Echter Jasmin

Echter Jasmin: Giftig für Kinder und Tiere? Sicherheitstipps

Artikel zitieren

Der echte Jasmin verzaubert mit seinem Duft, birgt aber auch Risiken für Mensch und Tier. Dieser Artikel erläutert die Giftwirkung des echten Jasmins und klärt häufige Verwechslungen mit ungiftigen Zierpflanzen auf.

Echter Jasmin Hautreizungen
Echter Jasmin ist giftig, weswegen beim Schneiden Handschuhe zu tragen sind

Giftwirkung des Echten Jasmins im Detail

Obwohl der Echte Jasmin (Jasminum officinale) mit seinen betörenden Blüten unsere Sinne erfreut, ist Vorsicht geboten. Die Pflanze birgt einige gesundheitliche Risiken, die Sie beachten sollten:

  • Ätherische Öle: Die Blüten und Pflanzenteile des Echten Jasmins enthalten ätherische Öle, die zwar für ihr Aroma und ihre potenziell therapeutischen Eigenschaften bekannt sind, jedoch in hoher Konzentration oder bei empfindlichen Personen zu unerwünschten Reaktionen führen können. Dazu gehören Übelkeit, Erbrechen, Herz-Kreislauf-Störungen, Sehstörungen und Mundtrockenheit.
  • Hautkontakt: Direkter Hautkontakt mit dem Echten Jasmin kann zu Irritationen, Hautentzündungen und allergischen Reaktionen führen. Tragen Sie daher beim Umgang mit der Pflanze, insbesondere beim Schneiden, stets Handschuhe.
  • Verzehr: Der Verzehr von Pflanzenteilen des Echten Jasmins ist strengstens untersagt. Alle Teile der Pflanze sind giftig und können bei Einnahme zu Vergiftungserscheinungen führen. Diese reichen von Übelkeit und Erbrechen über Sprachstörungen und Schluckbeschwerden bis hin zu Atemlähmungen und Herzstillstand.

Lesen Sie auch

Bitte behandeln Sie den Echten Jasmin mit der notwendigen Vorsicht, sei es bei der Gartengestaltung oder der Verwendung als Raumduft. In Haushalten mit Kindern und Haustieren ist eine sorgfältige Platzierung und Handhabung der Pflanze unerlässlich.

Verwechslungsgefahr: „Falscher Jasmin“

Aufgrund der Namensähnlichkeit kommt es häufig zu Verwechslungen mit anderen Pflanzen, die nicht zur botanischen Gattung Jasminum gehören und zum Teil giftige Inhaltsstoffe enthalten. Hier finden Sie einige Beispiele:

  • Falscher Jasmin (Philadelphus, auch bekannt als Pfeifenstrauch): Der Falsche Jasmin, ein Vertreter der Hortensiengewächse, stammt ursprünglich aus Südeuropa und dem Kaukasus. Alle Pflanzenteile sind giftig. Sowohl der Verzehr als auch der Kontakt mit dem Pflanzensaft können zu verschiedenen Vergiftungserscheinungen führen – von Übelkeit und Erbrechen bis hin zu schwerwiegenden neurologischen Auswirkungen wie Atemlähmung und Herzstillstand.
  • Sternjasmin (Trachelospermum jasminoides): Trotz des ähnlichen Namens und Duftes gehört der Sternjasmin zu einer anderen Pflanzenfamilie als der Echte Jasmin. Die Pflanze ist für ihre giftigen Alkaloide bekannt, die beim Verzehr zu gesundheitlichen Problemen wie Übelkeit, Erbrechen und Herzrhythmusstörungen führen können.
  • Gelber Jasmin (Gelsemium sempervirens): Dieser in den südlichen Staaten des atlantischen Amerikas beheimatete „Falsche Jasmin“ enthält giftige Inhaltsstoffe, insbesondere Gelsemin und Gelseminin. Die Aufnahme von Pflanzenteilen kann gefährlich sein und Symptome wie Muskelerschlaffung, Atembeschwerden und in schweren Fällen sogar lebensbedrohliche Zustände hervorrufen.

Seien Sie beim Anbau und Umgang mit diesen Pflanzen besonders vorsichtig, insbesondere wenn Kinder und Haustiere in Ihrem Haushalt leben. Beim Schneiden oder Umpflanzen sollten Sie stets Handschuhe tragen, um Hautirritationen zu vermeiden.