Schmuckkörbchen
Die Farbpalette der Cosmea reicht von zart weiß bis kräftig rot

Farbenprächtiger Blüten-Kosmos einen Sommer lang – zauberhaftes Schmuckkörbchen

Mit verschwenderischer Blütenpracht stehlen einjährige Cosmea bipinnata den mehrjährigen Stauden die Schau. Von Mai bis zum ersten Frost setzen sich Schmuckkörbchen im Blumenbeet in Szene, umschwärmt mit Bienen, Hummeln und Schmetterlingen. Wie Sie diesen feudalen Sommertraum in Ihrem Garten realisieren, erläutern die folgenden Antworten auf oft gestellte Fragen im Detail.

Cosmea richtig pflanzen

Pflanzen Sie selbst vorgezogene oder fertig gekaufte Schmuckkörbchen frühestens im Mai ins Beet, wenn keine verspäteten Bodenfröste mehr zu erwarten sind. Wählen Sie hierzu einen sonnigen, warmen und windgeschützten Standort. Für majestätische Sorten mit bis zu 200 cm Wuchshöhe sollten Stützmöglichkeiten zur Verfügung stehen. So gelingt die Pflanzung von Cosmea perfekt:

  • Im locker-humosen Boden im Abstand von 35-40 cm kleine Gruben ausheben
  • Jeweils ein ausgetopftes Schmuckkörbchen mittig einsetzen
  • Mit ungedüngtem Substrat bis knapp unterhalb der ersten Blätter auffüllen
  • Die Erde mit den Händen nicht zu fest andrücken und gießen

Cosmea bipinnata entfalten in stark vorgedüngter Erde nicht ihr volles Blütenpotenzial. Die bescheidenen Ansprüche an die Nährstoffversorgung deckt eine dünne Schicht aus Kompost, die im Anschluss über der Wurzelscheibe ausgebreitet wird.
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Pflegetipps

Seinen malerischen Blütenflor entfaltet das Schmuckkörbchen unermüdlich, wenn ihm dieses Pflegeprogramm zuteil wird:

  • In den ersten Tagen und Wochen regelmäßig und großzügig gießen
  • Im weiteren Verlauf Cosmea erst dann wässern, wenn die Erde gut angetrocknet ist
  • Im Beet eine Mulchschicht aus Kompost ausbreiten, im Topf alle 3-4 Wochen flüssig düngen
  • Verwelkte Blütenstängel bis zur nächsten Knospe abschneiden

Im September belassen Sie die verwelkten Blüten bis zur Samenreife an Ihren Schmuckkörbchen. Auf diese Weise sorgen die einjährigen Blumen eigenständig für die nächste Generation. Vor dem ersten Frost schneiden Sie die Pflanze bodennah ab, um die Wurzeln als Nahrungsgrundlage für Regenwürmer und Kollegen in der Erde zu belassen.
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Welcher Standort ist geeignet?

Das Schmuckkörbchen präsentiert sich als die florale Verkörperung eines Sonnenanbeters. Weisen Sie der Blume daher einen sonnigen, warmen und windgeschützten Standort zu. Ein lockerer, humoser und gut durchlässiger Boden bietet Cosmea bipinnata ideale Rahmenbedingungen.
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Welche Erde braucht die Pflanze?

An die Bodenbeschaffenheit stellt das Schmuckkörbchen bescheidene Ansprüche. Gut durchlässig sollte die Erde sein, humos und nicht allzu reich an Nährstoffen. Ein erstklassiger Wasserabzug ist besonders relevant, denn Staunässe mag die Sommerblume nicht leiden. Wo das Erdreich nicht den Idealbedingungen entspricht, sorgen Bodenhilfsstoffe für einen Ausgleich. Zu dichter, lehmiger Boden wird mit Sand, feinem Splitt oder Lauberde aufgelockert. Sandig-trockene Erde nimmt nach einer Zugabe von Rindenhumus oder Kompost sogleich eine stabilere Konsistenz an.
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Was ist die beste Pflanzzeit?

Da Schmuckkörbchen keine Kälte ertragen, beginnt die Pflanzzeit vorgezogener Blumen Anfang/Mitte Mai. Solange mit verspätetem Bodenfrost zu rechnen ist, sollten die Pflanzen nicht ins Beet gesetzt werden. Damit kräftige Jungpflanzen mit einem vitalen Wachstumsvorsprung in die Saison starten, empfehlen wir die Anzucht durch Aussaat ab Mitte März.
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Wann ist Blütezeit?

In sonniger, warmer Lage löst das Schmuckkörbchen sein florales Versprechen ein und blüht unermüdlich von Mai bis Oktober. Direkt ins Beet ausgesäte Exemplare starten ab Juli ihr Blütenfestival. In wunderschönen weißen, rosa-roten und gelben Farbnuancen leuchten die einfachen oder gefüllten Schalenblüten mit der Sonne um die Wette. Ganz ohne Ihre Hilfestellung gelingt das Blütenfestival indes nicht. Schneiden Sie verwelkte Blüten konsequent und zeitnah ab, schaffen Sie Platz für eine kontinuierliche Nachblüte.
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Cosmea richtig schneiden

Üppig blühende Schmuckkörbchen eignen sich ausgezeichnet als Schnittblumen. Die schönsten Stängel schneiden Sie in den Morgenstunden ab, wenn sich die Blüten soeben geöffnet haben. Schneiden Sie verwelkte Blütenstängel bis knapp über der nächsten Knospe regelmäßig ab. Diese umsichtige Maßnahme wird belohnt mit einem fortwährenden Blütenflor und einem gepflegten Erscheinungsbild. Warten Sie nicht ab, bis die Samenbildung einsetzt, denn dieser Prozess kostet die einjährige Cosmea unnötig viel Kraftaufwand. Sofern eine Selbstaussaat erwünscht ist, belassen Sie die Blüten ab September an der Pflanze bis zum ersten Frost. Erst dann schneiden Sie die oberirdischen Pflanzenteile bodennah ab. Idealerweise verbleiben die zarten Wurzeln in der Erde als Nahrung für emsige Bodenorganismen.
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Cosmea gießen

Kurzzeitige Trockenheit verkraftet das Schmuckkörbchen ohne bleibenden Schaden. Dieser Stress sollte indes die Ausnahme sein. Mit einer regelmäßigen Wasserversorgung unterstützen Sie maßgeblich die Vitalität und Blühfreudigkeit von Cosmea. Trocknet der Boden an der Oberfläche 1-2 cm tief an, wird gewässert. Vermeiden Sie dabei, die zarten Schalenblüten und das filigrane Laub überkopf zu beregnen. Geben Sie stattdessen am frühen Morgen oder in den Abendstunden das normale Leitungswasser unmittelbar auf die Wurzelscheibe
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Cosmea richtig düngen

Im Hinblick auf die Nährstoffversorgung erweist sich das Schmuckkörbchen als Asket. Sein Wunsch nach einem eher mageren Boden deutet bereits an, dass die Gabe von Dünger nur selten in den Fokus gerät. Im Beet deckt eine dünne Mulchschicht aus Kompost den Nährstoffbedarf. Gedeihen Cosmea im Kübel oder Balkonkasten, verabreichen Sie von Mai bis September alle 3-4 Wochen einen Flüssigdünger für Blühpflanzen.
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Schädlinge

Als neideten uns gefräßige Nacktschnecken den kulinarischen Genuss der essbaren Cosmea-Blüten, rücken die Schädlinge der Blume ohne Unterlass zu Leibe. Behalten Sie daher bereits im Rahmen der Pflanzung die Bedrohung im Auge. Einzelne Jungpflanzen setzen Sie idealerweise mit einem Schneckenkragen in die Erde. Kleine und große Gruppen an Schmuckkörbchen erhalten den Schutz eines Schneckenzaunes. Wanderschranken aus spitzen Materialien, wie Splitt oder Tonscherben haben sich ebenfalls bewährt, die nimmersatten Schnecken fernzuhalten. Streuen Sie rings um die Sommerblumen einen Ring aus Kaffeesatz oder Kaffeemehl aus, denn Koffein wirkt toxisch auf die Schädlinge. Bei hohem Befallsdruck stellen Sie Spaltfallen auf mit Schneckenkorn. Diese speziell konstruierten Fallen verhindern, dass die ungefährlichen Gehäuseschnecken dem Gift nicht zum Opfer fallen. Das ultimative Bekämpfungsmittel von Nacktschnecken ist ebenso wirksam wie putzig. Wer in seinem Garten Indische Laufenten beheimatet, braucht sich um kahlgefressene Schmuckkörbchen und andere Zierpflanzen keine Sorgen mehr zu machen.
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Überwintern

Beheimatet in den tropisch-warmen Regionen dieser Erde, wie Mexiko, Guatemala oder Costa Rica, sind Cosmos bipinnatus nicht frostfest. Fallen im Herbst die Temperaturen unter 12-15 Grad Celsius, neigt sich die sommerliche Blütenpracht unweigerlich dem Ende zu. Damit der Garten im nächsten Jahr nicht auf die dekorativen Schmuckkörbchen verzichten muss, belassen Sie für die Selbstaussaat ab September die verwelkten Blüten an der Pflanze. Wahlweise sammeln Sie die dunklen Samenkapseln ein, bewahren diese im trockenen Gefäß auf und ziehen ab März hinter Glas die nächste Cosmea-Generation heran.
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Cosmea vermehren

Warten Sie im Herbst ab, bis sich die Samenkapseln bei Reife dunkel färben. Mit den Fingern knipsen Sie die Achäen ab, um diese am luftigen Platz einige Tage zu trocknen. Bis zum nächsten Frühjahr bewahren Sie das Saatgut auf im luftdichten, dunklen Schraubglas im kühlen Keller. So gelingt die Vermehrung mittels Aussaat auf der Fensterbank:

  • Anfang/Mitte März eine Saatschale füllen mit Torf-Sand oder handelsüblicher Aussaaterde
  • Die winzigen Samen mit Vogelsand mischen und dünn aussäen
  • Das Saatgut 1-2 cm hoch mit Substrat oder Vermiculite übersieben und andrücken
  • Mit feiner Brause anfeuchten, eine Plastiktüte überstülpen und auf der halbschattigen Fensterbank aufstellen
  • Bei warmen 18-20 Grad Celsius das Substrat nicht austrocknen lassen und die Haube täglich lüften

Sobald die ersten Keimblättchen sprießen, hat die Plastikhaube ihre Aufgabe erfüllt und wird entfernt. Im weiteren Verlauf wählen Sie die kräftigsten Keimlinge mit mindestens 2 Blattpaaren aus, um diese in Einzeltöpfchen zu pikieren. Halten Sie die Erde weiterhin leicht feucht und verabreichen keinen Dünger. Bis Mitte Mai haben sich Ihre Zöglinge zu kräftigen Schmuckkörbchen entwickelt, um im Beet oder Topf eingesetzt zu werden.
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Cosmea im Topf

Im Topf und Blumenkasten verwandeln Schmuckkörbchen Balkon und Terrasse in ein farbenprächtiges Sommermärchen. Damit die Cosmea-Dauerblüher von Mai bis Oktober durchhalten, wählen Sie eine qualitativ hochwertige Blumenerde mit geringem Torfanteil. Die Zugabe von Sand, Lavagranulat oder Blähton beugt Staunässe ebenso vor, wie eine Tonscherbe über dem Wasserablauf. So pflegen Sie die einjährige Blume im Pflanzgefäß mit Sachverstand:

  • Trocknet die Oberfläche des Substrats an, wird mäßig gegossen
  • Untersetzer spätestens nach 10 Minuten ausgießen
  • Im vorgedüngten Substrat von Juli bis September alle 3-4 Wochen flüssig düngen

Schneiden Sie verwelkte Blüten regelmäßig ab, um Platz zu schaffen für die Nachblüte. Haben die einjährigen Sommerblumen im späten Herbst ihre Schönheit eingebüßt, können die Pflanzenteile auf dem Kompost entsorgt werden.
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Ist Cosmea giftig?

Das Schmuckkörbchen ist nicht giftig. Pflanzen Sie den opulenten Korbblütler ohne Bedenken in Ihrem Familiengarten an. Die hübschen Schalenblüten sind nicht nur eine Augenweide, sondern eignen sich ausgezeichnet für die Verwendung in der kreativen Küche. Als essbare Dekoration verleihen die Cosmea-Blüten warmen und kalten Speisen einen besonderen Pfiff.
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Schöne Sorten

  • Daydream: Bezauberndes Farbenspiel in zarten weiß-rosa Nuancen von Juni bis September; Wuchshöhe 100-120 cm
  • Pink Popsocks: Adrettes Schmuckkörbchen mit rosafarbenen Pomponblüten; Wuchshöhe 60-70 cm
  • Gazebo: Die farbenprächtige Cosmea setzt sich mit dunkelroten Blüten in Szene, verziert mit gelbem Schlund; Wuchshöhe 75 cm
  • Double Click: Premium-Sorte mit üppig gefüllten Blüten in Weiß, Rot und Rosa; ideal für die Vase; Wuchshöhe bis 120 cm
  • Sonata White: Punktet mit früher Blüte, kompaktem, standfestem Wuchs und rein weißen Blüten; Wuchshöhe 50-60 cm
  • Candy Stripes: Der Dauerblüher begeistert mit weißen, rot umrandeten Blüten; Wuchshöhe 90-100 cm
  • Rabattengold: Wunderbare gelb-orangefarbene Mischung für das fröhlich bunte Blumenbeet; Wuchshöhe 50-60 cm
Text: Paula Jansen

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