Ritterstern Pflege
Gute Pflege belohnt die Amaryllis mit schönen Blüten zur Winterzeit

So pflegen Sie Ihre Amaryllis richtig – Eine Pflegeanleitung für Ritterstern

Ist im allgemeinen Sprachgebrauch die Rede von einer Amaryllis, handelt es sich in der Regel um einen Ritterstern. Die subtropische Zwiebelblume begeistert als Zimmerpflanze mit winterlicher Blütenpracht. Somit folgt die Kultivierung einem gegenläufigen Vegetationszyklus, der mit ein wenig Umdenken problemlos zu meistern ist. Diese Pflegeanleitung gibt Antwort auf alle wichtigen Fragen.

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Wie gieße ich die Amaryllis richtig?

Proportional zum Wachstum steigt der Wasserbedarf an, um sich dann Richtung Vegetationsruhe auf ein Minimum zu reduzieren. So gießen Sie eine Amaryllis richtig:

  • Im Anschluß an die Pflanzung bis zum Austrieb mäßig gießen
  • Während der Blühphase (Dezember bis Februar) das Substrat konstant feucht halten
  • Im Verlauf der sommerlichen Wachstumsphase (März bis Juli) die Wasserzufuhr allmählich reduzieren
  • Solange die Pflanze ruht (August bis Oktober) das Gießen einstellen

Nachdem Sie im November die Blumenzwiebel umgetopft haben, beginnt der Vegetationszyklus von vorne. Bitte verwenden Sie ausschließlich weiches Wasser oder gesammeltes, gefiltertes Regenwasser. Um die Gefahr von Fäulnis an der Knolle zu reduzieren, geben Sie das Wasser bitte in den Untersetzer.

Wann und wie ist ein Ritterstern zu düngen?

Erst mit dem Ende der Blütezeit setzt an einer Amaryllis die Nährstoffversorgung ein. Düngen Sie ab diesem Zeitpunkt alle 14 Tage mit einem Flüssigdünger für tropische Blühpflanzen. Unter normalen Rahmenbedingungen erstreckt sich die Düngephase somit über die Monate April/Mai bis Juli/August.

Wie pflege ich die Amaryllis nach der Blüte?

Damit diese Pflegeanleitung in einer wiederkehrenden Amaryllis-Blüte mündet, kommt es auf den fachgerechten Umgang nach der Blüte an. So machen Sie es richtig:

  • Verwelkte Blüten zeitnah abschneiden
  • Den Sommer hindurch weiterhin gießen
  • Bis Juli alle 14 Tage flüssig düngen

Nachdem Sie im August das Gießen eingestellt haben, ziehen die Blätter vollständig ein. Im Verlauf der Ruhephase, schneiden Sie das Laub dann ab. Im dunklen Keller verweilt der Ritterstern bei kühlen 15 Grad Celsius, um frische Kräfte zu sammeln für die nächste Blütezeit.

Blätter abschneiden – Ja oder nein?

Nachdem Sie die verwelkten Blütenköpfe abgeschnitten haben, setzt für den Ritterstern die sommerliche Wachstumsphase ein. Dabei setzt sich das Pflegeprogramm nahtlos fort, ergänzt um eine Dosis Flüssigdünger alle 2 Wochen. Die Blätter nehmen in diesem Zusammenspiel eine Schlüsselfunktion ein und dürfen nicht abgeschnitten werden. Erst wenn der Ritterstern ab August nicht mehr gegossen und gedüngt wird, zieht die Blumenzwiebel das Laub ein. Im September/Oktober können Sie die Blätter dann unbesorgt entfernen.

Wie topfe ich einen Ritterstern richtig um?

Am Ende der Vegetationsruhe verleihen Sie Ihrem Ritterstern neuen Schwung, indem Sie die Zwiebel richtig umtopfen in frisches Substrat. Nachdem die Pflanze im dunklen, kühlen Keller in trockener Erde regenerieren konnte, fällt im November der Startschuß für das nächste winterliche Blütenfestival. Legen Sie bitte Handschuhe an, um die Arbeiten in dieser Abfolge in Angriff zu nehmen:

  • Einen stabilen, standfesten Blumentopf füllen mit einem Mix aus Einheitserde und Hornspänen
  • Zuvor über dem Wasserablauf im Boden eine 2 cm hohe Drainageschicht aus Tonscherben oder Blähton anlegen
  • Den Ritterstern austopfen, um die eingezogenen Blätter sowie sichtlich vertrocknete Wurzeln abzuschneiden
  • Die Zwiebel nur so tief ins Substrat einsetzen, dass die obere Hälfte nicht mit Erde bedeckt ist

Drücken Sie das Substrat mit den Händen fest und gießen an. Es ist von Vorteil, wenn Sie das weiche, zimmerwarme Wasser hierzu in den Untersetzer gießen. Aufgrund der Kapillarkraft zieht die Feuchtigkeit ins Substrat, ohne dass der frei liegende Teil der Blumenzwiebel nass wird. Nach 10 Minuten kann der Untersetzer dann geleert werden.

Von welchen Krankheiten ist eine Amaryllis bedroht?

Sein hoher Giftgehalt bewahrt den Ritterstern nicht vor Krankheiten. Es sind explizit die beiden folgenden Pilzinfektionen, die Ihnen im Rahmen der Pflege Kopfzerbrechen bereiten können. Wichtige Details zu Symptomen und möglichen Bekämpfungsmethoden haben wir hier für Sie zusammengetragen:

Roter Brenner (Anthraknose)

Sichtbare Symptome sind rote Blattflecken mit gelbem Rand, die sich bis auf die Blumenzwiebel erstrecken. Im weiteren Verlauf fließen die Flecken ineinander. Das Laub färbt sich braun und der Stängel verfault. Schneiden Sie verbrannte Pflanzenteile heraus und bestäuben die Schnittstellen mit Holzkohlepulver. Vorbeugend sollte darauf geachtet werden, dass der frei liegende Zwiebelteil nicht mit Wasser benetzt wird.

Blattfleckenkrankheit (Septoria)

Diese Pilzkrankheit offenbart sich ebenfalls in Form roter Blattflecken. Diese unterscheiden sich vom Roten Brenner, dass sie rot umrandet sind und durchsichtig sind. Schneiden Sie infizierte Blätter ab und entsorgen diese im Hausmüll. Da ein feucht-warmes Mikroklima den Pilzsporen ideale Lebensbedingungen bietet, empfiehlt sich ein Standortwechsel an einen kühlen, trockenen Standort.

Tipps & Tricks

In Hydrokultur gedeiht ein Ritterstern ebenfalls prachtvoll. Bei dieser Variante werden die dicken Blumenzwiebeln vollständig mit Tonkugeln bedeckt. Explizit für den Einsteiger eine perfekte Lösung, da sich der etwas heikle Wasserhaushalt der südamerikanischen Blütenschönheit problemlos regulieren lässt.

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