Die ersehnte Bougainvilleablüte bleibt aus – was tun?

Der Hauptgrund, eine Bougainvillea zu kultivieren, ist für die meisten Hobbygärtner wohl ihre herrliche Blütenpracht. Wenn gerade diese sich nicht einstellen will, ist das natürlich ein Problem. Lesen Sie im Folgenden, was die Gründe sein könnten – und wie Sie sie beheben können.

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Blüht die Bougainvillea nicht, kann das verschiedene Ursachen haben

Die Besonderheiten der Bougainvillea-Blüten

Bougainvilleen werden auch Drillingsblumen genannt – für das intensive, prachtvolle Farbspektakel in Rot, Violett, Orange oder Weiß, das die Rankpflanze aus den Anden so beliebt macht, sind nämlich die drei Hochblätter verantwortlich, die die eigentlichen, eher unscheinbaren Blüten umgeben. So dekorativ diese Gebilde sind, so anspruchsvoll sind sie aber auch. Um sie hervorzulocken, brauchen sie entsprechend ihrer subtropischen Heimat vor allem viel Licht und Wärme. Aber auch das richtige Substrat an ihrer Basis kann ausschlaggebend für ihre Blühwilligkeit sein.

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Im Kopf behalten werden muss also:

  • Bougainvilleablüten sind grundsätzlich anspruchsvoll
  • Sie sind sehr wärme- und lichthungrig
  • Eine artgerechte Nährstoffversorgung ist Grundvoraussetzung für ihre Bildung

Ist der Standort sonnig und warm genug?

Angesichts des großen Licht- und Wärmehungers der Bougainvillea sollten Sie bei ausbleibender Blüte zunächst die Standortbedingungen überprüfen. Schöpft er das Sonnenangebot möglichst vollständig aus? Wenn möglich, stellen Sie Ihre Bougainvillea an einen nach Süden ausgerichteten Ort, am besten ist natürlich ein Wintergarten mit Panorama-Sonnenbezug. Nur Sonne reicht der Andenschönheit aber oft nicht – Wärme ist mindestens genauso ausschlaggebend für die Blütenbildung. Verschaffen Sie ihr also eine möglichst warme Umgebungstemperatur, nicht nur tagsüber, sondern auch in der Nacht.

Ist das Substrat passend zusammengestellt?

Auch die Erde, in die Sie Ihre Bougainvillea setzen, ist wesentlich für ihr Gedeihen und die Ausbildung von Blüten. Am besten ist eine torffreie Kübelpflanzenerde, die Sie mit durchlässigkeitsfördernden Substanzen anreichern. Das kann zum Beispiel Quarzsand (5,00€ bei Amazon*) oder Lavagranulat (14,00€ bei Amazon*) sein. Um dem Substrat eine dauerhafte Nährstoffgrundlage zu verleihen, können Sie ihm außerdem eine kleine Menge Hornspäne (9,00€ bei Amazon*) zufügen. Auch Lehm kann der Basis guttun.

Düngen kann helfen

Wenn alle Grundvoraussetzungen stimmen, können Sie Ihre Bougainvillea mit extra blühförderndem Dünger versorgen. Grundsätzlich sollten Sie ihr vom Frühjahr bis Spätsommer alle 2 Wochen einen phosphathaltigen Dünger geben.

Nicht zu viel gießen

Wenn die Bougainvillea nicht blühen möchte, versuchen Sie es nicht mit mehr gießen – dadurch riskieren Sie Staunässe, was eher ein Hemmnis für das Rundumgedeihen der Pflanze ist. Ausgetrocknet darf die Basis natürlich auch nicht sein. In dem Fall kann die Wassergabe natürlich hilfreich sein.

Verzögerter Austrieb nach dem Winterschlaf?

Wenn Sie im Frühjahr erwartungsvoll Ihre Bougainvillea beobachten und sie Ihnen einfach nicht die ersehnten Blüten bescheren will, kann auch die zurückliegende Überwinterung für ihre Zögerlichkeit verantwortlich sein. Hatte die Bougainvillea nämlich zu wenig Licht in ihrem Winterquartier, kann sich der Austrieb in der folgenden Vegetationsphase verzögern. Hier heißt es also Geduld haben – geben Sie Ihrer Rankschönheit einfach noch mehr Zeit und sorgen weiterhin für ihre bevorzugten Umgebungsbedingungen.

Text: Caroline Strauss
Artikelbild: iToon8pluz/Shutterstock

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