Erbsen

Erbsen düngen: So unterstützen Sie gesundes Wachstum

Artikel zitieren

Die erfolgreiche Kultivierung von Erbsen erfordert eine gezielte Nährstoffversorgung, die den spezifischen Bedürfnissen dieser Pflanze gerecht wird. Dieser Artikel bietet eine umfassende Anleitung zur optimalen Düngung von Erbsen, von der Kalkung über die Makronährstoffe bis hin zu den essentiellen Mikronährstoffen.

Erbsen düngen

Kalkung für einen optimalen pH-Wert

Damit Ihre Erbsenpflanzen optimal wachsen und Stickstoff binden können, benötigen sie einen neutralen bis leicht alkalischen Boden. Idealerweise liegt der pH-Wert zwischen 6 und 7. Ist Ihr Boden zu sauer, können Sie ihn durch Kalkung verbessern. So schaffen Sie auch ein ideales Milieu für die wichtigen Knöllchenbakterien. Liegt der pH-Wert unter 6, sollten Sie 10 – 15 dt/ha Calciumoxid (CaO) ausbringen. Magnesiumhaltiger Kalk bietet sich an, wenn Sie gleichzeitig den Magnesiumbedarf Ihrer Erbsen decken möchten. Planen Sie die Kalkung am besten nach der Ernte der Vorfrucht ein, so bereiten Sie den Boden optimal für die kommende Aussaat vor.

Lesen Sie auch

So gelingt die Kalkung

  1. Messen Sie zunächst den pH-Wert Ihres Bodens, um den genauen Bedarf an Calciumoxid (CaO) zu ermitteln.
  2. Wählen Sie einen magnesiumhaltigen Kalk, um Ihre Erbsenpflanzen zusätzlich mit Magnesium zu versorgen.
  3. Verteilen Sie den Kalk gleichmäßig auf dem Feld.
  4. Arbeiten Sie den Kalk sorgfältig in den Boden ein.

Die richtige Menge und Art des Kalks sind entscheidend für das Gedeihen Ihrer Erbsen. Durch die Kalkung nach der Vorfrucht schaffen Sie beste Bedingungen für die nächste Aussaat.

Makronährstoffversorgung der Erbse

Damit Ihre Erbsen ihr volles Ertragspotenzial entfalten können, ist eine ausgewogene Versorgung mit Makronährstoffen wichtig.

Phosphor

Phosphor ist besonders in der frühen Entwicklungsphase der Erbsen wichtig. Er fördert die Stickstoffbindung und die Wurzelentwicklung. Achten Sie daher auf eine ausreichende Phosphorversorgung, denn etwa 80 % des aufgenommenen Phosphors fließt während der Blüte und Hülsenbildung in die Erbsen. Voll aufgeschlossene Phosphatdünger eignen sich besonders gut, da sie den Nährstoff sofort verfügbar machen. In der Regel werden etwa 80 kg/ha P2O5 empfohlen.

Kalium

Kalium ist wichtig für die Gesundheit und den Ertrag Ihrer Erbsen. Der Nährstoff unterstützt die Wasseraufnahme, verbessert die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und wirkt sich positiv auf die Qualität der Erbsen aus. Aufgrund des hohen Kaliumbedarfs ist eine gezielte Kaliumdüngung empfehlenswert. Etwa 150 kg/ha K2O fördern die Aktivität der Knöllchenbakterien und sorgen für ein optimales Abreifeverhalten.

Schwefel

Schwefel ist wichtig für die Eiweiß- und Vitaminbildung in der Erbse. Er verbessert zudem den Geschmack und das Aroma. Mit einer Grunddüngung aus schwefelhaltigem Korn-Kali können Sie den Schwefelbedarf decken. Bei akutem Mangel können Sie zusätzlich Bittersalz ausbringen. Je nach Bodenbeschaffenheit und den vorangegangenen Kulturen werden 0 bis 60 kg/ha Schwefel empfohlen.

Stickstoff

Erbsen können Stickstoff aus der Luft binden und benötigen daher in der Regel keine Stickstoffdüngung. Eine geringe Gabe von 20-30 kg N/ha zur Saat kann jedoch die Jugendentwicklung unterstützen, ohne die natürliche Stickstofffixierung zu beeinträchtigen. Vermeiden Sie eine übermäßige Stickstoffdüngung, da diese die Stickstofffixierung durch die Knöllchenbakterien reduziert.

Mikronährstoffversorgung der Erbse

Neben den Makronährstoffen benötigen Erbsen auch Mikronährstoffe, um Mangelerscheinungen vorzubeugen und optimal zu wachsen. Mangan, Bor und Molybdän sind besonders wichtig:

  • Mangan ist wichtig für die Photosynthese, die Stickstoffumwandlung und die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten.
  • Bor stärkt die Zellwände und erleichtert den Transport von Zucker.
  • Molybdän ist wichtig für die Stickstofffixierung und die Bildung von Aminosäuren.

So stellen Sie die Mikronährstoffversorgung sicher

  1. Lassen Sie Ihren Boden auf Mikronährstoffmängel untersuchen, insbesondere auf Mangan, Bor und Molybdän.
  2. Sollte ein Mangel vorliegen, können Sie eine Blattdüngung durchführen.
  3. Kontrollieren Sie Ihre Pflanzen regelmäßig auf Symptome eines Mikronährstoffmangels.

Eine ausreichende Versorgung mit Mikronährstoffen trägt zu einer gesunden Entwicklung Ihrer Erbsen bei und verbessert Ertrag und Qualität der Ernte.