Bleiwurz

Bleiwurz erfolgreich vermehren: Die besten Methoden

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Die Bleiwurz lässt sich einfach durch Stecklinge oder Teilung vermehren. Dieser Artikel erklärt beide Methoden Schritt für Schritt und gibt Tipps zur erfolgreichen Anzucht.

Bleiwurz Vermehrung
Bleiwurz lässt sich am besten über Stecklinge vermehren

Vermehrung der Bleiwurz über Stecklinge

Die Vermehrung der Bleiwurz über Stecklinge ist eine einfache und erfolgversprechende Methode. Hierbei werden Triebe von der Mutterpflanze abgerissen und in einem geeigneten Substrat bewurzelt.

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Auswahl der Stecklinge

Für die Stecklingsvermehrung eignen sich am besten halbverholzte Triebe. Diese sollten etwa 10-15 cm lang sein und keine Blütenknospen tragen. Vermeiden Sie Triebe, die zu weich oder zu hart sind.

Vorbereitung der Stecklinge

Entfernen Sie die unteren Blätter des Stecklings, um die Verdunstungsfläche zu reduzieren. Der Steckling sollte direkt unterhalb eines Blattknotens abgerissen werden.

Einpflanzen der Stecklinge

Nutzen Sie ein Substrat aus Sand und Torf oder spezielle Anzuchterde. Stecken Sie den Steckling so ins Substrat, dass die unteren Blattknoten bedeckt sind.

Standort und Pflege der Stecklinge

Stellen Sie den Topf mit den Stecklingen an einen hellen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung. Eine Plastiktüte oder transparente Haube über dem Topf schafft ein feuchtwarmes Klima. Lüften Sie regelmäßig, um Schimmelbildung zu vermeiden. Halten Sie das Substrat gleichmäßig feucht, ohne Staunässe zu verursachen.

Bewurzelung und Weiterkultur

Nach etwa 4-6 Wochen sollten sich Wurzeln gebildet haben, erkennbar durch einen Widerstand beim leichten Ziehen. Entfernen Sie die Abdeckung und stellen Sie die Pflanzen an einen etwas helleren Standort. Düngen Sie nach etwa einem Monat mit einem milden Flüssigdünger. Wenn die Stecklinge eine Höhe von 30 cm erreicht haben, entspitzen Sie die Triebe, um eine gute Verzweigung und buschiges Wachstum zu fördern.

Vermehrung der Bleiwurz durch Teilung

Die Teilung ist eine bewährte Methode zur Vermehrung der Bleiwurz und eignet sich besonders für ältere, gut etablierte Pflanzen.

Zeitpunkt der Teilung

Der beste Zeitpunkt für die Teilung ist das Frühjahr, bevor die Pflanze neu austreibt.

Durchführung der Teilung

Graben Sie die Pflanze vorsichtig aus und teilen Sie den Wurzelballen mit einem scharfen Messer oder Spaten in mehrere Teile. Achten Sie darauf, dass jedes Teilstück ausreichend Wurzeln und Triebe besitzt.

Einpflanzen der Teilstücke

Setzen Sie die Teilstücke an einem sonnigen bis halbschattigen Standort in gut durchlässigen Boden. Ein Pflanzabstand von etwa 25-30 cm ist empfehlenswert.

Pflege der Teilstücke

Gießen Sie die Teilstücke regelmäßig und halten Sie den Boden gleichmäßig feucht. Düngen Sie die Pflanzen im Frühjahr mit einem Langzeitdünger oder Kompost.

Vermehrung der Bleiwurz durch Aussaat

Die Vermehrung der Bleiwurz durch Aussaat ist möglich, aber weniger erfolgversprechend als die Vermehrung über Stecklinge oder Teilung.

Zeitpunkt der Aussaat

Die Aussaat kann im Frühjahr erfolgen, optimalerweise ab März.

Durchführung der Aussaat

Verwenden Sie keimfreie Aussaaterde oder ein Substrat aus Sand und Torf. Die Samen werden dünn gesät und etwa 1 cm dick mit Erde bedeckt.

Standort und Pflege der Aussaat

Der Topf mit der Aussaat sollte an einem hellen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung stehen. Eine Abdeckung mit Folie oder einer transparenten Haube sorgt für ein feuchtwarmes Klima und verhindert Austrocknung. Halten Sie das Substrat gleichmäßig feucht, jedoch ohne Staunässe. Lüften Sie regelmäßig, um Schimmelbildung zu vermeiden.

Keimung und Weiterkultur

Die Keimung kann 3 bis 4 Wochen dauern. Entfernen Sie nach der Keimung die Abdeckung und stellen Sie die jungen Pflanzen an einen etwas helleren Standort. Sobald die Sämlinge groß genug sind, werden sie pikiert und in einzelne Töpfe umgesetzt.