Narzissen

Erfolgreich Narzissen vermehren: So geht’s

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Narzissen erfreuen im Frühling mit ihren leuchtenden Blüten, doch mit der Zeit werden die Horste dichter und die Blütenpracht lässt nach. Das Teilen der Narzissen im Spätsommer ist eine einfache Methode, um die Vitalität der Pflanzen zu erhalten und ihre Vermehrung zu fördern.

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Narzissen lassen sich ganz einfach über Brutzwiebeln vermehren

Der beste Zeitpunkt für die Teilung

Um Ihre Narzissen erfolgreich zu teilen und zu vermehren, wählen Sie den Spätsommer, nachdem das Laub vergilbt ist. In dieser Ruhephase haben die Pflanzen ihre Energie in die Zwiebeln zurückgezogen und sind bereit für die Teilung. So können sich die Tochterzwiebeln vor dem Winter im Boden etablieren und im nächsten Frühjahr kräftig blühen.

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Schritt für Schritt zur Teilung

  1. Ausgraben: Heben Sie die Narzissenhorste vorsichtig mit einem Spaten aus, sobald das Laub vergilbt ist. Achten Sie darauf, die Zwiebeln und Wurzeln nicht zu beschädigen.
  2. Erde entfernen: Befreien Sie die Zwiebeln behutsam von der Erde, um die Tochterzwiebeln besser erkennen zu können.
  3. Tochterzwiebeln trennen: Lösen Sie die Tochterzwiebeln, die sich bereits vollständig von der Mutterzwiebel gelöst haben, vorsichtig mit den Händen ab. Zwiebeln mit gemeinsamer Haut sollten Sie nicht trennen, um Verletzungen zu vermeiden.
  4. Einpflanzen: Setzen Sie die getrennten Tochterzwiebeln in einem Abstand von mindestens 25 cm an einem sonnigen bis halbschattigen Standort mit gut durchlässigem, nährstoffreichem Boden ein. Die Pflanztiefe sollte etwa der doppelten Zwiebelhöhe entsprechen.
  5. Angießen: Wässern Sie die neu gepflanzten Zwiebeln gründlich, um die Wurzelbildung und Etablierung im Boden zu fördern.

Anzeichen für Teilungsbedarf

Narzissen zeigen Ihnen durch verschiedene Anzeichen, wann es Zeit für eine Teilung ist:

  • Weniger Blüten: Eine nachlassende Blütenpracht im Frühjahr deutet auf zu dichte Horste hin, in denen die Pflanzen um Nährstoffe und Wasser konkurrieren.
  • Mehr Blätter als Blüten: Ein Übergewicht an grünen Blättern kann bedeuten, dass die Pflanzen zu viel Energie in das Blattwachstum und nicht in die Blütenbildung stecken.
  • Dünne Stängel: Schwache, dünne Stängel können auf Nährstoffmangel aufgrund überfüllter Wachstumsbedingungen hinweisen.
  • Dichte Horste: Sichtbar gedrängte Narzissenhorste signalisieren die Notwendigkeit einer Teilung.

Tipps für die Vermehrung

  • Standortwahl: Wählen Sie für Ihre Narzissen einen sonnigen bis halbschattigen Platz mit feuchtem, gut durchlässigem Boden. Sandiger, nährstoffreicher Boden ist ideal.
  • Bodenverbesserung: Reichern Sie den Boden vor dem Einpflanzen mit Kompost oder gut verrottetem Mist an, um ein kräftiges Wachstum und eine reiche Blüte zu fördern.
  • Pflanztiefe und -abstand: Pflanzen Sie die Zwiebeln etwa doppelt so tief wie ihre Höhe und halten Sie einen Mindestabstand von 25 cm zwischen den Zwiebeln ein.
  • Wasserbedarf: Gießen Sie regelmäßig, besonders in Trockenperioden, aber vermeiden Sie Staunässe.
  • Düngung: Versorgen Sie Ihre Narzissen einmal jährlich, idealerweise Anfang März, mit einem stickstoffarmen Dünger oder einem speziellen Zwiebelpflanzendünger.