Anthurie

Anthurien düngen: Wie, wann und womit für prächtige Blüten?

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Die Anthurie, bekannt für ihre farbenfrohen Hochblätter und ihr exotisches Erscheinungsbild, erfreut sich großer Beliebtheit als Zimmerpflanze. Um ihr volles Potenzial zu entfalten, benötigt sie eine bedarfsgerechte Nährstoffversorgung. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Leitfaden zur optimalen Düngung Ihrer Anthurie.

Flamingoblume düngen
Die Anthurie ist sehr nährstoffhungrig

Düngebedarf der Anthurie im Jahresverlauf

Die Nährstoffbedürfnisse Ihrer Anthurie variieren je nach Jahreszeit und Wachstumsphase. Während der Hauptwachstumsperiode, die von April bis September reicht, ist eine regelmäßige Düngung unerlässlich, um das Wachstum von Blättern und Blüten zu unterstützen. In den kühleren Monaten von Oktober bis März tritt die Pflanze in eine Ruhephase ein und benötigt weniger Nährstoffe.

  • Frühling bis Herbst: Um ein kräftiges Wachstum und eine reiche Blüte zu fördern, empfiehlt sich die wöchentliche Zugabe eines Flüssigdüngers in halber Konzentration zum Gießwasser.
  • Winter: Während der Ruhephase genügt es, die Anthurie einmal monatlich mit einer geringen Menge Dünger zu versorgen.

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Achten Sie bei der Auswahl des Düngers auf eine ausgewogene Mischung der Hauptnährstoffe Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K). Stickstoff fördert das Blattwachstum, Phosphor die Entwicklung von Wurzeln und Blüten und Kalium stärkt die Widerstandsfähigkeit der Pflanze und reguliert den Wasserhaushalt. Zusätzlich spielen Mikronährstoffe wie Eisen und Magnesium eine wichtige Rolle für die Gesundheit der Anthurie.

Langzeitdünger in Form von Düngestäbchen oder Granulat bieten eine praktische Alternative zur Flüssigdüngung. Sie werden einmalig im Frühjahr appliziert und geben die Nährstoffe über mehrere Monate kontrolliert ab. Achten Sie jedoch auf die empfohlene Dosierung, um eine Überdüngung zu vermeiden.

Geeignete Düngemittel für Ihre Anthurie

Um das Wachstum und die Blütenpracht Ihrer Anthurie zu unterstützen, stehen Ihnen verschiedene Düngemittel zur Auswahl.

Flüssigdünger

Flüssigdünger bieten eine einfache Möglichkeit, Ihre Anthurie regelmäßig mit Nährstoffen zu versorgen. Die Anwendung erfolgt in der Regel alle zwei Wochen von Frühjahr bis Herbst und einmal monatlich während der Wintermonate. Um die empfindlichen Wurzeln der Pflanze zu schonen, empfiehlt es sich, den Dünger in halber Konzentration zu verwenden. Achten Sie bei der Auswahl auf eine ausgewogene Nährstoffzusammensetzung, die Stickstoff für das Blattwachstum, Phosphor für die Blütenbildung und Kalium für die Widerstandsfähigkeit der Pflanze enthält. Zusätzliche Mikronährstoffe wie Eisen und Magnesium tragen zur Gesundheit Ihrer Anthurie bei.

Langzeitdünger

Langzeitdünger bieten eine praktische Alternative zur regelmäßigen Flüssigdüngung. Sie werden in Form von Düngestäbchen oder Granulat einmal jährlich im Frühjahr in das Substrat eingearbeitet und geben die Nährstoffe über einen längeren Zeitraum kontinuierlich ab. Diese Methode minimiert das Risiko einer Überdüngung und sorgt für eine langfristige Nährstoffversorgung Ihrer Anthurie.

Das richtige NPK-Verhältnis

Das NPK-Verhältnis gibt den Anteil der Hauptnährstoffe Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K) in einem Dünger an. Für Anthurien hat sich ein Verhältnis von 7-4,7-6,5 bewährt. Dieses Verhältnis bietet eine ausgewogene Versorgung und fördert ein harmonisches Wachstum von Blättern, Wurzeln und Blüten. Ergänzt mit Mikronährstoffen wie Eisen beugen Sie Mangelerscheinungen wie gelben Blättern vor.

Die Bedeutung von Mikronährstoffen

Mikronährstoffe, auch bekannt als Spurenelemente, sind für die Gesundheit und das Wachstum Ihrer Anthurie ebenso wichtig wie die Hauptnährstoffe. Sie werden zwar nur in geringen Mengen benötigt, spielen aber eine entscheidende Rolle bei verschiedenen Stoffwechselprozessen. Zu den wichtigsten Mikronährstoffen für Anthurien gehören:

  • Eisen (Fe): Unterstützt die Chlorophyllproduktion und beugt gelben Blättern vor.
  • Mangan (Mn): Wichtig für den Stoffwechsel und die Fotosynthese.
  • Bor (B): Unterstützt die Zellwandbildung und die Fruchtbildung.
  • Kupfer (Cu): Spielt eine Rolle bei der Pigmentbildung und verschiedenen pflanzlichen Reaktionen.
  • Molybdän (Mo): Wesentlich für die Stickstofffixierung.
  • Zink (Zn): Wichtig für die Synthese von Wachstumshormonen und die Stärkung der Pflanzenimmunität.

Ein Mangel an diesen Mikronährstoffen kann zu Wachstumsstörungen und einer reduzierten Blütenbildung führen. Achten Sie daher bei der Düngung auf eine ausgewogene Versorgung mit diesen Spurenelementen.

Guano: Natürliche Nährstoffquelle für Ihre Anthurie

Guano, ein rein organischer Naturdünger aus den Exkrementen von Seevögeln, ist reich an Stickstoff, Phosphor und essentiellen Mikronährstoffen. Diese natürliche Nährstoffquelle bietet eine sanfte und zugleich effektive Methode, Ihre Anthurie zu düngen. Guano verbessert die Bodenfruchtbarkeit, aktiviert das Bodenleben und fördert das Wurzelwachstum und die Blütenentwicklung. Seine natürliche Langzeitwirkung sorgt für eine nachhaltige Freisetzung der Nährstoffe.

Optimale Wasserverteilung für eine gesunde Anthurie

Neben der richtigen Düngung spielt auch die Wasserversorgung eine entscheidende Rolle für die Gesundheit Ihrer Anthurie. Um sicherzustellen, dass Ihre Pflanze optimal mit Feuchtigkeit versorgt ist, beachten Sie bitte folgende Hinweise:

  • Angepasste Bewässerung: Gießen Sie Ihre Anthurie im Sommer etwa zweimal pro Woche und im Winter etwa einmal pro Woche. Passen Sie die Bewässerungshäufigkeit an die Raumbedingungen wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit an.
  • Hohe Luftfeuchtigkeit: Anthurien bevorzugen eine hohe Luftfeuchtigkeit. Besprühen Sie die Blätter regelmäßig mit Wasser, vermeiden Sie jedoch, die Blüten zu benetzen.
  • Kalkarmes Wasser: Verwenden Sie für die Bewässerung kalkarmes, zimmerwarmes Wasser, zum Beispiel Regenwasser oder abgestandenes Leitungswasser.
  • Vermeidung von Staunässe: Entfernen Sie überschüssiges Gießwasser aus dem Untersetzer oder Übertopf, um Staunässe zu vermeiden.

Chloridarme Dünger für empfindliche Pflanzen

Anthurien reagieren empfindlich auf einen hohen Chloridgehalt im Dünger. Zu viel Chlorid kann das Wachstum hemmen und zu Wurzelschäden führen. Wählen Sie daher einen Dünger mit einem niedrigen Chloridanteil. Dieser schont die Wurzeln Ihrer Anthurie, minimiert Salzansammlungen im Boden und fördert die Nährstoffaufnahme.

Düngung während der Ruhephase

Während der Ruhephase von Oktober bis März benötigt Ihre Anthurie deutlich weniger Nährstoffe. Um eine Überdüngung zu vermeiden, reduzieren Sie die Düngung auf ein Minimum. Sollte Ihre Pflanze dennoch Anzeichen eines Nährstoffmangels zeigen, düngen Sie sie maximal alle sechs bis acht Wochen mit einer sehr geringen Dosis. Vermeiden Sie eine Düngung während der kältesten Winterwochen, da die Pflanze zu diesem Zeitpunkt kaum Nährstoffe aufnehmen kann.