Duftjasmin

Duftjasmin: Giftigkeitsrisiko und sicherer Umgang

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Echter Jasmin und Duftjasmin werden oft verwechselt, doch unterscheiden sie sich in ihrer Giftigkeit. Dieser Artikel klärt über die Risiken auf und gibt Tipps zum sicheren Umgang mit den Pflanzen.

Duftjasmin Haut reizen
Einige Duftjasmin-Sträucher können ätherische Öle enthalten, die die Haut reizen

Die zwei Arten von Jasmin: Echter Jasmin und Duftjasmin

Um die Giftigkeit zu klären, muss zwischen Echten Jasmin (Jasminum) und Duftjasmin (Philadelphus) unterschieden werden. Beide Pflanzenarten werden oft als Jasmin bezeichnet, gehören jedoch unterschiedlichen Gattungen an und haben unterschiedliche Eigenschaften hinsichtlich ihrer Giftigkeit.

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Echter Jasmin: Giftig in allen Pflanzenteilen

Der Echte Jasmin ist in allen Pflanzenteilen giftig. Verantwortlich dafür sind die enthaltenen ätherischen Öle, die bereits bei Hautkontakt Vergiftungssymptome wie Hautentzündungen, Erbrechen, Herz-Kreislaufstörungen, Mundtrockenheit und Sehstörungen hervorrufen können. Besonders gefährlich ist der Verzehr von Pflanzenteilen des Echten Jasmins, der unbedingt vermieden werden sollte. Aufgrund der Giftigkeit dieser Pflanze wird von einer Kultivierung in Haushalten mit Haustieren und Kleinkindern abgeraten.

Duftjasmin: Unsicherheit über den Grad der Giftigkeit

Im Gegensatz zum Echten Jasmin ist die Giftigkeit des Duftjasmins weniger eindeutig. Ursprünglich galt der Duftjasmin als ungiftig, doch durch Kreuzungen mit giftigen Sorten ist die Situation komplexer geworden. Es wird angenommen, dass die meisten Zuchtsorten des Duftjasmins giftig sind. Aufgrund der möglichen Hautreizungen oder allergischen Reaktionen ist Vorsicht geboten. Tragen Sie beim Schneiden Handschuhe und vermeiden Sie den Kontakt mit dem Pflanzensaft.

Vorsichtsmaßnahmen beim Umgang mit Duftjasmin

Einige Vorsichtsmaßnahmen sollten beachtet werden, um mögliche Risiken zu minimieren:

  • Handschuhe tragen: Beim Schneiden oder Hantieren mit Duftjasmin sollten immer Gartenhandschuhe getragen werden, um den direkten Kontakt mit dem Pflanzensaft zu vermeiden.
  • Hautkontakt vermeiden: Waschen Sie nach der Gartenarbeit gründlich die Hände.
  • Nicht verzehren: Pflanzenteile, einschließlich Blüten und Blätter, sind nicht zum Verzehr geeignet.
  • Haustiere fernhalten: Halten Sie Haustiere von der Pflanze fern, da sie bei Verzehr Vergiftungserscheinungen zeigen können.

Symptome einer Vergiftung durch Jasmin

Im Falle einer Vergiftung durch Jasmin können folgende Symptome auftreten:

  • Hautreaktionen: Rötungen, Juckreiz, Schwellungen oder Blasenbildung an der Kontaktstelle.
  • Magen-Darm-Beschwerden: Übelkeit, Erbrechen, starker Speichelfluss, Durchfall, Bauchschmerzen.
  • Neurologische Symptome: Kopfschmerzen, Benommenheit, Zittern, Krampfanfälle.
  • Herz-Kreislauf-Probleme: Herzrasen, langsamer oder angestrengter Atem, Kreislaufkollaps.
  • Schwere Symptome: Veränderungen der Blutzellen, Funktionsstörungen oder Versagen von Leber und Niere, zentrale Lähmungen, Atemlähmung, Koma.

Bei Verdacht auf eine Jasmin-Vergiftung sollte sofort ein Arzt konsultiert werden.

Alternativen zum Duftjasmin

Für Gartenbesitzer, die Bedenken hinsichtlich der Giftigkeit von Duftjasmin haben, gibt es zahlreiche ungiftige Alternativen mit ähnlichen Eigenschaften:

  • Falscher Jasmin (Trachelospermum jasminoides): Diese winterharte Kletterpflanze hat duftende Blüten und immergrüne, glänzende Blätter. Sie eignet sich ideal für Spaliere oder als Sichtschutz.
  • Schneeball (Viburnum): Ein robuster Strauch mit weißen Blütenständen, die den Duft von Jasmin imitieren und von Frühling bis Sommer blühen.
  • Flieder (Syringa): Ein pflegeleichter Strauch, der im Frühjahr mit intensiv duftenden Blüten in verschiedenen Farben begeistert und zudem bei Bienen beliebt ist.
  • Rosen (Rosa): Eine vielseitige Pflanzengattung mit einer großen Auswahl an Sorten, die duftende Blüten in vielen Farben und Formen bieten.