Warum und wie Bohnen wässern?

Bohnen rufen Blähungen hervor, das ist allgemein bekannt. Doch wussten Sie, dass Sie durch das Wässern von Bohnen diesen Effekt reduzieren können? Erfahren Sie im Folgenden, warum das so ist und wie Sie Ihre Bohnen richtig einweichen.

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Bohnen sollten vor dem Kochen über Nacht eingeweicht werden

Warum sollten Sie die Bohnen wässern

Getrocknete Bohnen sind sehr hart und brauchen sehr lange, bis sie weichgekocht sind. Das ist auch einer der Gründe, warum Bohnen gewässert werden sollten: Die Kochzeit verkürzt sich um mindestens die Hälfte. Aber das Wässern hat auch noch andere Gründe: Bohnen enthalten Stoffe, die für uns nicht verdaulich sind wie das Kohlenhydrat Galaktose. Da diese Stoffe für uns unverträglich sind, rufen sie Blähungen hervor. Beim Einweichen werden diese Stoffe gelöst und gehen in das Wasser über. Die Bohnen werden so leichter verdaulich für uns und bringen uns nicht in peinliche Situationen.

So weichen Sie Ihre Bohnen richtig ein

Damit das Wässern all seine positiven Effekte entfaltet, sollten Sie dabei wie folgt vorgehen:

  • Waschen Sie Ihre Bohnen gründlich
  • Geben Sie die Bohnen in einen ausreichend großen Topf (mindestens vier Mal so groß wie die von den Bohnen eingenommene Fläche) und füllen Sie doppelt so viel Wasser in den Topf
  • Lassen Sie die Bohnen über Nacht einweichen
  • Gießen Sie am nächsten Morgen das Wasser ab und spülen Sie die Bohnen unter fließendem Wasser aus, um Rückstände zu entfernen
  • Nun können Sie Ihre Bohnen nach Wunsch kochen und zubereiten

Ein leckeres Rezept für einen vegetarischen Bohneneintopf

Sie benötigen:

  • 200g getrocknete weiße Bohnen
  • 400g gekochte, geschälte Tomaten
  • 1 TL Tomatenmark
  • 100g Porree
  • 200g Karotten
  • 5 Stangen Staudensellerie
  • 1,2l Gemüsebrühe
  • 200ml Rotwein
  • Olivenöl
  • Knoblauch
  • Salz
  • Pfeffer
  • Rosmarin
  • Thymian
  • Chilischote

Dann gehen Sie wie folgt vor:

  • Weichen Sie die Bohnen wie oben beschrieben über Nacht ein und spülen Sie sie gut ab
  • Dünsten Sie ein bis drei Zehen Knoblauch (je nach Geschmack) mit ausreichend Olivenöl und der Chilischote an
  • Geben Sie Tomatenmark, Rotwein und die Gemüsebrühe sowie die Bohnen hinzu und lassen Sie das ganze anderthalb Stunden garen
  • Fügen Sie dann das klein geschnittene Gemüse sowie die Gewürze hinzu und lassen Sie den Eintopf eine weitere halbe Stunde garen.
  • Zehn Minuten vor Ende der Garzeit können Sie optional 100g Nudeln hinzugeben oder aber Sie servieren den Eintopf mit Brot.

Tipps

Auch wenn Sie die Bohnen gar nicht essen sondern Aussäen wollen, ist es ratsam, diese vor der Aussaat über nach einzuweichen. Das erhöht die Keimfähigkeit.

Text: Sara Müller
Artikelbild: Panya_Anakotmankong/Shutterstock
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