzen.

Ein bewährtes Rezept für Essiggurken

Das Einlegen in Essigwasser ist eine bewährte Methode für das Haltbarmachen von Lebensmitteln. Zu Zeiten, in denen es weder Gefrierschränke, Konservendosen noch Importe aus anderen Ländern gab, versorgten sich die Haushalte unter anderem auf diese Weise in der kalten Jahreszeit mit Gemüse.
Das Einlegen von Essiggurken ist keine große Kunst, wenn Sie sich an das folgende Grundrezept halten. Besonders wichtig beim Konservieren von Lebensmitteln ist hygienisches Arbeiten, damit das Einlegegut nicht mit Keimen in Berührung kommt und verdirbt.

Für das Einlegen von einem Kilogramm Gurken in Essigsud benötigen Sie:

  • 1 kg Einlegegurken oder jung geerntete Salatgurken
  • 1 l Wasser
  • 0,5 l Weißweinessig, Tafelessig oder Gewürzessig
  • 1 Zwiebel
  • 1 Bund frischen oder 2 TL getrockneten Dill
  • 2 EL Salz
  • 300 g Zucker
  • Gewürze nach Belieben: Senfkörner, Pfefferkörner, Wacholderbeeren, Lorbeerblätter, Piment
  • große Einmachgläser

Schritt für Schritt:

  1. Bereiten Sie zunächst die Einmachgläser vor, indem Sie sie mit kochendem Wasser ausspülen oder im Backofen sterilisieren.
  2. Waschen Sie die Gurken, bürsten Sie sie bei Bedarf mit einer Gemüsebürste ab und entfernen Sie eventuell vorhandene Blütenreste und lange Stiele.
  3. Optional können Sie die Gurken in Scheiben oder Spalten schneiden. Klassischerweise bleibt das Gemüse jedoch am Stück.
  4. Stellen Sie die ganzen Gurken senkrecht in die Gläser oder füllen Sie die Gurkenstücke hinein.
  5. Die in Würfel oder Ringe geschnittene Zwiebel und der gehackte Dill kommen ebenso mit in die Gläser wie die ausgewählten Gewürze.
  6. Kochen Sie den Sud, indem Sie Wasser und Essig in einen ausreichend großen Topf geben, Zucker und Salz dazugeben und das Ganze kochen lassen, bis Zucker und Salz sich aufgelöst haben.
  7. Füllen Sie die Gläser vollständig mit dem kochenden Essigsud auf und verschließen Sie sie sofort.
  8. Lassen Sie die Essiggurken mindestens zwei Wochen lang an einem dunklen, kühlen Ort durchziehen. Ihr Aroma verbessert sich mit längerer Ziehzeit stetig.
  9. Verbrauchen Sie die Essiggurken innerhalb eines Jahres. So sind Sie bis zur nächsten Erntesaison versorgt.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: Sea Wave/Shutterstock
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