Krankheiten und Schädlinge an Erbsen erfolgreich bekämpfen

Eine gewissenhafte Pflege schafft resistente Erbsenpflanzen. Vollkommen gefeit gegen Krankheiten und Schädlinge sind sie dennoch nicht. Während der gesamten Saison lauern Pilze, Viren und Insekten. Ein ganzes Arsenal biologischer Bekämpfungsmittel steht geplagten Hobbygärtnern zur Verfügung.

Erbsen Schädlinge Krankheiten
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Pilzinfektionen rechtzeitig Einhalt gebieten

Die meist gefürchtete Pilzkrankheit im Hausgarten ist der Echte Mehltau. Insbesondere bei schönem, warmem Wetter schlagen die Pilzsporen zu. Das Schadbild ist unverkennbar:

  • weißlicher Belag auf den Blättern
  • braun verfärbte Hülsen
  • verkrüppeltes Wachstum

Da ein chemisches Fungizid an Nahrungspflanzen nichts zu suchen hat, empfehlen wir die tägliche Spritzung mit einer Milchlösung. Hierzu mischen Sie 1 Teil Frischmilch mit 1 Teil Wasser. Das Lecithin in der Milch bereitet den Sporen auf Dauer den Garaus.

Schädlingen die Stirn bieten mit natürlichen Mitteln

Die Armee der Schädlinge, die es auf Erbsen abgesehen haben, wird angeführt vom Erbsenkäfer. Der 4 bis 5 Millimeter kleine, bräunliche Käfer verursacht an der Ernte erhebliche Schäden.

  • die Larven siedeln sich in den Körnern an
  • Hülsen und Erbsen weisen zahlreiche Löcher auf
  • befallenes Gemüse ist ungeeignet für den Verzehr

Um die weitere Ausbreitung des Erbsenkäfers zu unterbinden, legen Sie die befallenen Pflanzen für einige Tage in die Tiefkühltruhe. Anschließend werden die Erbsen im Hausmüll entsorgt – nicht auf dem Kompost.

Erbsenwickler wirksam vertreiben

Ein Falter der unschönen Art ist der 8 Millimeter kleine Erbsenwickler. Die Weibchen legen an den Blüten im Mai und Juni ihre Eier ab. Die geschlüpften Larven fressen sich durch die Hülse und knabbern die Samen an.

  • vorzugsweise frühe Erbsensorten pflanzen
  • engmaschige Kulturschutznetze ausbreiten
  • Klebefallen aufstellen für die nachtaktiven Falter
  • natürliche Freßfeinde einsetzen, wie Schlupfwespen und Raubmilben im Gewächshaus oder Laufkäfer und Marienkäfer im Beet

Die Larven lassen sich nach 3 Wochen ihrer schändlichen Tätigkeit zum Boden hinab. Dort überwintern sie im Erdreich. Einem Befall in der nächsten Saison beugt demnach die wiederholte, tiefgründige Bodenbearbeitung nachhaltig vor.

Tipps & Tricks

In einem naturnahen Garten lassen sich Heerscharen von Nützlingen nieder. Schaffen Sie Rückzugsplätze, wie Hecken, Trockenmauern, Laubhaufen und morsche Baumstämme. Igel, Vögel, Florfliegen, Marienkäfer und anderes hilfreiches Getier geht Ihnen kostenlos zur Hand im Kampf gegen Schädlinge.

Text: Paula Jansen

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