Blumenzwiebeln vermehren – so werden es immer mehr!

Blumenzwiebeln gibt es im Verkauf in Hülle und Fülle. Doch diese Art ihrer Vermehrung im Garten geht ans Geld. Das lässt sich umgehen. Denn wenn bereits ein paar Zwiebeln gesetzt sind, ist kostenlose Vermehrung jederzeit möglich.

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Am einfachsten ist die Vermehrung über Brutzwiebeln

Methoden der Vermehrung

Es wird Sie vielleicht überraschen, aber den meisten Blumenzwiebeln lässt sich auf mehreren Wegen neuer Nachwuchs entlocken. Manche Wege sind arbeitsintensiv, erfordern Geschick oder lassen danach lange auf die Blüte warten. Zum Glück haben sie freie Wahl zwischen:

  • Vermehrung durch Brutzwiebeln
  • Teilung der Blumenzwiebel
  • Samenvermehrung

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Vermehrung durch Brutzwiebeln

Diese Methode wird in privaten Gärten am häufigsten praktiziert. Denn fast jede Blumenzwiebel bildet früher oder später kleine Brutzwiebeln aus. Sie sind zwar mit der Mutterzwiebeln verbunden, lassen sich jedoch leicht von ihr ablösen. Sie können die Zwiebelbildung mit ein paar Maßnahmen begünstigen. So verläuft diese Vermehrungsmethode im Idealfall:

  1. Schneiden spätestens im zweiten Blühjahr schnellstmöglich den geöffneten Blütenkopf ab. Lassen Sie jedoch den Blütenstiel und die Blätter dran, bis sie von allein verwelken.
  2. Wiederholen Sie diese Prozedur auch im darauf folgenden Jahr.
  3. Graben Sie die Zwiebeln nach der Blüte

aus, das Laub sollte schon welk sein. An den großen Blumenzwiebeln sollten sich jetzt kleine Brutzwiebeln befinden.

  1. Brechen Sie die Brutzwiebeln vorsichtig von der Mutterzwiebel ab oder schneiden Sie sie mit einem sauberen und scharfen Messer ab. Die Wurzeln müssen dabei unversehrt bleiben.
  2. Stecken Sie die kleinen Zwiebelchen in die Erde. Achten Sie dabei auf optimale Pflanztiefe und Pflanzabstand.
  3. Gießen Sie die Zwiebeln gut an.
  4. Sollten die jungen Blumenzwiebeln in der darauffolgenden Vegetationsperiode erblühen wollen, entfernen Sie zeitig den Knospenansatz. Die Energie soll stattdessen für das Zwiebelwachstum genutzt werden.

Tipps

Schnittstellen oder Bruchstellen nach dem Abtrennen der Brutzwiebeln sollten mit einem Fungizid behandelt werden, damit es nicht zu Pilzkrankheiten kommt.

Teilung der Blumenzwiebel

Diese Methode wird hier nur mit ein paar Stichpunkten erwähnt, denn sie ist recht anspruchsvoll und im Hobbygarten nicht die erste Wahl:

  • zunächst große Zwiebeln ausgegraben und reinigen
  • Schuppenzwiebeln werden in einzelne Schuppen zerteilt
  • jede Schuppe wird vorbeugend mit Fungizid behandelt
  • danach werden sie aufrecht eingepflanzt und mit etwas Erde bedeckt
  • Schalenzwiebeln werden der Länge nach aufgeschnitten
  • dabei wird der rundliche Mutterkuchen am Zwiebelende halbiert
  • nach der Fungizidbehandlung werden beide Hälften eingepflanzt

Samenvermehrung

Von einigen Blumenzwiebelsorten lassen sich einfach Samen gewinnen. Bis zur Aussaat im Frühjahr müssen sie kühl und trocken lagern. Sie werden direkt ins Beet gesät und feucht gehalten. Diese Methode hat jedoch einen erheblichen Nachteil: Die so gewonnenen Pflanzen lassen uns oftmals jahrelang auf ihre Blüten warten.

Text: Daniela Freudenberg
Artikelbild: artsandra/Shutterstock
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