Douglasie – Wissenswertes rund um die Samen

Jede noch so große Douglasie ist einmal aus einem Samen hervorgegangen. Jahre später bildet sie selbst viele Zapfen, um ihrerseits den Fortbestand der Art zu sichern. Was können wir in der Gartenpraxis wirklich damit anfangen?

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Wenn eine Douglasie Zapfen bildet, können die Samen zum Aussäen genutzt werden

Das Aussehen der Samen

Die Samen der Douglasie verbergen sich während ihrer Reifezeit in den Zapfen und werden erst nach der Reife freigegeben.

  • sind etwa 5 bis 6 mm lang
  • jeder Same hat einen Flügel
  • dieser ist länger als das Samenkorn selbst

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Samen selbst ernten

Die Douglasie benötigt ganze 15 bis 40 Jahre, bis sie erstmals erblüht. Auch wenn der Baum zuvor schon eine stattliche Größe erreicht hat, kann er erst beerntet werden, wenn sich an ihm die Zapfen zeigen. Solange ist Geduld gefragt.

  • die Samen sind etwa im September reif
  • dann fallen die ganzen Zapfen vom Baum
  • Samen daraus entnehmen

Die herabgefallen Zapfen müssen zeitnah aufgesammelt werden, damit die Samen nicht durch Bodenfeuchtigkeit verderben. Natürlich können auch Zapfen direkt vom Baum gepflückt werden, als Laie kann der optimale Erntezeitpunkt aber nur schwer bestimmt werden.

Samen im Handel kaufen

Wer sich die Mühe mit der Samenernte sparen möchte oder keine geeignete Douglasie findet, kann sie auch ganz bequem online bestellen. Die Samen werden günstig als Alternative zu Setzlingen angeboten.

Die Vermehrung aus Samen ist bei der Douglasie allerdings eine echte Herausforderung für Hobbygärtner. Machen Sie sich mit dem Ablauf der Aussaat vertraut, bevor sie ihre Bestellung abschicken. Worte wie „stratifizieren“ sollten Ihnen dann ein Begriff sein.

Samen sind auch essbar

Samen der Douglasie sind essbar, können beispielsweise geröstet für Bratlinge verwendet werden. Sie für diesen Zweck zu kaufen, ist allerdings sehr teurer. Wenn eigene Douglasien schon blühen, kann der Samen aus den Zapfen gewonnen werden. Um ein Kilogramm Samen zu erhalten, müssen allerdings etwa 100 kg Zapfen verarbeitet werden.

Text: Daniela Freudenberg
Artikelbild: Milan Sommer/Shutterstock

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