Die Blaue Scheinzypresse und ihre Krankheiten

Blaue Scheinzypressen sind robust, wenn sie an einem günstigen Standort stehen und gut gepflegt werden. Viele Schäden wie braune Stellen sind auf Pflegefehler zurückzuführen. Manchmal sind Pilzerkrankungen oder Schädlinge verantwortlich. Wie Sie Krankheiten der Blauen Scheinzypresse erkennen und behandeln.

Blaue Scheinzypresse braune Stellen
Braune Stellen an der Scheinzypresse sind an Anzeichen für Krankheitsbefall

Braune Stellen durch falschen Standort oder Rückschnitt

Bekommt die Blaue Scheinzypresse braune Stellen, liegt das oft an einem ungünstigen Standort. Pflanzen Sie Blaue Scheinzypressen an einen möglichst sonnigen Platz. Die Pflanze verträgt auch Umwelteinflüsse wie beispielsweise Streusalz oder Hundeurin nicht.

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Viele braune Stellen treten durch falsche Pflege auf. Lassen Sie die Erde nicht austrocknen, vermeiden Sie aber Staunässe. Düngen Sie nach Vorschrift. Zu viel Dünger ist ebenso schädlich wie zu wenig.

Auch ein falscher Rückschnitt kann braune Stellen hervorrufen. Schneiden Sie niemals direkt in das Altholz, sondern lassen Sie immer einige Zweige mit Nadeln stehen.

Pilzerkrankungen durch ungünstigen Standort

Relativ häufig tritt an sehr feuchten Standorten Pilzbefall auf. Dass ein Pilz die Pflanze befallen hat, erkennen Sie daran, dass die Triebspitzen absterben und viele braune Stellen auftreten. Wenn sich an den befallenen Pflanzenteilen keine Fraßspuren befinden, liegt eine Pilzerkrankung vor.

Schneiden Sie die befallenen Pflanzenteile großzügig ab und entsorgen Sie sie über den Hausmüll, keinesfalls über den Kompost. Sammeln Sie auch herabgefallene Triebspitzen auf!

Eine wirksame chemische Bekämpfung gibt es bisher nicht. Behalten Sie die Blauen Scheinzypressen deshalb gut im Auge, damit Sie zügig eingreifen können.

Schädlingsbefall erkennen und behandeln

Zwei Schädlinge machen Blauen Scheinzypressen zu schaffen: Thuja-Miniermotten und Thuja-Splintkäfer. Ein Befall macht sich meist folgendermaßen bemerkbar:

  • Triebspitzen welken
  • Fraßgänge an den Triebspitzen erkennbar
  • Triebspitzen sterben ab
  • Triebe sind innen hohl

Bei einem Schädlingsbefall schneiden Sie alle betroffenen Teile ab und entsorgen sie über den Hausmüll. Bei sehr starkem, zu spät erkanntem Befall ist die giftige Blaue Scheinzypresse meist nicht mehr zu retten.

Um die anderen Scheinzypressen und Lebensbäume zu schützen, empfiehlt sich die Anwendung von Insektiziden, die im Fachhandel erhältlich sind.

Tipps

Wenn die Blaue Scheinzypresse im September ein paar Nadeln oder ganze Triebspitzen abwirft, ist das kein Anzeichen für eine Krankheit. Dabei handelt es sich um einen natürlichen Vorgang.

Text: Sigrid Hestermann

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