Blutpflaume

Blutpflaume genießen: Essbarkeit und sichere Zubereitung

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Die Blutpflaume, auch bekannt als Zierpflaume, besticht nicht nur durch ihre Optik, sondern auch durch ihre essbaren Früchte. Dieser Artikel gibt Einblicke in die Besonderheiten der Blutpflaume, von der Ernte über die Verwendung bis hin zur Lagerung der Früchte.

Blutpflaume essbar

Essbarkeit der Blutpflaume

Die Früchte der Blutpflaume sind nicht nur ein attraktiver Blickfang, sondern auch tatsächlich essbar. Sie bieten ein aromatisches Geschmackserlebnis, das an Mirabellen erinnert und sind zudem eine Quelle wertvoller Vitamine. Damit Sie die Früchte unbedenklich genießen können, beachten Sie bitte folgende Hinweise:

  • Nur reife Früchte verzehren: Unreife Exemplare könnten zu Magenbeschwerden führen. Achten Sie daher darauf, ausschließlich vollreife Früchte zu genießen.
  • Kerne entfernen: Die Kerne der Blutpflaume enthalten Amygdalin. Dieser Stoff kann in größeren Mengen zu einer Blausäurevergiftung führen. Entfernen Sie daher vor dem Verzehr stets die Kerne.

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Mit diesen einfachen Empfehlungen steht dem sicheren und genussvollen Verzehr der Blutpflaumen nichts mehr im Wege.

Geschmack und Verwendung der Früchte

Blutpflaumen bestechen durch ihr süß-aromatisches Aroma und ihre Vielseitigkeit in der Küche. Ihr Geschmack erinnert an Mirabellen, jedoch mit einer feinen, würzigen Note. Je nach Sorte variiert ihre Süße und Konsistenz, von mehlig bis saftig. Hier einige Inspirationen für die Verwendung der Früchte:

  • Frisch genießen: Vollreife, dunkelviolette bis schwarze Blutpflaumen schmecken frisch vom Baum am besten.
  • Marmeladen und Konfitüren: Das intensive Aroma und die harmonische Balance zwischen Süße und Säure machen die Früchte ideal für die Herstellung von Marmeladen und Konfitüren.
  • Backen: Ob frisch oder als Kompott verarbeitet, Blutpflaumen bereichern Kuchen, Torten und Gebäck mit ihrem einzigartigen Geschmack.
  • Säfte und Smoothies: Verarbeitet zu Saft oder als Bestandteil von Smoothies, fangen Blutpflaumen den Geschmack des Sommers ein.

Neben ihrem kulinarischen Wert punkten Blutpflaumen auch in Sachen Gesundheit. Sie sind reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Antioxidantien wie Polyphenolen und Flavonoiden.

Erntezeitpunkt und Reifegrad

Der optimale Genuss von Blutpflaumen hängt maßgeblich vom richtigen Erntezeitpunkt und Reifegrad ab. Anhand folgender Merkmale erkennen Sie reife Früchte:

  • Farbe: Die Früchte präsentieren sich in einem intensiven Rot, das von Kirschfarben bis zu tiefem Violett reichen kann.
  • Konsistenz: Reife Blutpflaumen geben bei leichtem Fingerdruck sanft nach, ohne dabei matschig zu sein.
  • Größe: Je nach Sorte erreichen reife Blutpflaumen eine Größe von etwa 3 bis 5 cm.

Die Haupterntezeit für Blutpflaumen erstreckt sich von Ende August bis in den September hinein. Beobachten Sie die individuelle Reifung der Früchte am Baum, um den perfekten Erntezeitpunkt zu bestimmen.

Sorten der Blutpflaume

Die Blutpflaume erfreut uns mit einer Vielzahl an Sorten, die sich sowohl in ihrem Erscheinungsbild als auch in den Eigenschaften ihrer Früchte unterscheiden.

  • Prunus cerasifera ‚Nigra‘: Diese Sorte besticht durch ihre tief schwarzroten Blätter, die ihren Farbton bis in den Herbst bewahren, und ihre zarten rosa Blüten. Die Früchte reifen zu einem attraktiven Purpurrot heran und erreichen eine Größe von etwa 3 cm.
  • Prunus cerasifera ‚Atropurpurea‘: Ursprünglich aus Persien stammend, zeichnet sich diese Sorte durch ihre größeren, rotbraunen Blätter und ihre nahezu weißen Blüten mit einem Hauch von Rosa aus. Die purpurroten Früchte erreichen ebenfalls eine Größe von etwa 3 cm.
  • Prunus cerasifera ‘Crimson Pointe’®: Diese Sorte ist ideal für kleinere Gärten oder als Blickfang. Ihr aufrechter, säulenförmiger Wuchs erreicht Höhen von 3 bis 5 Metern bei einer schlanken Breite von 1 bis 1,5 Metern.

Diese und viele weitere Sorten bereichern den Garten nicht nur optisch, sondern liefern auch köstliche Früchte, die ab Juli geerntet werden können.

Lagerung der Früchte

Um die Haltbarkeit der Blutpflaumen zu verlängern und ihr volles Aroma zu bewahren, ist die richtige Lagerung nach der Ernte entscheidend.

  1. Waschen Sie die Pflaumen gründlich, um Schmutz und Rückstände zu entfernen.
  2. Entfernen Sie die Stiele und entkernen Sie die Früchte vorsichtig.
  3. Halbieren Sie die Pflaumen, um ein gleichmäßiges Durchfrieren zu gewährleisten.
  4. Portionieren Sie die Pflaumenhälften in geeigneten Behältern oder Gefrierbeuteln und frieren Sie sie ein.

Das Einfrieren ist eine hervorragende Methode, um die Qualität der Blutpflaumen zu erhalten, falls eine sofortige Verwendung nicht möglich ist.

Krankheiten und Schädlinge

Die Blutpflaume gilt als robust und widerstandsfähig gegen viele Krankheiten und Schädlinge. Dennoch können unter bestimmten Bedingungen Probleme auftreten.

Mögliche Krankheiten:

  • Gummifluss: Kann insbesondere an ungünstigen Standorten auftreten.
  • Echter Mehltau: Zeigt sich als weißlicher Belag auf Blättern und jungen Trieben.
  • Schrotschusskrankheit: Charakteristisch sind löchrige Blätter, die aussehen, als wären sie von Schrot getroffen.
  • Monilia (Spitzendürre und Fruchtfäule): Führt zu vertrockneten Trieben und Früchten, die am Baum verbleiben.
  • Fleischfleckenkrankheit: Gelbliche bis bräunliche Flecken auf den Blättern, vor allem in feuchten Jahren.

Mögliche Schädlinge:

  • Blattläuse: Saugen Pflanzensaft aus Blättern und können so das Wachstum beeinträchtigen.
  • Kleiner Frostspanner: Die Raupen fressen Blätter und schwächen die Pflanze.
  • Napfschildlaus: Verursacht Kümmern der Bäume und Honigtauausscheidungen, auf denen Rußtaupilze wachsen.
  • Beutelgallmilbe: Bildet charakteristische Gallen auf den Blättern.

Vorsorgemaßnahmen und rechtzeitige Behandlungen sind entscheidend für die Gesundheit der Blutpflaume. Entfernen Sie abgefallenes Laub, um der Fleischfleckenkrankheit vorzubeugen, und entsorgen Sie befallenes Pflanzenmaterial, um die Ausbreitung von Krankheiten und Schädlingen zu minimieren.