Warum brennt die Brennnessel?

Auf Tuchfühlung mit einer Brennnessel sind brennende Schmerzen und juckende Quaddeln das Resultat. Warum das so ist, erfahren Sie hier. Wie lange die Brennnessel auf Ihrer Haut brennt und was jetzt wirklich hilft, lesen Sie hier.

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Bei Berührung brechen die Spitzen der Brennnesselhärchen ab und stechen in die Haut

Warum brennt die Brennnessel?

Jedes Brennhaar einer Brennnessel besitzt ein spitzes, verkieseltes Köpfchen, das bei Berührung abbricht, in Ihre Haut sticht und dabei eine Brennflüssigkeit injiziert. Die Brennflüssigkeit ist ein Cocktail aus Ameisensäure, Acetylcholin, Serotonin und Histamin. Diese Substanzen verursachen innerhalb kurzer Zeit brennendes Jucken und schmerzhafte Quaddeln.

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Direkter Hautkontakt mit einer Kleinen Brennnessel (Urtica urens) ist deutlich schmerzhafter, als die Berührung mit einer Großen Brennnessel (Urtica diocia) oder einer anderen heimischen Brennnessel-Art.

Wie lange brennt die Brennnessel auf der Haut?

Verbrennungen durch Brennnesseln verursachen mehrere Stunden oder selten mehrere Tage lang ein schmerzhaftes Jucken auf der Haut. Mithilfe dieser Tipps und Hausmittel können Sie die brennende Pein spürbar lindern:

  • Nicht kratzen.
  • Verbrannte Hautstelle waschen mit lauwarmem Wasser und milder Seife.
  • Brennhaare entfernen: Klebeband vorsichtig auf die verbrannte Haut drücken und wieder abziehen.
  • Spitzwegerich-Saft auf die Stelle träufeln.
  • Kühlen: Kühlpad oder Eiswürfel auf die verbrannte Haut legen.
  • Eincremen mit Hydrocortison-Creme aus der Apotheke oder von Amazon.

Tipps

Brennnesseln ernten ohne Verbrennungen

Im naturnahen Garten ist ein Beet reserviert für den Anbau von Brennnesseln als Gemüse-, Dünge- und Heilpflanze. Für eine Ernte ohne schmerzhafte Verbrennungen sind dicke Gartenhandschuhe obligatorisch. Haben Sie gerade keine Handschuhe griffbereit? Dann pflücken Sie einen ganzen Stängel, indem Sie die Blätter von unten nach oben streichen. Dabei bleiben die Härchen intakt, sodass keine Brennflüssigkeit mit Ihrer Haut in Berührung kommt.

Text: Paula Jansen
Artikelbild: Chrispo/Shutterstock

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