Braune Blätter? So können Sie Ihre Anthurie retten!

Die Anthurie oder auch Flamingoblume ist eine unkomplizierte und dankbare Zimmerpflanze: Richtig gepflegt, verwöhnt sie Sie das ganze Jahr hindurch mit ihren attraktiven Blüten. Manchmal jedoch zeigt die Blume deutliche Krankheitsanzeichen. Woran liegt das und wie kann man sie retten?

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Ob die Anthurie noch zu retten ist, hängt davon ab, was für ein Problem besteht

Warum werden die Blätter bei der Anthurie braun?

Besonders schnell müssen Sie handeln, wenn Sie eine zu viel gegossene Anthurie retten wollen. Zwar braucht das im tropischen Regenwald heimische Aronstabgewächs eine hohe Luftfeuchtigkeit, verträgt allerdings absolut keine Staunässe. Diese entsteht, wenn überschüssiges Gießwasser nicht abfließen kann oder die Blumenerde dauerhaft zu feucht ist.

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In der Folge faulen die Wurzeln, so dass Nährstoffe und Wasser nicht mehr an die oberirdischen Pflanzenteile transportiert werden können. Paradoxerweise vertrocknet eine an Staunässe und Wurzelfäule leidende Anthurie also, was Sie an den braun verfärbten Blättern erkennen.

Wie kann man die Anthurie retten?

Wer eine Anthurie mit Staunässe und Wurzelfäule retten will, muss schnell sein – und viel Glück haben. In vielen Fällen – wenn die Fäulnis schon zu weit fortgeschritten ist – ist eine Rettung nämlich nicht mehr möglich. Dennoch können Sie es versuchen und das Beste hoffen.

Und so gehen Sie vor:

  • Anthurie austopfen und Erde sorgfältig entfernen
  • faulige Wurzeln wegschneiden
  • kranke Blätter und Pflanzenteile entfernen
  • Anthurie in neuen Topf und frisches Substrat einsetzen
  • dabei Drainageschicht nicht vergessen

Verwenden Sie möglichst eine Mischung aus handelsüblicher Blumen- oder Zimmerpflanzenerde mit Tongranulat bzw. Orchideenerde.

Wie oft gießt man eine Anthurie?

Damit die Anthurie gesund bleibt, sollten Sie sie im Winter einmal und im Sommer zweimal wöchentlich gießen. Überschüssiges Gießwasser sollte durch Löcher am Boden abfließen können, wobei Sie die Pflanze nicht in diesem Wasser stehen lassen dürfen. Gießen Sie abgelaufenes Wasser stets zeitnah aus dem Übertopf oder dem Untersetzer ab.

Zudem sollten Sie sich nicht sklavisch an die oben erwähnte Gießregel halten, sie ist lediglich eine Richtlinie. Machen Sie vor dem Gießen immer die Fingerprobe, das Substrat sollte oberflächlich sowie einige Zentimeter in der Tiefe bereits gut abgetrocknet sein. Ohnehin ist es viel wichtiger, dass Sie die Anthurie regelmäßig – ein- bis zweimal in der Woche – mit kalkarmem Wasser besprühen.

Was tun bei kränkelnden Anthurien?

Um eine kränkelnde Anthurie zu retten, müssen Sie erst einmal die genaue Ursache herausfinden. Neben Staunässe gibt es zahlreiche Gründe, weshalb es der Zimmerpflanze nicht so gut geht. Dies können beispielsweise sein:

  • fehlerhaftes Düngen: zu wenig Dünger oder Überdüngung
  • zu schattiger oder zu heller Standort
  • (stark) kalkhaltiges Gießwasser (z. B. beim Gießen mit Leitungswasser)
  • Schädlingsbefall

Versuchen Sie nun, die Ursache für das Kränkeln zu beseitigen. Falls die Krankheit noch nicht allzu fortgeschritten ist, sollte die Pflanze noch zu retten sein.

Tipp

Wie alt kann eine Anthurie werden?

Anthurien sind mehrjährige Pflanzen, die bei guter Pflege durchschnittlich zwischen sieben und zehn Jahre alt werden.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: taffpixture/Shutterstock