Rund um die Brennnessel – ein Steckbrief

Über die Brennnessel könnte man ganze Bücherreihen schreiben. Doch das wäre für Sie vermutlich weniger attraktiv, um sich kurz über diese Wildpflanze zu informieren. Hier sind daher alle wichtigen Fakten zu der Brennnessel kurz und verständlich zusammengefasst.

Brennnessel Merkmale
Die Brennnessel kann bis zu drei Meter hoch werden

Nennenswerte Fakten in der Übersicht

  • Pflanzenfamilie: Brennnesselgewächse
  • Verbreitung: einheimisch, fast weltweit
  • Vorkommen: Wege, Zäune, Wiesen, Waldränder, Auen, Uferzonen
  • Wuchs: 30 bis 300 cm hoch
  • Blätter: saftiggrün, länglich-eiförmig, gezähnt, mit Brennhaaren besetzt
  • Blütezeit: Juli bis September
  • Blüten: gelb-bräunlich
  • Samenreife: September bis Oktober
  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Boden: nährstoffreich, humos, feucht
  • Vermehrung: Samen, Ausläufer
  • Verwendung: Küchenkraut, Heilkraut, Bio-Dünger/-Pestizid/-Herbizid

Eine Pflanze, viele Namen

Während ihr wissenschaftlicher Name Urtica lautet, besitzt sie volkstümlich viele weitere Bezeichnungen. Dazu gehören unter anderen: Haarnessel, Hanfnessel, Saunessel, Habernessel, Tausendnessel und Nettel. Der Begriff ‚Nessel‘, der in nahezu jedem Namen vorkommt, bezieht sich auf das Nesselgift, das in den feinen Härchen sitzt.

Vom Stängel, über die Blätter bis zu den Blüten

Hierbei handelt es sich um eine krautige Heilpflanze. Je nach Art – am bekanntesten hierzulande sind die Große Brennnessel und die Kleine Brennnessel – kann diese Pflanze bis zu 3 m hoch wachsen. Ihre Stängel stehen aufrecht und sind im Querschnitt kantig.

Gegenständig liegen die Blätter und die borstigen Stängel an. Sie sind gestielt und an der Basis zu Herzen geformt. Lange Brennhaare treten vor allem auf ihrer Unterseite auf. Diese sollen die Pflanze vor Fraßfeinden schützen. Darin befindet sich das Nesselgift, das für den Menschen jedoch ungefährlich ist.

Ab Ende Juni/Anfang Juli präsentieren sich die Blüten der Brennnessel. Ihre Blütezeit dauert bis September an. Sie sind unscheinbar und stehen in Rispen beisammen. Aus ihnen entwickeln sich im Herbst 1 mm lange Nussfrüchte mit jeweils einem Samen.

Wo wächst dieses Wildkraut am liebsten?

Am liebsten wächst die Brennnessel auf nährstoffreichen Böden. Sie ist eine Zeigerpflanze für stickstoffreiche, aber auch für humose und feuchte Böden. An sonnigen bis halbschattigen Standorten ist sie am häufigsten anzutreffen.

Tipps

Die Brennnessel ist reich an Nährstoffen und heilsam wirkenden Substanzen. Sie kann verzehrt werden und wirkt unter anderen harntreibend, blutreinigend, verdauungsfördernd und entzündungshemmend.

Text: Anika Gütt

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