Der Unterschied zwischen Anzuchterde und Aussaaterde

Stecklinge und Saatgut, das zuverlässig aufgehen soll, hat andere Bedürfnisse als ausgewachsene Pflanzen. Hochwertige Aussaaterde bietet den kleinen Gewächsen die idealen Bedingungen, um rasch zu kräftigen Jungpflanzen heranzuwachsen. Aussaaterde ist ein Synonym von Anzuchterde und unterscheidet sich somit gar nicht davon.

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Aussaaterde ist ideal für Jungpflanzen

Was unterscheidet Anzuchterde von Blumenerde?

  • Blumenerde zeichnet sich durch ihre hohe, mineralische Nährstoffdichte aus. Sie enthält viel Stickstoff und für das Wachstum notwendige Salze. Für die zarten Jungpflanzen ist dieses Angebot allerdings zu üppig und eher schädlich.
  • Aussaaterde ist nährstoffarm, zudem sehr locker und durchlässig. Dadurch kann Wasser gut ablaufen, was Fäulnis und Schimmelbildung vorbeugt. Sie ist salzfrei oder zumindest salzarm sowie keimfrei. Dies ist wichtig, da die Keim- um Stecklinge oft mit einer Haube bedeckt werden. Durch die fehlende Windzirkulation verbreiten sich Sporen und Krankheiten im entstehenden Gewächshausklima sehr schnell. Die gerade aufgegangene Saat wird sofort infiziert und geht ein.

Tipps

Neben organischer Anzuchterde gewinnen Substrate, die auf Zuschlagstoffen wie Perliten oder Vermiculit basieren, zunehmend an Bedeutung. Sie eigenen sich sehr gut für Pflanzen aus trockeneren Gebieten, da bei diesen Anzuchterden das Wasser hervorragend abläuft und viel Sauerstoff an die sich neu bildenden Wurzeln kommt.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: Halfpoint/Shutterstock

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