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Schon bei der Pflanzung sollte die Berberitze gedüngt werden

Berberitze düngen – so geht es im Einklang mit der Natur

Naturnahe Hausgärtner klammern chemische Volldünger aus dem Pflegeprogramm für Berberitze aus. Kommt es zu Mangelerscheinungen, stehen ökologische Düngemittel zur Verfügung. Wie Sie Ihre Berberitzen im Beet und Kübel biologisch düngen, lesen Sie hier.

Startdüngung beugt Mangelerscheinungen vor – so geht es

Eine ausgewachsene, gut verwurzelte Berberitze verfügt über eine natürliche Wuchskraft, die in normaler Gartenerde ohne ergänzende Nährstoffe auskommt. In den ersten 5 Standjahren und im Kübel bringen Sie das Wachstum in Schwung mit einer Startdüngung im Frühjahr. Die geballte Stickstoffladung mineralischer Dünger ist kontraproduktiv. So düngen Sie Berberis-Arten im Einklang mit der Natur:

  • Im Beet: im März/April 3 Liter Kompost und 100 Gramm Hornspäne je Quadratmeter oberflächlich einarbeiten
  • Im Kübel: im April einen organischen Langzeitdünger als Granulat oder Stäbchen verabreichen
  • Wichtig: vor und nach dem Düngen mit klarem Wasser gießen

Favorisieren Sie eine flüssige Nährstoffversorgung? Dann überbrausen Sie die Beeterde alle 4 Wochen mit Brennnesseljauche. Kübelpflanzen erhalten von März bis September alle 4 Wochen einen organischen Flüssigdünger, den Sie ins Gießwasser geben.

Mulchen beugt Nährstoffmangel vor – so gelingt es

Organischer Mulch auf der Wurzelscheibe macht eine ergänzende Nährstoffversorgung überflüssig. Die folgenden Materialien eignen sich hervorragend für diesen Zweck, weil sie den Boden natürlich feucht halten und infolge ihrer Zersetzung Nährstoffe an die Berberitze abgeben:

  • Halbreifer Kompost aus eigener Herstellung oder dem Fachhandel
  • Die Blätter von Brennnessel-, Beinwell- oder Rainfarn-Pflanzen
  • Rindenmulch (keine Holzhäcksel)
  • Angetrockneter Grasschnitt

Rindenmulch punktet mit dem besonderen Vorzug einer natürlichen Unkrautunterdrückung. Unter Berberitzenhecken und auf den Wurzelscheiben solitärer Sträucher ist die Mulchschicht häufig zu entdecken. In der Anwendung darf nicht übersehen werden, dass Rindenmulch zunächst dem Boden Nährstoffe entzieht. Bestreuen Sie die Erde vorab mit Hornspänen und Kompost, bevor Sie die Rindenstücke verteilen.

Tipps

Wenn immergrüne Berberitze unter Blattschäden leiden, handelt es sich in der Regel nicht um Nährstoffmangel. Am vollsonnigen Standort kann praller Sonnenschein das glänzend-grüne Laub beschädigen. Sie gehen dem Problem aus dem Weg, wenn Sie einen absonnigen bis halbschattigen Standort wählen.

Text: Paula Jansen Artikelbild: struvictory/Shutterstock

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