Eine Ulme ganz einfach zum Bonsai schneiden

Pflanzen als Bonsai verleihen Ihrem Garten ein fernöstliches Flair und sind zudem platzsparend und pflegeleicht. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Ulme in Bonsai Form? Der Laubbaum gehört zu den häufigsten Pflanzen Arten, die in der asiatischen Kübelform kultiviert werden. Mit ein wenig Wissen, ziehen Sie sich ein wunderschönes Bonsai Bäumchen heran.

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Keine Angst vor Fehlschnitten!

Die Ulme eignet sich bestens für die Bonsai Haltung

Ein Bonsai erfordert einen regelmäßigen Formschnitt. Im Gegensatz zu anderen Laubbäumen verträgt die Ulme diesen sehr gut. Sie treibt schon nach kurzer Zeit wieder aus, verdickt sich schnell und weist eine dichte Verzweigung auf. Insbesondere die Chinesische Ulme wird gerne für die Bonsai Aufzucht verwendet. Kein Wunder, immerhin stammt das Gewächs aus Asien, der Heimat der Bonsai Kunst. Die häufigsten Formen sind

  • die frei aufrechte Form
  • und die streng aufrechte Form

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Nach dem Kauf

Ulmen erhalten Sie nicht nur in der Baumschule, sondern auch für wenig Geld beim Discounter. Allerdings ist der Ballen in diesem Fall von einer dicken Lehmschicht umgeben. Zwar erweist sich diese für den Transport sehr sinnvoll, trocknet der Lehm aber, wird Ihre Ulme eingehen. Befreien Sie den Ballen daher unmittelbar nach dem Erwerb vom Lehmklumpen und setzen Sie den Laubbaum in ein artgerechtes Substrat.

Der Zeitpunkt

Die Ulme wächst im Sommer etwa 15 cm pro Monat, weshalb ein Rückschnitt bis zu dreimal im Jahr erforderlich werden kann, um die Form zu erhalten. Grundsätzlich geeignete Zeitpunkte sind:

  • für den Formschnitt: im Frühjahr
  • für das Entfernen dicker Äste: im Herbst
  • für das Drahten: im Frühjahr nach dem Formschnitt

Die Technik

Sowohl beim Form- als auch beim Rückschnitt sollten Sie stets scharfes Werkzeug verwenden, um die Wunden zu gering wie möglich zu halten.

Der Rückschnitt

  • junge Triebe auf 6-8 Blätter wachsen lassen
  • anschließend auf zwei Blätter zurückschneiden

Das Drahten

Eine Ulme können Sie entweder Drahten oder Spannen. Letzteres empfiehlt sich vor allem bei jungen, zarten Zweigen, die noch beweglich und flexibel sind.

Keine Angst vor Fehlern

Aufgrund des schnellen Wachstums gleichen sich Unregelmäßigkeiten durch einen Formschnitt in kurzer Zeit wieder aus.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: PHOTO FUN/Shutterstock

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