So gewinnen Sie Ableger von Ihrem Jasmin

Ableger im klassischen Sinne wie zum Beispiel bei Grünlilien gibt es bei Jasmin nicht. Die duftende Kletterpflanze können Sie aber dennoch aber ganz leicht vermehren, indem Sie Ableger aus Stecklingen ziehen. So gewinnen Sie neue Pflanzen von Ihrem Jasmin.

Jasmin Stecklinge
Jasmin lässt sich gut über Ableger vermehren

Wann ist die beste Zeit, um Ableger zu gewinnen?

Damit die Ableger gut anwurzeln, muss das Pflanzsubstrat warm genug sein. Außerdem brauchen Sie junge, nur wenig verholzte Triebe, um daraus Stecklinge zu gewinnen.

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Die beste Zeit für das Schneiden von Ablegern ist vom späten Frühling bis Sommer. Dann hat der Jasmin genügend junge Zweige gebildet, die als Stecklinge geschnitten werden können.

So schneiden Sie Stecklinge für die Vermehrung

  • Einjährige Triebe schneiden
  • auf 10 bis 15 Zentimeter kürzen
  • untere Blätter abschneiden
  • evtl. vorhandene Knospen entfernen
  • große Blätter halbieren

Die Triebe für Ableger dürfen nicht mehr ganz grün, aber auch noch nicht ganz verholzt sein. Sie werden in durchlässige Anzuchterde oder in Gartenerde gesteckt, die mit reifem Kompost und Blähton (17,49€ bei Amazon*) verbessert wurde.

Manche Gärtner schwören darauf, die Stecklingsenden vor dem Pflanzen in Bewurzelungspulver zu tauchen. Meist klappt die Anzucht aber auch ohne zusätzliche Hilfe.

Ableger von Jasmin richtig pflegen

Temperatur und Feuchtigkeit müssen stimmen, damit Sie aus Jasmin Ableger ziehen können. Die Erde sollte mindestens 20 Grad warm sein. Sie brauchen einen hellen Platz, an dem die Stecklinge schön warm stehen.

Über die Stecklinge stülpen Sie eine durchsichtige Plastiktüte. Dadurch trocknet die Erde nicht aus und die Luftfeuchtigkeit bleibt konstant.

Die Ableger werden jetzt so lange hell und warm gestellt, bis sich neue Blätter gebildet haben. Das kann einige Wochen bis Monate dauern. Vergessen Sie nicht, die Plastikhülle mehrmals in der Woche zu lüften, damit der Steckling nicht fault.

Bewurzelte Ableger umtopfen

Wenn der Ableger des Jasmins genügend Wurzeln gebildet hat, wird er in einen Topf oder Kübel umgepflanzt. Den richtigen Zeitpunkt erkennen Sie daran, dass sich an den Stecklingen kleine Seitentriebe entwickelt haben.

Tipps

Duftjasmin oder Falschen Jasmin können Sie ebenfalls durch Stecklinge vermehren. Ableger der Philadelphus-Arten lassen sich aber auch durch das Absenken von Trieben gewinnen.

Text: Sigrid Hestermann

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