Wie wird die Flamingoblume richtig zurückgeschnitten?

Mit ihrem attraktiven Laub, den tief gefärbten Blütenscheiden und den hübsch geformten Kolben zählt die Flamingoblume zu den Evergreens auf der Fensterbank. Bei guter Pflege und an einem Standort, welcher der Pflanze behagt, entwickelt sich die Anthurie prächtig. Manchmal sogar so gut, dass sie für die Fensterbank zu groß wird. Darf man sie dann einfach zurückschneiden?

Flamingoblume zurückschneiden
Die Anthurie sollte möglichst nicht zurückgeschnitten werden

Die Anthurie sollte nicht zurückgeschnitten werden

Flamingoblumen wachsen ausladend buschig und sollten deshalb nicht zurückgeschnitten werden. Nur abgestorbene und braun verfärbte Blütenstände sowie vergilbtes Laub werden herausgenommen.

  • Verwenden Sie für diese Pflegemaßname stets saubere, sehr scharfe Schneidewerkzeuge.
  • Knapp über dem Substrat abstrennen.

Lange, sparrig wachsende Blätter

Manchmal wächst die Anthurie nicht wie gewünscht dicht und grün, sondern bildet nur wenige, sehr lange und instabile Blätter aus. Bitte schneiden Sie diese nicht einfach zurück, da hier ein Pflegefehler zugrunde liegt.

Die Anthurie mag zwar keine direkte Sonnenbestrahlung, benötigt aber dennoch viel Licht. Zeigt sie oben genannte Wuchsform, steht sie zu dunkel. Stellen Sie die Pflanze an einen hellen, absonnigen Platz auf der Fensterbank und haben Sie ein wenig Geduld. In der Regel treibt die Flamingoblume neue Blätter aus und das sparrige Erscheinungsbild verwächst sich.

Doch was tun, wenn die Pflanze zu groß geworden ist?

In diesem Fall empfiehlt sich statt eines radikalen Rückschnitts die Teilung der Pflanze. Wenn möglich, sollten Sie mit dieser Pflegemaßnahme bis zum Frühjahr warten.

  • Nehmen Sie die Flamingoblume vorsichtig aus dem alten Topf.
  • Lässt sie sich nicht aus dem Gefäß lösen, Plastiktöpfe leicht kneten. Tontöpfe müssen unter Umständen zerstört werden.
  • Ziehen Sie den Wurzelballen der Pflanze behutsam auseinander. Je nach Größe können Sie die Anthurie in zwei oder drei Einzelpflanzen teilen.

Nun können Sie die verkleinerten Zierpflanzen in einzelne Töpfe setzen. Da der Wurzelballen wie bei vielen Aufsitzerpflanzen nicht sehr ausgedehnt wächst, sollten die Pflanzgefäße nicht zu groß gewählt werden. Wichtig ist zudem ein guter Wasserabzug, da die Flamingoblume sehr empfindlich auf Staunässe reagiert. Decken Sie diesen mit einer Tonscherbe ab, damit die Erde nicht ausgespült wird.

Als Substrat haben sich Orchideenerde oder ein Gemisch aus Komposterde, Torf und Sand bewährt. Möchten Sie handelsübliche Blumenerde nutzen, diese unbedingt mit Styroporkugeln oder Blähton versetzen.

Tipps

Anthurien zählen zu den Giftpflanzen und können die Haut reizen. Tragen Sie deshalb bei allen Arbeiten an der Pflanze Handschuhe.

Text: Michaela Kaiser

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