Der Zauber eines asiatischen Gartens

Das Geheimnis asiatischer Gartenbaukunst, das auf uns Europäer eine magische Anziehungskraft ausübt, liegt in der perfekten Symbiose von Ruhe, Natur und der Pflanzensprache, die asiatische Philosophie ausdrückt. Bis ins Detail durchkomponiert verzaubern diese Ruheoasen, die Sie sich mit etwas gärtnerischem Wissen und dem Spaß an der Planung einer ganz besonderen Grünanlage, auch in den eigenen Garten holen können.

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Bonsai-Bäume, Elemente aus Stein und Wasser dürfen in keinem asiatischen Garten fehlen

Schritt 1: Den Stil des Gartens festlegen

Die asiatische Gartenbaukunst folgt unterschiedlichen Stilrichtungen.

  • Der Zen-Garten ist die asiatische Variante des Kiesbeets und relativ pflegeleicht.
  • Die Teegärten sind üppig bepflanzt und haben als Zentrum einen durch Grün beschatteten Pavillon.
  • Landschaftsgärten sind sehr weitläufig und laden durch ihre ästhetische Anlage zum meditativen Spazieren ein.

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Gemeinsam ist allen asiatischen Anlagen, dass Sie in ihrem Garten zur Ruhe kommen und den Alltag komplett hinter sich lassen können. Diese Gärten wirken wie Balsam für die Seele und sorgen, lässt man sich darauf ein, für absolute Entspannung.

Die vier Elemente

Dies sind:

  • Stein für das Gebirge,
  • Wasser für das Meer und die Flüsse.
  • Moos symbolhaft für das Alter sowie
  • Pflanzen und Bäume für das Leben an und für sich.

Alle 4 Elemente sollten real oder symbolhaft in einem asiatischen Garten vorhanden sein. So finden Sie beispielweise in vielen Zen-Gärten wellenförmig geharkte Kiesbeete, die das Wasser darstellen sollen.

Welche Pflanzen passen in diesen Garten?

Für die Bepflanzung müssen Sie nicht unbedingt asiatische Gewächse wählen. Entscheiden Sie sich für Pflanzen, die zu dem Boden, der Lage und dem dort herrschenden Klima passen. Viele Zierpflanzen aus dem Norden Japans, wo die Witterungsbedingungen den unseren sehr ähnlich sind, sind längst in unseren Gärten heimisch geworden. Hierzu zählen beispielsweise:

  • Japanischer Ahorn
  • Kiefer
  • Koreatanne
  • Lärche
  • Mispel
  • Steineibe
  • Gartenbonsai
  • Bambus
  • Chinaschilf
  • Bärenfellgras
  • Gewürzstrauch
  • Japan-Segge

Das wohl bekannteste Symbol Japans, der Kirschbaum, passt ebenfalls sehr gut in einen asiatisch inspirierten Garten. Es gibt ihn in verschiedenen Zuchtformen. Schlanke Säulenkirschen passen auch gut in einen kleinen Garten und verzaubern die Grünanlage im Frühjahr mit ihren wundervollen Blüten. Ein üppig wachsender Kirschbaum kann einen Pavillon beschatten, in dem Sie im Sommer die erholsame Ruhe der Natur bei einer Tasse Tee oder Kaffee genießen können.

Gartenelemente, die in keinem asiatischen Garten fehlen dürfen

Sparsam eingesetzt werden künstliche Gartenelemente, die das Grün sehr harmonisch gliedern.

  • Ein Sichtschutz aus Bambus begrenzt die Lese- oder Meditationsecke.
  • Steinbänke laden zum Ausruhen und genießen ein.
  • Kleine Brücken überspannen einen sanft plätschernden Bachlauf.
  • Skulpturen unterstreichen die asiatische Ausstrahlung.

Ist der Platz begrenzt, ist ein japanisches Wasserbecken, das Tsukubai, ein häufig anzutreffendes Element in asiatischen Gärten. Auch ein schlichter Springbrunnen oder große Wasserschalen passen wundervoll zur besonderen Atmosphäre dieser Anlage.

Tipps

Asiatische Gärten wirken zwar sorgsam geplant, niemals aber kitschig. Achten Sie bei der Planung sorgsam darauf, ein rundes, authentisches Ambiente zu schaffen. Inspiration hierfür finden Sie in vielen botanischen Gärten aber auch in Schaugärten des Gartenfachhandels.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: MarckD/Shutterstock

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