Dauerhaft eliminieren – Chinaschilf ausgraben

Wer beim Pflanzen des Chinaschilfs keine Wurzelsperre gesetzt hat, der wird sich später ärgern, wenn er das Schilf eliminieren will. Das kann zu einer mehrjährigen Angelegenheit werden. Doch Ausgraben ist immer noch die beste Methode.

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Vor dem Ausgraben sollte das Chinaschilf zurückgeschnitten werden

Wann ist die beste Zeit zum Ausgraben des Chinaschilfs?

Die beste Zeit, um das Chinaschilf auszugraben, ist im zeitigen Frühjahr. Dann befindet sich das Elefantengras noch in einer Art Winterruhe und ist noch nicht neu ausgetrieben. Bevor die neuen Triebe sichtbar werden, sollten Sie mit dem Ausgraben beginnen.

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Was sollte vor dem Ausgraben des Chinaschilfs getan werden?

Mit seinen langen Halmen im Weg lässt sich das Chinaschilf schlecht ausgraben, weshalb es zuvor heruntergeschnitten werden muss. Schneiden Sie sämtliche oberirdischen Pflanzenteile radikal bis zum Boden ab. Achtung: Gehen Sie vorsichtig mit den Samenständen um. Ansonsten unterstützen Sie das Chinaschilf bei der Selbstaussaat.

Mit einer scharfen Gartenschere bewaffnet, können Sie die Halme von Miscanthus büschelweise abschneiden. Empfehlenswert ist es, dabei dichte Gartenhandschuhe zu tragen, da es aufgrund der scharfkantigen Pflanzenteile ansonsten schnell zu Verletzungen kommen kann.

Womit und wie gräbt man das Chinaschilf aus?

Sind alle Halme und Blätter entfernt, kommt die Spitzhacke zum Einsatz. Mit ihr zerhacken Sie die Wurzeln der Pflanze. Gleichzeitig nutzen Sie einen Spaten, um damit alle Wurzelteile aus dem Erdboden zu befördern. Abstechen, zerhacken und herausholen – das dauert zwar lange, aber die Mühe ist wichtig, um schlussendlich dauerhaft Ruhe vor dem Chinaschilf zu haben.

Worauf sollte man beim Ausgraben achten?

Alle Wurzelteile vom Chinaschilf müssen aus der Erde entfernt werden. Ansonsten könnte das Chinaschilf wieder austreiben. Im schlimmsten Fall können die Wurzeln bis zu 250 cm tief in den Erdboden ragen. Das gilt vor allem bei Exemplaren wie dem Riesen-Chinaschilf. Grundsätzlich können Sie davon ausgehen, dass die Wurzeln je nach Alter, Art, Höhe und Standort der Pflanze mehr oder weniger tief im Erdreich ausgebreitet sind.

Kann das Chinaschilf nach dem Ausgraben wieder auftauchen?

Die Gefahr, dass das Chinaschilf nach dem Ausgraben wieder auftaucht, besteht, wenn Sie nicht gründlich genug waren. Die Wurzeln dieser Pflanze verhalten sich ähnlich wie die des Bambus, der ebenfalls für sein hartnäckiges Wurzelwerk bekannt ist. Kleinste Wurzelreste können wieder neue Pflanzen hervorbringen. Daher wird oftmals empfohlen, die Ausgrabungsstelle mit einer schwarzen Teichfolie abzudecken. Sie erstickt restliche Wurzeln im Keim. Erst nach einem Jahr wird die Teichfolie wieder entfernt.

Wie kann das Ausgraben vom Chinaschilf vermieden werden?

Bereits beim Einpflanzen von einem Chinaschilf sollte Wert darauf gelegt werden, eine Wurzelsperre einzusetzen. Das Material sollte robust genug sein, um Rhizome in Schach zu halten. Zusätzlich ist es ratsam, das Chinaschilf regelmäßig zu teilen, da dies seine Ausbreitung verlangsamt.

Tipp

Ausgraben vom Chinaschilf muss nicht sein – bei einer Kultivierung im Kübel

Wer generell kein Risiko eingehen will, sollte das Chinaschilf lieber in einen Kübel pflanzen. Dort ist es überschaubar und hat keine Chance über seinen Standort hinaus zu wuchern.

Text: Anika Gütt
Artikelbild: bubutu/Shutterstock

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