Douglasie Steckbrief – Zahlen, Fakten und Besonderheiten

Die Douglasie ist ein großer Baum, der auch im Winter seine grünen Nadeln behält. Mehr weiß kaum jemand über diesen Riesen von anderem Kontinent. Es ist spannend, sich in die Beschreibung zu vertiefen und Vergleiche mit den heimischen Nadelbaumarten zu ziehen.

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Die Zapfen hängen an der Douglasie

Namen

Die aus der Kiefernfamilie stammenden Douglasie ist unter folgenden Namen bekannt:

  • Deutscher Name: Douglasie
  • Botanischer Name: Pseudotsuga menziesii
  • Volksnamen: Douglastanne, Douglasfichte

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Der schottische Botaniker David Douglas ist der Namensgeber dieses Baumes. Er brachte sie zu Beginn des 19. Jahrhunderts nach Europa.

Herkunft

Die Douglasie ist im nordamerikanischen Westen beheimatet. Dort wächst sie in höheren Lagen, wo sie viel größer und älter wird als bei uns. Es wurden schon über 800 Jahre alte Exemplare gesichtet.

Seit etwa 200 Jahren ist die Douglasie in Europa vertreten und gehört mittlerweile zu den am häufigsten angebauten nicht heimischen Baumarten. In Deutschland beträgt ihr Anteil am Baumbestand 2 %.

Einige Wissenschaftler vermuten, dass die Douglasie vor der Eiszeit auf dem europäischen Boden heimisch war.

Wuchs und Alter

Die Douglasie ist ein immergrüner Nadelbaum. Sie wächst aufrecht, bildet dabei mit etagenförmig angeordneten Ästen eine ausladende, kegelförmige Krone.

  • Wuchshöhe: hierzulande max. 60 Meter
  • Zuwachs pro Jahr: ca. 40 cm
  • erreichbares Alter: mehr als 400 Jahre

Die Rinde der Douglasie ist in jungen Jahren glatt und grau. Mit zunehmenden Alter bildet sich eine dicke, rotbraune und stark mit tiefen Riefen durchzogene Borke.

Nadeln

  • immergrün, weich und stumpf
  • etwa 3 bis 4 cm lang
  • beim Austrieb hellgrün
  • später blaugrün
  • gehen direkt vom Zweig ab
  • duften beim Zerreiben intensiv nach Zitrone

Blüte

  • Blühbeginn ist zwischen 15. und 40. Lebensjahr
  • männliche Blüten wachsen gruppiert, sind gelb und ca. 1,5 cm lang
  • weibliche Blüten wachsen vereinzelt, sind rot und ca. 2 cm lang
  • Blütezeit ist April bis Mai

Früchte und Samen

  • rotbraune Zapfen, spindelförmig
  • Länge: ca. 10 cm
  • Durchmesser: ca. 3,5 cm
  • fallen bei Reife vom Baum (etwa im September)
  • die Samen sind ca. 5-6 cm lang, jeweils mit Flügel

Vermehrung

Die Douglasien werden aus Samen vermehrt. Die Vermehrung ist allerdings anspruchsvoll und langwierig. Für die Pflanzung im heimischen Garten werden daher oft Setzlinge gekauft.

Standortansprüche

  • sonniger bis halbschattiger Platz
  • windgeschützt
  • lockerer, feuchter und nährstoffreicher Boden

Die Douglasie braucht mit den Jahren immer mehr Platz und sollte daher nicht zu nah an Bauwerke gepflanzt werden. Die Entfernung sollte ihrer Höhe entsprechen.

Krankheiten und Schädlinge

Vor allem im jungen Alter, bis etwa dem 15. Lebensjahr, ist die Douglasie anfälliger für Pilzkrankheiten und Schädlinge. Einige Schaderreger sind ihr aus ihrer Ursprungsheimat nach Europa gefolgt, doch auch einheimische Arten haben diesen Baum inzwischen für sich entdeckt.

  • Rostige Douglasienschütte (Schlauchpilz)
  • Rußige Douglasienschütte (Schlauchpilz)
  • Wurzelfäule
  • Douglasienwollläuse
  • Borkenkäfer

Nutzung

Das Holz dieser Nadelbaumart ist im Bau vielfältig einsetzbar und daher auf dem Markt stark nachgefragt. Es ist tragfähig, langlebig und lässt sich gut imprägnieren.

Giftigkeit

Die Douglasie ist nicht giftig, ganz im Gegenteil:

  • sie hat heilende Inhaltsstoffe
  • findet in der Pflanzenheilkunde Anwendung
  • wird für die Kosmetikherstellung genutzt
  • junge Triebe, Blüten und Samen sind essbar

Text: Daniela Freudenberg
Artikelbild: ChWeiss/Shutterstock

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