Japanischer Garten: Den richtigen Sichtschutz auswählen

Ein Japanischer Garten unterscheidet sich von "gewöhnlichen" Hausgärten durch die auffällige Gestaltung mit vielen Steinskulpturen, einem mitunter geometrisch geformten Koiteich und diversen Formschnittgehölzen. Allerdings definiert sich diese Gartenform auch durch eine besondere Form der privaten Abgeschiedenheit und Stille, für die ein effektiver und gleichzeitig ästhetisch passender Sichtschutz unabdingbar ist.

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Bambuswände und -hecken kommen in japanischen Gärten oft zum Einsatz

Der besonderen Ästhetik des Japanischen Gartens mit dem Sichtschutz Rechnung tragen

Nicht selten wird ein relativ schmaler Reihenhausgarten nach den Formprinzipien und Idealen eines traditionellen Japanischen Gartens gestaltet, da sich diese Gartenform auch auf sehr kleiner Fläche dekorativ umsetzen lässt und außerdem in der Regel nur einen sehr begrenzten Pflegeaufwand erfordert. Damit die Stimmung und Atmosphäre in einem Japanischen Garten auch wirklich authentisch sind, muss dieser eigentlich zwingend den Blick auf das Innere des Gartens lenken und Einflüsse von außen effektiv abschirmen. Damit der Sichtschutz selbst aber nicht zur optischen Ablenkung und zu einem ästhetischen Störfaktor des fernöstlichen Charmes wird, sollten Sie bei der Sichtschutzplanung in einem Japanischen Garten auf die üblichen grünen Sichtschutzhecken oder auf wuchernde Kletterpflanzen verzichten. Ergänzen und verstärken Sie lieber auch mit dem Sichtschutz die typisch japanische Ästhetik, indem Sie die folgenden Gestaltungsideen in Betracht ziehen:

Bambus als Sichtschutzmaterial

Da der Bambus als Pflanze hauptsächlich aus Asien stammt und ihn viele Menschen trotz seiner mittlerweile weltweiten Verbreitung auch immer noch als typisch asiatisch wahrnehmen, eignet er sich perfekt als Sichtschutz in einem Japanischen Garten. Nun kann Bambus aber auf unterschiedliche Arten als Sichtschutz dienen. Wird lebender Bambus als natürlicher Sichtschutz entlang der Grundstücksgrenze gepflanzt, sollten Sie unbedingt auf einen ausreichenden Abstand sowie auf die Anbringung einer Rhizomsperre achten. Alternativ können ausreichend winterharte Bambusarten auch in Pflanztöpfen und Trögen aufgestellt werden. Verholzte Bambusrohre sind für die Gestaltung eines Japanischen Gartens nicht nur als gedrahtete Rollmatten erhältlich, sondern können im Fachhandel auch als Zaunelemente erworben werden. Dabei werden die Bambusrohre üblicherweise mit einer dekorativen Rahmenform aus Holz oder Metall kombiniert.

Sichtschutzwände aus Holz oder Stein

Während schlichte Holzwände in so manch anderem Garten karg wirken können, passen sie perfekt in einen Japangarten mit der typisch archaischen Kombination aus grünen Pflanzen, schlichten Blüten und roh wirkenden Stein- und Kiesoberflächen. Ähnlich archaisch wirken auch Steinwände, die außerdem die Privatheit des Gartenraums mit einer besonders unverrückbaren Abtrennung betonen. Die Sichtschutzmauern aus Stein können in einen interessanten Bezug zu Kiesflächen und Steinskulpturen gesetzt werden.

Tipps

Die als Gabionen bekannten Steinkörbe können entweder komplett mit Steinen befüllt angeliefert, oder direkt vor Ort mit regionalen Steinsorten befüllt werden.

Text: Alexander Hallsteiner
Artikelbild: nupook538/Shutterstock
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