Douglasien: Wie gut kommen die Bäume mit Wassermangel zurecht?

Die aus Nordamerika stammende Douglasie ist für einen Nadelbaum recht tolerant gegenüber Wassermangel und wird deshalb häufig als Klimabaum gehandelt. Wie trockenheitsresistent die Douglastanne tatsächlich ist, klären wir in diesem Artikel.

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Die Douglasie kommt gut mit trockenen Böden zurecht

Wie gut kommt die Douglasie mit Trockenheit zurecht?

Douglasien kommen verhältnismäßig gut mit eher trockenen, nährstoffarmen Böden zurecht. Das liegt daran, dass diese Gehölze zu den Herzwurzlern zählen.

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Ihr Wurzelsystem breitet sich recht weit aus, reicht aber gleichzeitig tief in die Erde hinein. Dadurch können die Speicherorgane den Baum selbst dann noch mit Wasser versorgen, wenn die Bodenoberfläche vollständig abgetrocknet ist. 

Wie trockenheitsresistent sind Douglasien wirklich?

Sowohl ihre natürliche Herkunft als auch die Standortansprüche zeigen jedoch, dass Douglasien im Gegensatz zu anderen Gehölzen keine an längere Trockenperioden angepassten Bäume sind.

  • Trotzdem sie unempfindlicher gegenüber Trockenheit sind als beispielsweise Fichten, kommen Sie mit längeren Dürreperioden, in denen das Wasser auch in tiefen Bodenschichten Mangelware ist, nicht gut zurecht.
  • Frisch gepflanzte Douglasien müssen zudem sehr gut einwachsen, bis sie mit vorübergehendem Wassermangel zurechtkommen.

Ist Frosttrocknis für Douglasien gefährlich?

Frosttrocknis stellt ein großes Risiko für Douglasien dar: Werden die Nadelgehölze von der Wintersonne beschienen und ist die Wasserversorgung durch den gefrorenen Boden blockiert, können sie die über die Nadeln verdunstete Feuchtigkeit nicht mehr ersetzen. Zudem erweist es sich als nachteilig, dass die Douglastanne die Spaltöffnungen sehr früh öffnet.

Deshalb ist es wichtig, im Garten kultivierte Douglasien an frostfreien Tagen ausreichend zu wässern.

Tipp

Gelbe Nadeln – nicht unbedingt eine Folge von Trockenheit

Werden die Nadeln der Douglasie von der Mitte des Baumes ausgehend gelb, ist das nicht immer die Folge von Wassermangel. Meist handelt es sich um einen Pilz, die Rußige Dornschütte.

Den Unterschied erkennen Sie folgendermaßen: Während bei Trockenheit die Knospen und das junge Laub abgeworfen werden, verfärben sich bei Pilzbefall nur die älteren Nadeln, die zudem eine schwarze Unterseite aufweisen.

Text: Michaela Kaiser